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​Radfah­ren

Durch Radfahren den Fettstoffwechsel ankurbeln

Radfahren in moderatem Tempo gehört nicht gerade zu den Topsportarten, wenn es um den Kalorienverbrauch geht. Dennoch ist Radeln als Ausdauersport hervorragend geeignet, den Fettstoffwechsel zu verbessern und die in Form von Fett gespeicherten Energiereserven des Körpers aktiv anzugehen. Radeln ist anders als Joggen auch für Übergewichtige einfach und ideal. Schließlich stemmt das Rad den größten Teil des Körpergewichts mit dem erfreulichen Ergebnis, dass die Gelenke geschont werden. Überdies reguliert ein gut funktionierender Fettstoffwechsel nicht nur das Körpergewicht, sondern er beeinflusst auch die Blutfettwerte positiv. Dadurch reduziert sich das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck ganz erheblich.

Fatburner Radfahren

In unserer sitzenden Welt mit reichlich Nahrungszufuhr verlernt der Körper weitestgehend, die Fettreserven zu verbrennen. Unsere bequeme Lebensweise erlaubt nämlich – wenn überhaupt – meist nur kurze Phasen der körperlichen Belastung. Und in diesen wird dann die benötigte Energie kurzerhand aus leicht verfügbaren Kohlenhydraten gewonnen, Fettreserven bleiben zunächst verschont. Die ständige Unterforderung der Muskulatur infolge von Bewegungsmangel lässt außerdem die Muskeln verkümmern. Muskelmasse wird einfach zu Fettgewebe umgebaut, ab dem 30. Lebensjahr etwa 1 Pfund pro Jahr.

Regelmäßiges Radfahren hat einen doppelt positiven Effekt: Schon beim gemütlichen Radeln werden pro Minute etwa 8 Kalorien verbrannt. Hier hilft also jede noch so kurze Strecke, die mit der Nahrung aufgenommene Kalorienmenge sinnvoll zu verbrauchen anstatt sie in Form von Fett im Körper einzulagern. Genauso wichtig aber ist der Langzeiteffekt: Bei längeren entspannten Radtouren lernt der Organismus wieder, auf die Fettreserven zurückzugreifen. Das Tempo sollte nicht zu hoch sein, denn die Verbrennung von Fett braucht Sauerstoff. Wer am Limit radelt und komplett aus der Puste gerät, tut sich also keinen Gefallen. Ein Wert von 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz ist optimal, die Fahrdauer sollte idealerweise mindestens 45 Minuten betragen. Langfristig lernt der Körper wieder, die eingelagerten Fettreserven zu nutzen.

Dem Krankheitsrisiko davon fahren

Übergewicht und schlechte Blutfettwerte sind ein großes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Ein Einstieg ins Radfahren ist zum Glück jederzeit für jeden möglich, unabhängig von Gewicht oder Alter. Die zusätzliche Bewegung hilft, das Gewicht stabil zu halten oder zu reduzieren. Wunder darf man hier allerdings nicht erwarten: In einem Kilo Fettdepot stecken etwa 7000 Kilokalorien, die sind natürlich nicht von heute auf morgen verschwunden. Dranbleiben heißt die Devise. Dann verbessern sich langfristig die Blutfettwerte, die Gefäße bleiben geschmeidig, Das Risiko für Arterienverkalkung und Bluthochdruck sinkt. Und mit jedem gefahrenem Kilometer verbessert sich die allgemeine Fitness, auch längere Fußwege oder Treppen sind nun keine unüberwindbaren Hindernisse mehr. Die rhythmische Bewegung auf dem Rad macht außerdem den Kopf frei und hilft Stress abzubauen, was sich insgesamt äußerst positiv auf die Gesundheit auswirkt.