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​Radfah­ren

Fit werden durch Indoor-Cycling 

Nicht nur Radprofis schätzen das Indoor-Cycling, Spin-Racing oder Spinning – fast alle guten Fitnessstudios bieten heute stark nachgefragte Kurse auch für den normalen Fitnessinteressierten an. Ein Indoor-Bike ist im Unterschied zum auf mittlere Trainingsintensität ausgelegten Heimtrainer eine echte Rennmaschine. Entsprechend professionell sollte auch die Anleitung sein.

Die richtige Einstellung

Indoor-Cycling ist ein professionelles Körpertraining mit starker Beanspruchung. Gepolsterte Radlerhosen sind da schon angesagt – sie verhindern ein Wundscheuern an empfindlicher Stelle und damit einen vorzeitigen Trainingsabbruch. Auch geeignete Schuhe, mit denen man sich in die Pedale einklicken kann, sind wichtig. Unbedingt dabei haben sollte man mindestens einen Liter Wasser, da die Sache wirklich sehr schweißtreibend ist – zumal ja der kühlende Fahrtwind im Fitnessstudio komplett fehlt. Bevor es richtig los geht, werden einige grundlegende Dinge wie die korrekte Sitzposition und die Armhaltung geklärt. Auch spezielle technische Eigenheiten des Trainingsgerätes wie das Einstellen des Widerstands, der sogenannte runde Tritt und das Bremsen werden erklärt.

Musik steigert die Intensität

Musik beeinflusst unsere Stimmung und auch unser Leistungsvermögen. Das machen professionelle Kurse sich zunutze. Die Beine versuchen, den Rhythmus aufzunehmen. Wenn sanftere und schnellere Stücke sich abwechseln, hat man im Grunde schon das, was man als Einstieg in das Intervalltraining bezeichnen könnte: Kurze, aber äußerst intensive Trainingsphasen wie schnelle Sprints an der Leistungsgrenze wechseln mit Erholungsphasen in moderater Trittgeschwindigkeit. Das Ganze sorgt innerhalb einer Trainingseinheit für ein deutliches Plus an Ausdauer und Schnelligkeit. Das Ergebnis ist eine bessere Anpassungsfähigkeit des gesamten Stoffwechsels an neue Herausforderungen.

Wie auch der Geist profitiert

Während die Beine sich im Rhythmus drehen, kann der Geist sich ungehindert bewegen. Die Gedanken schweifen ab, vielleicht imaginiert man auch eine andere Umgebung unter südlicher Sonne. Gleichbleibende, sich wiederholende Bewegungen haben überdies einen positiven Effekt auf die Psyche – die rhythmische Bewegung der Beine kann ein Glücksempfinden auslösen. Das könnte daran liegen, dass gleichbleibende Rhythmen auch für eine gute Gesundheit stehen – ein gleichbleibender Herzrhythmus etwa ist besser als ein gestörter. Gleichmaß und Wiederholung signalisieren, dass alles in Ordnung ist – der Fluss des Lebens fließt ungehindert dahin. Beim ausdauernden Radfahren wie auch beim Indoor-Cycling wird man irgendwann vom Rhythmus dieser Bewegung getragen, die Bewegung verselbstständigt sich, die Körperkoordination findet wie von allein statt. Aufkommende Muskelschmerzen werden durch den Ausstoß körpereigener Morphine gedämpft.

Sich nicht überfordern

Fitness soll fit machen, klar. Doch was nützt es, wenn es keinen Spaß macht? Deshalb sollte man gerade als untrainierter Einsteiger sein Leistungsvermögen langsam steigern und nicht versuchen, gleich von null auf hundert zu kommen. Die verbesserte Leistung kommt mit der regelmäßigen Übung von ganz allein!