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​Radfah­ren

Genussradeln: Der Weg ist das Ziel!

Die Welt der Radler ist so vielfältig wie das Leben selbst: Da wären zunächst die Pragmatiker, die auf dem kürzesten Weg von A nach B wollen. Natürlich gibt es auch die Kilometerfresser, für die nur die Länge des Weges zählt. Es gibt die Sportler, die nach Uhr und Geländeprofil fahren, und die Technikbegeisterten, für die Rad und Körper zu einer vernetzten High-Tech-Maschine verschmelzen. Und dann gibt es noch die Genussradler. Für sie ist der Weg das Ziel.

Radfahren - Einfach mal ins Blaue hinein

Genussradler planen ihre Tour meist nur ganz grob. Sie kennen ihr Ziel – wobei ja eigentlich der Weg das Ziel ist – und suchen sich auf der Strecke einige interessante Haltepunkte aus. Dann fahren sie einfach los – alle Sinne weit geöffnet für Sehens- und Hörenswertes. Und sollte etwas entlang der ohnehin nur grob geplanten Strecke die Aufmerksamkeit erregen, weicht man gern von der Route ab, um sich ganz dem Erleben eines schönen Augenblicks hinzugeben. Genussradler sind stets stressfrei, entspannt und ohne Zeitdruck unterwegs.

Die zyklische Bewegung

Wo der Rennradler seine Beine wie die Kolben einer Maschine mechanisch und wie auf Hochtouren arbeiten lässt, gibt sich der Genussradler ganz dem Wohlgefühl der zyklischen Bewegung hin – die Beine kreisen im ruhigen, gemächlichen Tempo wie von selbst, das Gefühl des Einschwingens in kosmische Zyklen wird wach und steigert so das Wohlverbinden. Die gleichmäßige Wiederholung einfacher Bewegungen wirkt außerordentlich beruhigend auf unsere Seele.

Achtsamkeit fährt mit

Genussradler sollten natürlich auch auf den Straßenverkehr achten, doch mindestens ebenso sehr achten sie auf anderes: Man gibt sich voll und ganz den Sinneseindrücken hin – man spürt den Fahrtwind auf der Haut, nimmt Gerüche wahr, erfreut sich an den Farben der Blüten und den Formen der Wolken, hört aufmerksam den Vögeln zu und achtet auf die eigenen Empfindungen. Im genauen Hinschauen und Hinhören liegt auch der besondere Wert der Achtsamkeit für unsere Gesundheit – wir bekommen ein Gefühl dafür, was uns gut tut, und wir merken, wenn etwas nicht stimmt. Auch achtsames Essen ist zu empfehlen: Man verschlingt die Nahrung nicht, sondern würdigt sie mit jedem Bissen – und man isst langsam und andächtig (und deshalb auch weniger). Ganz in diesem Sinne entdeckt und genießt man als Genussradler denn auch die kulinarischen Highlights, die sich entlang der Route auftun.

Einfach mehr erleben

Wer mit weit geöffneten Sinnen durch die Landschaft radelt, wird vieles entdecken, was einem sonst verborgen geblieben wäre: kleine Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten oder den stillen See, der zu einem spontanen Bad einlädt. Als Genussradler erlebt man eben viel mehr – und das überwiegend ungeplant. Doch das viele Erleben erschöpft nicht. Im Gegenteil: Als Genussradler kommt man abends total entspannt und glücklich wieder zu Hause an!