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​Radfah­ren

Herzenssache Radfahren

Fast jeder Haushalt verfügt über mindestens ein Fahrrad. Die meisten Wege werden dennoch mit dem Auto erledigt. Zugegeben, manche Strecken sind einfach zu weit oder es fehlen sichere Radwege. Oft allerdings müssen Ausreden herhalten: Die Zeit ist knapp, das Wetter schlecht, die Einkäufe zu voluminös und außerdem muss bestimmt erst noch Luft gepumpt werden. Und die Freude an Bewegung scheint auch irgendwie verloren gegangen zu sein.

Den Krankheiten davon fahren

Hier besteht akuter Handlungsbedarf, denn regelmäßiges Radeln verringert gesundheitliche Risiken ganz erheblich: Übergewicht, Rückenleiden, Diabetes und besonders Herz-Kreislauferkrankungen kann man geradezu davonradeln. Und das sogar, ohne täglich dafür am Limit zu strampeln. Wer mehrmals die Woche mit mittlerer Kraftanstrengung etwa 30 Minuten radelt, fühlt sich schon bald rundum deutlich fitter. Messbar wird das neue Lebensgefühl dann mit guten Herzfrequenz- und Blutdruckwerten. Langfristig sinkt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen um bis zu 50 Prozent!

Mäßig, aber regelmäßig!

Gute Nachrichten für Sportmuffel: Unsere Gesundheit und insbesondere unser Herz-Kreislaufsystem profitieren keineswegs nur von täglichen sportlichen Höchstleistungen, sondern vielmehr von regelmäßiger Bewegung mittlerer Intensität, sprich Ausdauersport. Radfahren ist hier ideal: Radfahren kann jeder, ein Rad hat fast jeder und Radfahren lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Wer das Fahrrad in Garage oder Carport quasi als Hindernis vor das Auto stellt, schwingt sich auch schnell mal in den Sattel, wenn Brötchen zu holen oder Einkäufe zu erledigen sind. Und ist der Anfang erst gemacht, locken auch längere Strecken wie der Weg zur Arbeit, eine entspannende kleine Radtour am Abend oder eine größere Tour am Wochenende. Zwar verbraucht Radfahren weniger Kalorien als Joggen oder Schwimmen, aber immer noch mehr als Autofahren. Für Herz und Kreislauf ist die Bewegung per Rad jedenfalls ein Segen.

Beim Radfahren ist das "Herz im Glück"

Ein starker Herzmuskel versorgt den Körper optimal mit Blut und mit lebensnotwendigem Sauerstoff. Dafür schlägt das Herz 60 bis 90 mal pro Minute. Bei regelmäßiger moderater Belastung vergrößert sich das Schlagvolumen: Innerhalb einer Zeiteinheit wird mehr Blut gepumpt. Das Herz arbeitet also effizienter. Gleichzeitig verlängert sich die Ruhephase zwischen den Schlägen, so wird das Herz geschont. Aufgrund einer verbesserten Durchblutung der Herzkranzgefäße reduziert sich die Gefahr einer Arteriosklerose mit einem Herzinfarkt als möglicher Folge ganz erheblich. Unter Belastung steigen zwar Blutdruck und Herzfrequenz zunächst an, doch mit der Zeit erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems. Blutdruck- und Herzfrequenzwerte verbessern sich. Positive Auswirkungen hat das Radeln auch auf den Fettstoffwechsel und das Immunsystem bei gleichzeitiger Schonung von Rücken und Gelenken.

Für einen guten Start

Auch Ungeübte oder Übergewichtige können jederzeit anfangen. Je nach Trainingszustand am besten zunächst mit kleineren Radfahreinheiten. Und dabei nur so schnell fahren, dass man sich gut unterhalten kann ohne aus der Puste zu kommen. Mit jedem Kilometer verbessert sich die allgemeine Fitness. Jetzt sollte das Training intensiviert werden: Längere Strecken, anspruchsvollere Touren mit Steigungen oder ein höheres Tempo heißen die Herausforderungen. Das sprichwörtliche Erfahren und Erkunden schöner Landschaften ist außerdem Balsam für die Seele.