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​Radfah­ren

Indoor-Biken - Keine Ausrede mehr bei schlechtem Wetter

Der Spaß am Radfahren ist auch eine Frage der Gewöhnung – wenn mehrwöchiger Dauerregen oder winterliche Temperatur- und Straßenverhältnisse dazu führen, dass das Rad Rost ansetzt, wird man auch selbst als Radnutzer mit der Zeit etwas träger und gewöhnt sich das Radfahren schneller wieder ab, als man eigentlich möchte. Für solche Zwecke gibt es Heimtrainer oder Indoor-Bikes. Je nach Typ haben die jedoch unterschiedliche Nutzen.

Der gute alte Heimtrainer

Als Heimtrainer (oder neudeutsch Hometrainer) oder Fahrradergometer bezeichnet man Standfahrräder, die vor allem einem moderaten Ausdauertraining zur Steigerung der Herzgesundheit dienen sollen. Man setzt sich drauf, stellt eine Belastungsstufe ein (die beispielsweise anstrengendes Bergauffahren simulieren kann) – und strampelt los. Wie lange man strampelt, bleibt einem selbst bzw. der aktuellen Kondition oder den eigenen Zielsetzungen überlassen. Ab einer halben Stunde täglich kann man schon von einem gesundheitlichen Nutzen sprechen. So ein Gerät kann seinen Nutzer durchaus ins Schwitzen bringen und die Beinmuskulatur trainieren – wer sein richtiges Rad öfter mal stehen lassen muss, schafft sich hier einen passablen Ausgleich. Was sich mit einem Heimtrainer nicht trainieren lässt, sind unterschiedliche Stile, wie sie vor allem beim Radsport gefragt sind. Dafür gibt es Spezialkonstruktionen. Die zugehörigen Trainingsformen sind beispielsweise unter dem Namen Spinning, Spin-Race oder Indoor-Cycling bekannt.

Das Indoor-Bike

Der Unterschied liegt nicht nur in den Möglichkeiten, sondern auch im Gewicht. Gegenüber dem Heimtrainer bringt die Schwungscheibe eines Indoor-Bikes teilweise mehr als das Doppelte auf die Waage. Das macht sich auch im Gesamtgewicht bemerkbar: Während ein Heimtrainer konventionellen Zuschnitts ein Gesamtgewicht von 20 bis 30 Kilo aufweist, wiegt die Profivariante locker das Doppelte. Ein Indoor-Bike oder Spinning-Bike dient nicht nur dem profanen Herz-Kreislauftraining, sondern erlaubt aufgrund seiner rennradähnlicheren Konstruktion und der anderen Sitzposition auch das Training von Sprinteinheiten oder das Fahren im Stehen. Statt einer Kette wie beim Heimtrainer haben die meisten Profigeräte einen Riemenantrieb, der nicht nur wartungsärmer sondern auch leiser ist. Und noch einen Unterschied gibt es: Während man beim Heimtrainer auch mal die Beine locker hängen lassen kann, um quasi das Bergabfahren zu simulieren, fehlt bei der Spinning-Version der Freilauf. Man muss also immer mittreten.

Welches Training brauchen Sie?

Heimtrainer und Indoor-Bike sind im Grunde zwei verschiedene Sportgeräte. Wenn es Ihnen vor allem auf ein Ausdauertraining mittlerer Intensität ankommt, sind Sie mit dem klassischen Fahrradergometer bestens bedient. Wenn Sie hingegen radsportambitioniert sind oder noch etwas mehr für Ihre Fitness tun möchten, kommt eigentlich nur die Spinning-Version infrage. Natürlich ist es auch ein wenig eine Persönlichkeitsfrage: Wenn Sie gern zu mehreren trainieren, bietet sich das Fitnessstudio an. Dort gibt es entsprechende Kurse unter Anleitung erfahrener Coaches.