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​Radfah­ren

Kinder auf das Rad? Aber sicher!

Das Thema „Rad und Kinder" kennt zwei Hauptaspekte: Kleinkinder, die von ihren Eltern auf deren Rad mittransportiert werden. Und Kinder, die bereits auf dem eigenen Rad unterwegs sind. In beiden Fällen steht die Sicherheit der Jüngsten an oberster Stelle.

Kindersitz & Kopfschutz

Es gibt Kindersitze für die Befestigung auf dem Gepäckträger und Kindersitze für die Befestigung am Lenker. Entscheidend ist, dass die Befestigung des Sitzes am Rad auch stärkeren Belastungen standhält. Weiter müssen Kindersitze über Gurte für die Kleinsten und Fußhalterungen verfügen. Die Fußhalterungen verhindern, dass Ihr Kind mit den Füßen in die Speichen gerät, sich verletzt oder Sie dadurch zum Stürzen bringt. Neben Kindersitzen gibt es Kinderanhänger mit Verdeck, die den zusätzlichen Vorteil eines Wetterschutzes bieten.

Die Verbindung zum Rad muss absolut stabil und eine Sicherung der Kinder im Anhänger möglich sein. Der Nachteil von Anhängern ist, dass das Kind sich dann meist auf unmittelbarer Höhe der Kraftfahrzeugabgase befindet. Egal ob Kindersitz oder Anhänger: Ein stabiler Kopfschutz ist in beiden Fällen unerlässlich. Achten Sie bitte auch auf eine ausreichend hohe Rückenlehne, die insbesondere bei kleineren Kindern dem Kopf zusätzlichen Halt gibt. Außerdem empfehlen wir, Abstandshalter oder Sicherheitswimpel am Rad zu befestigen, um überholende Autofahrer auf Distanz zu halten.

Risikofaktor Eltern

Eltern, die ihre Kinder auf dem Kindersitz oder im Anhänger transportieren, können selbst leicht zum Risiko für den Nachwuchs werden. Etwa dann, wenn die eigene Fahrtüchtigkeit durch Medikamente oder Alkohol beeinträchtigt ist. Oder dann, wenn der Leichtsinn mitfährt und man eben noch schnell vor dem herannahenden vorfahrtsberechtigten Auto abbiegen möchte. Oder wenn man im Dunkeln ohne Beleuchtung fährt, die Bremswirkung nachlässt oder das Fahrrad insgesamt in einem schlechten Zustand ist. Werden Sie nicht selbst zum Risiko für Ihren mitfahrenden Nachwuchs!

Kinder selbst auf dem Fahrrad unterwegs

Kinder haben eine natürliche Bewegungsfreude – man sollte sie frühzeitig an Roller und Laufrad heranführen, damit sie lernen, das Gleichgewicht zu halten. Dann klappt es auch mit dem Umstieg auf das Fahrrad meist problemlos. Wichtig ist natürlich, dass das erste eigene Rad von der Größe her gut passt. Die nächste Hürde ist die Sicherheit im Straßenverkehr. Die meisten Kinder können die dort lauernden Gefahren noch nicht richtig einschätzen. Deshalb müssen Kinder bis zum achten Lebensjahr den Gehweg nutzen (baulich von der Fahrbahn abgesetzte Radwege sind für diese Altersgruppe ebenfalls erlaubt).

Auch als Begleitschutz neben ihren Kindern radelnde Erwachsene dürfen den Fußweg nutzen. Bis zum 10. Lebensjahr können Kinder mit dem Rad noch den Bürgersteig nutzen. Wenn die Grundschule einen Fahrradführerschein anbietet, sollten Sie Ihr Kind unbedingt teilnehmen lassen. Und noch etwas ist wichtig: Gewöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an an den Fahrradhelm! Als Faustregel für Sie sollte gelten: Trauen Sie Ihren Kindern nicht zu wenig zu, was die Beherrschung des Rades angeht – seien Sie nicht ängstlich, denn das überträgt sich leicht auf die Kleinen. Was die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und die Bewertung von Gefahren angeht, trauen Sie Ihren Kindern aber bitte nicht zu viel zu.

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