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​Radfah­ren

Tourenplanung - So wird die Radtour zur runden Sache

Eine Radtour soll Spaß machen. Damit dem Spaß nichts im Wege steht, schalten Sie möglichst alle potenziellen Störfaktoren im Vorfeld aus. Wichtige Eckpunkte einer störungsfrei verlaufenden Radtour sind die Orientierung, die geeignete Kleidung, der technische Zustand des Rades und die Verpflegung. Darüber hinaus empfiehlt es sich, man auch an kleinere medizinische Notfälle zu denken. Doch an erster Stelle steht die Frage nach der Eignung der Route.

Die Eignung der Route

Ist man allein unterwegs, weiß man ziemlich genau, was man sich zumuten kann und was nicht. Doch wenn man zu mehreren fährt, sollten Faktoren wie die Länge der Strecke und Steigungen sowie der Fitnessstatus der Gruppe genauer unter die Lupe genommen werden. Nichts ärgerlicher, als wenn einer der Mitradelnden bereits an der ersten Steigung schlapp macht. Zur Eignungsprüfung der Route gehört auch die Frage nach dem Verkehr – verkehrsarme Nebenstrecken und Radwege sind einfach viel angenehmer zu fahren

Orientierung: Karte oder GPS?

Wer im unbekannten Gelände unterwegs ist, braucht einen guten Orientierungssinn sowie für alle Fälle Orientierungshilfen. Neben den klassischen Radwanderkarten in Papierform gibt es die Möglichkeit, sich mithilfe satellitengestützter Systeme durch Stadt und Land führen zu lassen. Nutzt man Radwanderkarten, ist auf eine möglichst aktuelle Version zu achten. Bei den elektronischen Navigationssystemen für das Rad hat man zwar meist aktuelle Routeninformationen, sollte aber Reservebatterien nicht vergessen. Wer mit Smartphone unterwegs ist, hat die Karten meist ohnehin als App an Bord.

Kleidung soll schützen

Wenn man den Regenschutz vergisst, wird man halt nass – das ist meist kein Beinbruch. Anders sieht es beim Sonnenschutz aus, denn einen das Hautkrebsrisiko erhöhenden Sonnenbrand sollte man unbedingt vermeiden. Besonderes Augenmerk ist heute vor allem auf UV-undurchlässige Kleidung zu legen sowie den Sonnenschutz für Kopf, Nacken und Augen. Ganz besonders gilt das für mitradelnde oder auf dem Kindersitz transportierte Kinder. Wer an einem sonnigen Sommertag eine mehrstündige Radtour plant, sollte außerdem die Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor nicht vergessen.

Da nicht nur die UV-Strahlung, sondern auch die Hitze zum Problem werden kann, empfiehlt sich luftig-leichte Kleidung nebst luftdurchlässigem Fahrradhelm. Sonst droht unter Umständen ein Sonnenstich. Regelmäßige Abkühlung im Schatten von Bäumen oder ein Bad in einem See sind an heißen Tagen außerdem sinnvoll. Doch auch Kälte kann unangenehm sein: Bei ausgedehnten Touren für die kühlen Abendstunden immer etwas Warmes zum Drüberziehen dabeihaben.

Pannenvermeidungsstrategie

Zwar gibt es Reifen, die einen Pannenschutz versprechen. Generell sollten die Fahrradreifen nicht abgefahren oder an den Seiten brüchig sein (je dünner der Mantel, desto leichter findet ein Dorn oder eine Glasscherbe den Weg zum Schlauch). Außerdem sind gut aufgepumpte Reifen weniger pannenanfällig. Flickwerkzeug sollte man dennoch immer dabei haben, denn Fahrräder haben kein Reserverad. Sinnvoll ist es, den Zustand des Fahrrads regelmäßig zu prüfen – neben den Reifen sind das vor allem die Lichtanlage, die Bremsen und die Kette sowie die Gangschaltung. Gerade zu Beginn der Radsaison und vor längeren Touren ist ein Besuch in der Fahrradwerkstatt eine lohnende Investition.

Essen und Trinken

Der Proviant hat vor allem drei Kriterien zu genügen: Leicht zu transportieren, ernährungsphysiologisch sinnvoll und wenigstens für einige Stunden ohne Kühlung haltbar sollten mitgenommene Nahrungsmittel sein. Ernährungsphysiologisch sinnvoll sind vor allem Äpfel und belegte Vollkornbrote – sie sorgen für den Energieausgleich und Vitalstoffe. Gezuckerte Müsliriegel sind zu meiden – nehmen Sie lieber eine Tüte Studentenfutter für den schnellen Energiekick mit. Als Getränk ist Mineralwasser, kalter Tee oder Apfelschorle mit im Fahrradkorb. Limonaden und Fruchtsäfte bleiben zu Hause.

Medikamente

Zu guter Letzt ist auch an Notfälle zu denken. Neben etwaigen Dauermedikationen, die man auch auf einer Radtour nicht vergessen darf, sollten ein kühlendes Gel gegen Sonnenbrand (falls alle Vorsichtsmaßnahmen nicht geholfen haben) und Insektenstiche dabei sein. Ebenfalls wichtig sind Pflaster und Verbandszeug.