Menü Menü schließen

Trend­sport­ar­ten

Crunning: Die Kombination von Crawling und Running

Alles andere als Kinderkram ist der neue Trendsport Crunning. Dahinter verbirgt sich die Kombination von Crawling und Running, also eine Mischung aus Krabbeln und Laufen. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, wenn Erwachsene sich auf allen Vieren durch Gärten, Parks und Wälder fortbewegen. Doch das könnte sich schon bald ändern. Denn das Potenzial für Crunning steckt schließlich in jedem von uns. Das Gute daran: Nicht nur die Beine, sondern der ganze Körper kommt bei der einfachen Fortbewegung zum Einsatz. Derzeit hat Crunning eine große Fangemeinde in Australien, doch auch im China von vor 2.000 Jahren sollen sich Menschen schon gleichermaßen krabbelnd und gehend fortbewegt haben.

Mit Crunning Back to the roots

Krabbeln ist die erste natürliche Fortbewegungsart für Babys. Beim Krabbeln trainieren sie spielerisch Muskulatur, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination. Inzwischen ist hinreichend bekannt, wie wichtig das Krabbeln für die Entwicklung von Babys insgesamt ist, profitiert doch auch die Gehirnreifung vom koordinierten diagonalen Zusammenspiel von Armen und Beinen.

Rundum fit mit Crunning

Der aufrechte Gang hat den Menschen nicht nur Gutes gebracht: Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Verspannungen im Schulterbereich, Schwierigkeiten bei Koordination und Gleichgewicht machen vielen von uns zu schaffen. Die Fortbewegung auf allen Vieren dagegen ist in Sachen Fitness geradezu ein Rundum-sorglos-Paket, denn Beine, Arme, Schulterpartie, ja der ganze Körper sind gefordert und werden gestärkt. Die Arme bewegen sich nicht nur notgedrungen mit, sondern unterstützen aktiv die Beinarbeit. Auch Koordination und Gleichgewicht müssen stimmen, jedenfalls, wenn man mit zunehmender Übung immer schneller fortkommen möchte. Je nach Tempo werden jede Menge Kalorien verbrannt, bis zu 300 pro Viertelstunde. Eine Crunning-Einheit kann man jederzeit zu Hause auf dem Teppich einlegen. Schlechtes Wetter ist da schon mal keine Entschuldigung, um auf dem Sofa zu lümmeln.

Und so geht das Crunning

Anfänger legen bitte nicht gleich im Eiltempo los, dabei könnten sie nur allzu schnell auf der Nase landen. Leichtes Aufwärmen ist immer ratsam. Dann beginnt man, sich langsam und koordiniert auf Händen und Knien fortzubewegen. Der Blick ist nach vorn gerichtet, um die Strecke übersehen und schmerzhafte Kollisionen mit Möbeln oder gar Treppenstürze vermeiden zu können. Fortgeschrittene bewegen sich auf Händen und Füßen fort, nur so kann man nämlich ein deutlich höheres Tempo erreichen.

Wichtig ist dabei, die Beine gut anzuwinkeln und eine niedrige Position einzunehmen, andernfalls wird der untere Rücken zu stark belastet. Kopf und Po sollten sich ungefähr auf einer Höhe befinden. Je gestreckter die Beine sind, desto größer ist die Gefahr von Stürzen oder Bandscheibenschäden. Dabei außerdem darauf achten, den Kopf nicht zu hoch zu strecken, um Probleme in der Halswirbelsäule zu vermeiden. Und wer in Vierfüßlerart draußen unterwegs ist, sollte seine Knie mit Knieschonern schützen. Ein Kopfschutz gehört ebenfalls zur Ausrüstung, falls man doch mal ins Straucheln kommt.