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Trend­sport­ar­ten

Racketlon: Sport für Allrounder

Tennis ist Ihnen zu einseitig? Wie wäre es dann mit Racketlon? Hier ist sportliches Können in gleich vier Disziplinen gefragt. Tennis, Tischtennis, Squash und Badminton haben im Grunde nicht viel gemeinsam – außer dass mit einem Schläger gespielt wird. Und dieser ist in jeder der vier Rückschlagsportarten noch unterschiedlich. Doch das macht genau den Reiz von Racketlon aus. Bei der Turniersportart ist sportliches Können in allen der vier Disziplinen gefragt. Begonnen wird mit der Sportart, die den kleinsten Schläger benötigt, also Tischtennis. Danach folgen – immer in dieser Reihenfolge – Badminton, Squash und zum Schluss Tennis. Sieger in einer Disziplin ist, wer als erster 21 Punkte hat. Am Ende gewonnen hat das Racketlon-Turnier aber derjenige, der insgesamt die höchste Punktzahl hat, da die Punkte aller vier Sätze addiert werden. Hat ein Spieler während der dritten oder vierten Disziplin bereits so viele Punkte beisammen, dass er uneinholbar vorne liegt, wird das Match vorzeitig beendet.

Anspruchsvoller Schlägervierkampf

Die Idee, mehrere Rückschlagsportarten wie beim Biathlon, Triathlon und Zehnkampf miteinander zu verknüpfen, stammt aus Skandinavien. Anfang der 90er Jahre fanden in Finnland und Schweden die ersten Racketlon-Wettkämpfe statt. Zwar gab es in Deutschland bald darauf kleinere Turniere, die sich „Schläger-Mehrkampf" oder „Racket-Triathlon" nannten, doch die ersten offiziellen Wettkämpfe fanden erst ab 2001 statt. Seitdem wächst die Zahl der Racketlon-Begeisterten sowie die der deutschlandweit ausgetragenen Turniere ständig.

Training mit Gleichgesinnten

Der Schlägervierkampf versteht sich als Sport für Jedermann. Weil kaum jemand in allen vier Disziplinen ein Profi ist, sind alle Spieler willkommen – angefangen vom Badminton-Amateur bis hin zum Tischtennis-Profi. Wichtig ist lediglich ein Interesse für Rückschlagsportarten und eine Portion Talent für den Umgang mit Schläger und Ball. Wer sich regelmäßig auf den Court begibt, trainiert Schnelligkeit, Schlagtechnik und Taktik. Obwohl sich die einzelnen Disziplinen auf den ersten Blick ähneln, variieren Details wie Bewegungsabläufe und Technik stark. So hat beispielsweise ein geübter Tennisspieler kaum Chancen einen fortgeschrittenen Tischtennisspieler an der Tischtennisplatte zu schlagen – und umgekehrt.

Wer sich für Racketlon interessiert, muss deshalb in allen vier Disziplinen trainieren. Am meisten Spaß macht das natürlich mit Gleichgesinnten. Die findet man zum Beispiel über den Deutschen Racketlon Verband (DRaV). Auf seiner Homepage (www.racketlon.de) listet der Verein unter anderem anstehende Wettkampftermine und lokale Kontaktdaten auf.

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