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Trend­sport­ar­ten

Schlingentraining: Nur nicht hängen lassen

Schlingentraining

Das Schlingentraining ist nichts für schwache Gemüter. Es fordert den ganzen Körper und erreicht sogar die Tiefenmuskulatur. Fitness-Neulinge sollten sich deshalb langsam und im Idealfall unter Anleitung an diesen Trendsport herantasten.

Die Hände in wackeligen Schlingen, der Körper in Schräglage: das Schlingentraining hat es in sich. Auf den ersten Blick sieht es ziemlich harmlos aus, doch wenn man in den Seilen hängt und gegen die Schwerkraft arbeitet, gerät man ziemlich schnell aus der Puste. Schließlich muss man bei sämtlichen Übungen den gesamten Körper unter Spannung halten, um die ständigen Bewegungen des Schlingensystems auszugleichen. Das setzt einen guten Gleichgewichtssinn voraus und eine ordentliche Portion Muskelkraft. Fitness-Neulinge sollten sich also lieber langsam an das Schlingentraining herantasten. Denn beim Trainieren in den Schlingen kann es Ungeübten passieren, dass sie ihren Körper bei den einzelnen Übungen nicht richtig stabilisieren können und so zwangsläufig mit Fehlhaltungen trainieren. Das – sowie das Training bis zur völligen Erschöpfung – provoziert Verletzungen. Wer als Sport-Einsteiger vorbeugen möchte, absolviert seine erste Hängepartie unter Anleitung eines erfahrenen Trainers. Kurse dazu bieten beispielsweise Fitnessstudios an oder Sportvereine.

Liegestützen an Schlaufen? Anstrengender als es aussieht!

Fortgeschrittene können in der Gruppe gleich weiter sporteln oder sich ihr persönliches Schlingentraining nach Hause holen. Der große Vorteil dieses Workouts liegt nämlich darin, dass es sich klein zusammenrollen lässt und transportabel ist. Ob im Wohnzimmer, im Flur oder sogar im Urlaub im Ferienhaus: Die Seile mit den Schlingen lassen sich unkompliziert zum Beispiel an der Tür aufhängen. Für den optimalen Trainingsanreiz wird nach dem Befestigen durch das Verstellen der Seillänge der jeweilige Belastungswinkel gewählt. Dabei gilt z. B. bei Stütz- und Drückübungen, dass ein spitzer Winkel zwischen Körper und Boden mehr Muskelkraft erfordert als ein flacher. Durch die Verstellmöglichkeiten lässt sich das Schlingentraining also auf verschiedene Fitnesslevel einstellen. Neulinge können somit prinzipiell genauso gut ihren Körper stählen wie Sport-Profis.

Schlingentraining bietet von Einsteiger bis zum Profi passende Übungen

Welche Muskeln angesprochen werden, hängt von der jeweiligen Übung ab. Grundsätzlich ist das Schlingentraining ein Ganzkörpertraining, mit dem sogar die Tiefenmuskulatur erreicht wird. Es eignet sich zum Muskelaufbau, zur Gewichtsreduktion, als Krafttraining oder als Programm, um die allgemeine Fitness zu steigern. Wer regelmäßig in den Seilen hängt, tut also etwas für seine Gesundheit und kann sogar körperlichen Beschwerden vorbeugen. Das hat die Physiotherapie schon längst für sich entdeckt. Dort kommen Slingtrainer bereits seit Jahren zum Einsatz, meistens als sanftes Workout mit großer Wirkung.

Unser Fazit lautet deshalb: Das Schlingentraining ist durchaus ein Trend, bei dem es sich lohnt, in mal auszuprobieren. Er ist optimal für alle, die ihre Fitness steigern möchten, aber wenig Lust auf monotones Krafttraining an Geräten oder endlose Ausdauereinheiten haben.