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Trend­sport­ar­ten

Turnen unter freiem Himmel: Trend Outdoor-Fitness

Outdoor-Fitness

Ob Hampelmänner, Klimmzüge oder Skippings: Wer draußen trainiert, braucht keine teuren Sportgeräte. Denn bei der so genannten Outdoor-Fitness ist der eigene Körper Turngerät. Zusätzlich werden z. B. Treppen, Bänke oder simple Geländer genutzt, um sich rundum fit zu machen.

Die Sonne scheint, Vögel zwitschern, ein laues Lüftchen weht: Wie schön wäre jetzt ein Spaziergang in der Natur! Doch stattdessen steht Sport auf dem Programm. Und zwar drinnen unter künstlichem Licht und in einer Luft, die bestenfalls nach Putzmitteln und Schweiß riecht. Immer mehr Hobbysportler fragen sich besonders während der warmen Monate im Jahr, warum sie sich das antun. Vermutlich ist genau das der Grund, warum sich in Deutschland einen Gegenbewegung zu den Fitnessstudios entwickelt. Der Trend heißt Outdoor-Fitness.

Draußen: Sport bei Wind und Wetter

Gesportelt wird unter freiem Himmel, bei Sonnenschein genauso wie bei Regen, an warmen Tagen ebenso wie bei Frost und Schnee. In Kalifornien, Australien und Brasilien, wo sich wegen des warmen Wetters das Leben ohnehin viel mehr draußen abspielt, ist der Wunsch nach Sport an der frischen Luft schon länger zu beobachten. Dort springen, turnen und laufen die Fitnessbegeisterten am Strand und in den Parks. Meistens in der Gruppe, da Sport mit anderen viel mehr begeistert als alleine. Außerdem lassen sich die Blicke der flanierenden Spaziergänger oder dahineilenden Geschäftsleute leichter ertragen, wenn man sich zu mehreren mit Liegestütz und Kniebeugen abquält.

Angeleitet: Kurse in Outdoor-Fitnessclubs

Das Konzept draußen und in der Gruppe machen sich auch in Deutschland immer mehr Profi-Trainer zu nutze – und gründen Outdoor-Fitnessclubs mit ganz unterschiedlichen Namen. Unter Anleitung findet Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining zusammen mit anderen Sportbegeisterten statt. Man trifft sich in Parks auf Wiesen und am Waldrand. Dort wird gelaufen, Wechselsprünge auf Treppenstufen, Hampelmänner, Skippings und Klimmzüge an Geländern gemacht. Statt auf Crosstrainern, Laufbändern, Hantelbänken und Co. wird die natürliche Umgebung als Sportgerät genutzt. Hanteln und Gewichte braucht man nicht, weil der Körper selbst das Trainingsgerät ist. Wie in jedem normalen Fitnessstudio gibt es unterschiedliche Kurse mit verschiedenen Schwerpunkten und Schwierigkeitsstufen. Während sich Anfänger beispielsweise in „Technik-"Kursen treffen, trainieren Supersportler beim „Speed"-Training.

Zusammen: Turnen in der Gruppe

Neben der Begeisterung für die körperliche Betätigung ist für die meisten Outdoor-Sportler die Freude über das Draußensein sowie das Gemeinschaftsgefühl wichtig. Die meisten treffen sich in „ihrer Gruppe" sogar bei Regen oder Frost, häufig entstehen sogar neue Freundschaften. Schließlich verbindet es, wenn man gemeinsam sein Sit-up-Programm absolviert, während einem Schneeflocken um die Nase wehen. Ganz nebenbei pustet die Bewegung an der frischen Luft trübe Gedanken beiseite und im Sommer werden die körpereigenen Vitamin-D-Akkus aufgeladen – völlig kostenlos und ohne Vitamin-Pillen zu schlucken. Überhaupt sind die Kosten ein weiterer Pluspunkt. Denn die meisten Outdoor-Fitnessclubs sind wesentlich günstiger als ihre Indoor-Konkurrenz. Da keine Kosten für Strom und Wasser, Miete und Putzkolonnen anfallen, sind die Monats-, Jahres- oder Kursbeiträge relativ niedrig.

Umsonst: Trainingseinheit auf dem Spielplatz

Für wen sich Outdoor-Sport eignet? Im Grunde für jeden, für Einsteiger und Fortgeschrittene, für Männer und Frauen. Wichtig ist nur eine gewisse Begeisterungsfähigkeit für das Draußensein. Wer das Konzept testen möchte, ohne gleich in ein Fitnessclub einzutreten, der kann einfach mal seine übliche Joggingrunde auf einem Spielplatz beendet. Dort warten die schönsten Sportgeräte nur darauf getestet zu werden: Klimmzüge am Reck, Hangeln am Klettergerüst oder Hüpfen auf dem Trampolin, das alles macht Spaß und belohnt einen mit einem rundum fitten Körper.