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Wandern

Die mehrtägige Tour

Strecke machen beim Wandern ist eine gute Tradition. Nicht nur in Ermangelung eines fahrbaren Untersatzes wurden weite Entfernungen in mehreren Tagesetappen zu Fuß zurückgelegt, auch das Wandern aus religiösen Gründen, also das Pilgern zu Wallfahrtsorten, hat die Menschen immer wieder fasziniert. Viele dieser uralten Wege erfreuen sich heute noch größter Beliebtheit. Und wer beim Wandern auf den Geschmack gekommen ist, nimmt sie dann früher oder später in Angriff, die erste mehrtägige Tour. Es muss ja nicht gleich der komplette Jakobsweg sein. Fernwanderwege gibt es überall in Deutschland, in ganz Europa und bestimmt auch für Sie in erreichbarer Nähe.

Die Vorbereitung

Die mehrtägige Route will sorgfältig geplant sein: Wie viele Kilometer sind an einem Tag zu schaffen? Ist die Übernachtung in einer festen Unterkunft schöner oder soll es ganz abenteuerlich das Zelt sein? Anfänger wählen vielleicht lieber eine bequeme Variante, wandern nur mit Tagesrucksack und lassen sich das übrige Gepäck von einem Tourenveranstalter zur nächsten Unterkunft bringen. Wer die Planung selbst in die Hand nimmt, sollte vorab ehrlich seinen Fitnessgrad einschätzen und die Übernachtungsgelegenheiten in nicht zu großer Entfernung voneinander buchen: 20 Kilometer pro Tag sind für den Anfang genug. Bei anspruchsvollen Gelände mit Steigungen dürfen es auch weniger sein, bei leichten Strecken ist vielleicht ein wenig mehr zu schaffen. Wer eine echte Gepäckwanderung wagt und dabei vielleicht sogar noch Zelt und Campingkocher dabei hat, sollte in jedem Fall vorher das Wandern mit Rucksack trainieren. Dazu kann der Rucksack für die gewohnte Tagestour einfach mit schwererem Gepäck bestückt werden.

Die Ausrüstung

Passende, gut eingelaufene Schuhe und gut sitzende Strümpfe sind der wichtigste Teil der Ausrüstung. Dazu kommen je nach Wetter leichte, dabei jedoch wärmende Funktionskleidung, die nach dem Zwiebelprinzip übereinander getragen werden kann, und eine schützende Regenjacke. Den Tourenrucksack bitte unbedingt im Geschäft Probe tragen, möglichst mit Gewicht! Wichtig ist das Tragesystem: Ein gut sitzender Beckengurt entlastet dabei den Rücken. Wanderstöcke sind kein unbedingtes Muss. Sie können aber besonders beim Bergabgehen bei einem richtigen Einsatz zusätzlichen Halt bieten und Muskeln und Gelenke entlasten. Wer ganz autark sein möchte und auch Zelt, Kocher und Lebensmittel mit sich führen will, sollte sich ausführlich informieren und von erfahrenen Wanderern beraten lassen. Alle jedoch benötigen ausreichend Proviant und Wasser, Sonnenschutz und ein kleines Notfallset. Das Handy ist heutzutage schon fast obligatorisch, bitte auf weiteren Touren an eine Powerbank für das Akkuaufladen denken. Auch eine gute Wanderkarte hat noch im Rucksack Platz.

Die Tour

Endlich geht es los! Im Sommer startet man die Etappe am besten früh am Morgen, um dann in der Mittagshitze eine längere Pause einlegen zu können. Auch sollte man den Tagesabschnitt so planen, dass man vor Einbruch der Dunkelheit sein Ziel erreicht hat. Unterwegs bitte immer mal wieder das Wetter checken. Das geht natürlich mit der passenden App, Geübte bevorzugen aber den Blick an den Himmel. Die optimal gewählte Etappenlänge lässt genügend Zeit für Pausen mit Picknick und für das intensive Genießen besonderer Aussichtspunkte. Und am Abend in der Unterkunft ist dann Zeit für Entspannung. Hier trifft man meist auf jede Menge Gleichgesinnte. Daraus erwachsen oft wahre Wanderfreundschaften, vielleicht geht man die nächste Etappe schon gemeinsam. Oder man plant gleich die nächste Tour zusammen.