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Wandern

Geht direkt in den Kopf: Wandern 

Echte Wanderfreaks wussten es schon lange: Wandern macht nicht nur den Kopf frei, sondern setzt auch neue Denkimpulse. Inzwischen konnte diese subjektive Wahrnehmung durch Studien objektiv bestätigt werden. Grund für mehr Kreativität durch Wandern ist eine verbesserte Durchblutung des Gehirns in Verbindung mit einer vermehrten Ausschüttung des Kreativitätshormons ACTH. Das sorgt für eine deutliche Steigerung der kognitiven Fähigkeiten, Probleme werden kreativer angegangen und erheblich leichter gelöst. Höchste Zeit also, den ersten Schritt zu tun und Raum für Wanderungen zu schaffen.

Stress blockiert Kreativität

Am Arbeitsplatz machen sich gute Ideen bisweilen rar, denn ein hoher Stresspegel blockiert die intelligente Lösung von Problemen. Hektik, Lärm, Zeitdruck und Anspannung legen die Kreativität lahm. Das verkrampfte Sitzen vorm Bildschirm und das immer wachsame Ohr für Handysignale sind ebenfalls kein Katalysator für innovative Denkansätze. Die guten Ideen entstehen daher oftmals außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit. Eine optimale Kombination aus körperlicher Betätigung, Entspanntheit und Wachheit macht's möglich.

Körperliche Aktivität stärkt die Hirnkapazität

Schon kleine Bewegungspausen von der Bildschirmarbeit wirken durchaus anregend. Deren Wirkung verstärkt sich deutlich an frischer Luft. Der ideale Nährboden für kreative Problemlösungen allerdings entwickelt sich beim Wandern. Die Bewegung und das Erleben der Natur sorgen für frischen Wind im Kopf. Gleichzeitig wirkt der Ausblick in die weite Natur entspannend. Und auch viele Alltagsprobleme, die oft so riesig erscheinen und das Denken in ein pausenloses Grübeln verwandeln, werden kleiner und weniger belastend. Das macht den Geist klar und schafft Platz für frische Ideen.

Wandern mit Langzeitwirkung

Studien der Universität Utah und Illinois konnten diverse Pluspunkte in Sachen Kreativität für Wanderer belegen: Zunächst verbessert sich die Durchblutung des Gehirns beim Wandern maßgeblich. Gerade die leichte, jedoch konstante Bewegung bringt dann auch das Kreativitätshormon ACTH in Schwung: Konzentrationsaufgaben konnten von wandernden Probanden besser gelöst werden, Problemstellungen wurden leichter bewältigt.

Die Ruhe in der Natur und die Abwesenheit von PC, Laptop und Handy bilden die Basis für kreatives Denken. Bei Gewohnheitswanderern, die wöchentlich etwa 10 bis sechzehn Kilometer absolvieren, kommt noch ein wichtiger Langzeiteffekt hinzu: Die graue Substanz, die als Teil des Zentralnervensystems wichtige Hirnfunktionen steuert wie Wahrnehmung, motorische Leistung und Intelligenz sowie Gedächtnis, Sprache und Aufmerksamkeit schrumpft deutlich langsamer und später als bei Nichtwanderern. Geistige Fitness und Flexibilität bleiben also länger erhalten.

Die ersten Schritte

  • Anfänger beginnen mit kleineren, aber regelmäßigen Wanderungen, das geht zunächst auch ohne besondere Ausrüstung
  • Während einer Wanderung das Handy ausgeschaltet lassen
  • Pausen mit Ausblick einplanen: Der Blick über weite Landschaften baut Stress ab und lässt Alltagsprobleme kleiner werden
  • Gemeinsame Wanderungen mit Freunden oder Familie planen
  • Geführte Wanderungen können einen guten Einstieg bieten