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Wandern

Wandern schenkt Zeit und Glücksmomente

Es geht bergauf und bergab, durch dunkle Wälder, über blühende Wiesen oder über schneebedeckte Felder. Dabei ist man den Elementen ganz nah: Die Sonne wärmt den Rücken, der Regen erfrischt das Gesicht, der Wind zerzaust die Haare. Und am Abend kommt dann die wohlige Müdigkeit und mit ihr die Zufriedenheit über das Geleistete und mit dem Erlebten.

Klar, Gehen kostet zwar Zeit im Vergleich zu anderen Fortbewegungsarten. Gleichzeitig jedoch schenkt Wandern durch intensives Naturerleben auch Glücksmomente, die über den Tag hinaus wirken und die Bewältigung der alltäglichen Aufgaben leichter machen. Dafür braucht es keine Mammutwanderung. Regelmäßige Wanderungen von einigen Kilometern, für die es keinen festen Zeitrahmen gibt, reichen aus, um die Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ausstieg aus dem Alltag

Im Alltag ist der Takt vorgegeben durch Arbeitsabläufe und feste Termine. Selbst die Pausen im Arbeitstag unterliegen festen Zeiten und sind immer nur von sehr begrenzter Dauer. Dazu kommt die Pflicht der ständigen Erreichbarkeit auch noch nach Feierabend: Das Handy will gecheckt werden, sobald es Laut gibt. Ganz anders beim Wandern: Das Handy ist zwar für Notfälle dabei, bleibt aber ausgeschaltet und wird nur im dringenden Bedarfsfall genutzt. Wer wissen möchte, wie das Wetter wird, schaut nach oben an den Himmel und nicht auf die Wetter-App. Falls Regen naht, hat man Regenkleidung dabei. Oder man legt an einem Unterstand eine extra Pause ein. Schöne Plätze oder Aussichtspunkte auf der Tour laden zum Picknick ein, das von vorgegebenen Zeitplänen komplett unabhängig ist. Anschließend geht es weiter ganz ohne Zeitdruck. Der Ausstieg aus dem Alltag funktioniert aber nur, wenn man für eine Wanderung wirklich mehrere Stunden einplant und am Ende der Tour nicht schon ein neuer Termin wartet.

Zeit mit Familie und Freunden

Chatten, Simsen, Selfies schicken – jeder ist heute jederzeit mit allen verbunden. Doch wie oft bleibt Zeit für echte gemeinsame Erlebnisse? Auf der Wanderung mit der Familie oder mit Freunden bleibt das Handy im Rucksack. Statt sich gegenseitig Selfies zu schicken, schaut man dem Mitwanderer ins Gesicht und lacht gemeinsam. Kinder freuen sich, wenn die Eltern ganz ohne Druck Zeit mit ihnen verbringen. Einfach mal nicht so viel planen, sondern die Dinge ganz entspannt angehen.

Glück in der Natur

Wandern, das bedeutet die Umgebung intensiv wahrnehmen statt sie im Auto vorbeirauschen zu lassen. Wandern ist Entschleunigung pur, wenn man ohne Zeitdruck jederzeit innehalten kann, um Pflanzen, Tiere oder den Wolkenzug zu beobachten. Während der Pause ist Zeit für eine kleine Meditation, bei der mit geschlossenen Augen die Geräusche der Umgebung einfach nur wahrgenommen werden: Das Rauschen des Windes in den Bäumen, das Plätschern und Gurgeln eines Bachlaufs oder das Zwitschern der Vögel. Eine frisch gemähte Wiese und fallendes Herbstlaub verströmen intensive Düfte.

Ebenso sorgt eine Wanderung zu ungewöhnlichen Tageszeiten für spezielle Glücksmomente: Wer ganz früh morgens startet, kann beim ersten Picknick schon den Sonnenaufgang genießen. Oder man wandert in die Abenddämmerung hinein, erlebt dabei das bunte Farbspiel des Sonnenuntergangs oder sucht am dunkler werdenden Himmel nach ersten Sternbildern oder den funkelnden Planeten. In Bewegung kommen auch die Gedanken in Fluss.

Vermeintlich große Probleme des Alltags können klein werden in Anbetracht der vielen kleinen Wunder in der Natur. Regelmäßige Wanderungen werden so zu einer echten Auszeit vom Alltag.