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Yoga bewegt

Yoga-Lexikon: Wichtige Schlüsselbegriffe für ein besseres Verständnis des Yoga 

Wer sich intensiver auch mit den Hintergründen des Yoga befasst, begegnet immer wieder wichtigen Schlüsselbegriffen aus der altindischen Sprache Sanskrit. Das ist die Sprache, in der viele wichtige Texte zum Yoga verfasst wurden. Eine Herleitung der Begriffe und eine kurze Erläuterung helfen beim Verstehen der komplexen Zusammenhänge.

Asana
leitet sich her von der Wurzel „as" für „sitzen" und meint die Sitzhaltung. Gemäß dem Yogasutra von Patanjali ist die Asana immer fest (sthira) und bequem (sukha).

Bandha
leitet sich her von der Wurzel „bandh" für „binden, zusammenfügen". Bandha meint im Hathayoga die bewusst gesetzte Muskelkontraktion mit dem Ziel, die Energie im Körper zu konzentrieren. Es gibt drei Bandhas: Das Mulabandha ist der Wurzelverschluss, der durch die Anspannung des Beckenbodens vorgenommen wird. Das Uddiyanabandha befindet sich in Höhe des Zwerchfells und wird mit Hilfe der Bauchmuskulatur aktiviert. Das Jalandharabandha ist der Kinnverschluss: Bei gestrecktem Nacken senkt sich das Kinn leicht in Richtung Halsgrube. Von Mahabandha, dem großen Bandha spricht man, wenn alle drei Bandhas gleichzeitig aktiviert werden.

Cakra
heißt wörtlich „das Rad", bedeutet aber auch „das Energiezentrum". Nach indischer Vorstellung gibt es sieben Cakras, sechs davon werden entlang der Wirbelsäule vorgestellt, das siebte befindet sich über dem Scheitelpunkt des Kopfes.

Kapalabhati
heißt wörtlich „das Schädelleuchten". Diese Atemtechnik, bei der stoßweise und mit einem Schnaufgeräusch ausgeatmet wird, dient auch der Reinigung. Wichtig dabei ist, dass man nicht in Atemnot gerät.

Kundalini
ist die „Zusammengerollte" und meint die am unteren Ende der Wirbelsäule ruhende Schlangenkraft.

Mantra
ist abgeleitet von der Wurzel „man" für „denken" und bezeichnet ein heilige Silbe oder ein kraftgeladenes Wort.

Mudra
ist abgeleitet von der Wurzel „mud" für „sich freuen" und meint auch die Gesten oder Fingerstellungen, wie sie im Fingeryoga geübt werden.

Om
ist die heilige Silbe des Yoga. In ihr ist alles enthalten, was die Schöpfung umfasst.

Prana
ist der Hauch, aber auch die Lebenskraft.

Pranayama
ist die Kontrolle oder Zügelung des Atems und bezeichnet die Atemtechniken des Yoga.

Tapas
ist abgeleitet von der Wurzel „tap" für „brennen" und meint die innere Glut oder Hitze, die gleichbedeutend ist mit Askese und einer damit verbundenen Reinigung.

Ujjayi
bedeutet wörtlich „die Siegreiche" und ist eine Atemtechnik, bei der im Kehlkopf ein Reibelaut erzeugt wird.