Frau hält Bierflasche in der Hand und streckt andere Hand nach vorne aus - pronova BKK

Alkohol – Prävention für Jugendliche

Erfahre alles über Alkoholkonsum bei Jugendlichen und wie du deine Kinder davon abhältst, exzessiv zu trinken.

Auf einen Blick

  • Alkoholmissbrauch ist bei Jugendlichen oft ein Thema
  • Organische Schäden & Gefahr der sozialen Isolation
  • Wer nicht mittrinkt, ist ein Außenseiter
  • Kinder stärken gegen Gruppenzwang
  • Auch ernsthafte Probleme können ein Auslöser sein
  • Feiern geht auch ohne Alkohol

Vollrausch als Trend unter Jugendlichen

Flatrate-Saufen, Komasaufen und Alkoholexzesse auf dem Pausenhof: Es vergeht kaum mehr ein Tag ohne Meldungen über minderjährige Alkoholopfer. Zum Glück endet nicht jeder Promillerausch im Koma. Doch langfristig gesehen drohen neben ernsthaften organischen Schädigungen, vor allem der Leber und des Gehirns, auch die soziale Isolation und der Marsch ins schulische oder berufliche Abseits. Eltern tun deshalb gut daran, ein waches Auge auf die Trinkgewohnheiten ihres Nachwuchses zu haben.

Schlechte Vorbilder

Traurig, aber wahr: Unsere Kinder werden systematisch zu Alkoholikern erzogen – und dies sogar in allerbester Absicht. Denn zur Geselligkeit gehört nun einmal Alkohol. Kein familiäres Beisammensein ohne Schnäpschen, keine Grillparty ohne Ströme von Bier, kaum eine Feier unter Kollegen, bei der nicht kräftig gebechert und anderentags stolz über Filmrisse und deren Folgen berichtet wird. Wer nicht mithält, ist schnell ein Außenseiter. Im Kreis der Jugendlichen selbst geht es dann auf exakt dieser Ebene weiter: Komm, trink mit uns, heißt es. Und natürlich will man keine Spaßbremse sein – und trinkt weiter mit. Wer trinkt, ist schließlich lustig und hat mehr Spaß. Was nicht weiter schlimm wäre, würde der Alkohol nicht eine wichtige Funktion des Gehirns mit jedem Schluck ein Stückchen weiter außer Kraft setzen: die Fähigkeit, das rechte Maß zu erkennen.

Unser Appell an alle Eltern, Großeltern und erwachsenen Geschwister: Macht eure Kinder, Enkel und Geschwister nicht zu Säufern. Alkohol ist und bleibt eine Droge, die abhängig, süchtig und kaputt macht. Nicht anders als die zu Recht verteufelten sogenannten harten Drogen, höchstens etwas langsamer.

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Stark gegen Gruppenzwang

Doch leider fruchten solche Appelle an die Vernunft der Erwachsenen wenig. Und wenn doch, bleibt die Gefahr, dass die eigenen Kinder im Freundeskreis zum trinken motiviert werden – denn der Gruppenzwang ist stark. Um diesem Mechanismus vorzubeugen, ist eine Erziehung, die den eigenen Kindern von Anfang an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gibt, wichtig. Ganz wichtig: Dem Kind zeigen, dass man ihm etwas zutraut – und vertraut. Das macht Kinder stark. Wer stark ist, hat es nicht nötig, die Anerkennung anderer durch Höchstleistungen im Alkoholkonsum zu gewinnen. Freunde, die das nicht einsehen, verdienen es nicht, unser Freund oder unsere Freundin zu sein. Selbstbewussten Kindern fällt es leichter, hier die Konsequenzen zu ziehen.

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Probleme hinter dem Alkohol

Doch nicht immer sind es die anderen, die durch schlechtes Vorbild oder Gruppenzwang zum Alkoholkonsum verführen. Nicht selten stecken hinter jugendlichem Alkoholkonsum handfeste Probleme, mit denen der oder die Jugendliche nicht fertig wird. Liebeskummer, Probleme in der Schule, am Ausbildungsplatz, Stress mit den Eltern – eine Vielzahl von Gründen kann dazu führen, sich mit Alkohol oder anderen Drogen einer als belastend empfundenen Wirklichkeit vorübergehend zu entziehen, sich zu betäuben, den Weltschmerz zu lindern. Hier als Eltern zu helfen, ist nicht einfach. Denn diese Probleme lassen sich nun mal nicht durch gut gemeinte Ratschläge lösen. Diesen Problemen muss man sich stellen, aber das kann schmerzhaft sein – auch für die Eltern. Und nicht immer dringt man zu seinem eigenen Kind durch. In solchen Fällen sollten Eltern unbedingt professionelle Hilfe zu Rate ziehen, beispielsweise von Suchtberatungsstellen. Wenn du als Elternteil den Eindruck hast, dass familiäre Probleme Auslöser für den jugendlichen Alkoholismus sein könnten, ist unter Umständen auch familientherapeutische Hilfe sinnvoll. Schämen muss sich niemand – Alkoholismus ist weit verbreitet und zieht sich durch alle Bildungs- und Gesellschaftsschichten. Und Hilfsangebote sind dazu da, dass man sie nutzt.

Cocktail-Party ohne Alkohol

Rege bei deinen Kindern doch mal an herauszufinden, wie spaßig eine alkoholfreie Cocktail-Party sein kann. Allein schon die Auswahl der Zutaten, das professionelle Mixen, das liebevolle Dekorieren, das gekonnte Servieren und die belebende Frische dieser Getränke können einen schon fast süchtig machen. Und das wäre in diesem Fall noch nicht einmal schlimm. Wir empfehlen dir zur Anregung "Drinks ohne Alkohol" von Alessandra Redies (erschienen bei Gräfe & Unzer, 3. Auflage 2006, 7,50 Euro). Zum Wohl!

In insgesamt fünf Kategorien konnte die pronova BKK punkten: Sie wurde als als „Top-Krankenkasse" ausgezeichnet, aber auch in 5 weiteren Kategorien ist die pronova BKK mit ihrem Leistungs- und Serviceangebot mit „sehr gut" und „hervorragend" ausgezeichnet worden.

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