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Arbeitsunfähig oder in Quarantäne - was muss ich beim Coronavirus beachten?

Uns erreichen viele Fragen, wie es sich mit Krankschreibungen wegen des Coronavirus oder häuslicher Quarantäne verhält. Wir haben euch die wichtigsten Infos zusammengestellt.

Muss ich für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) in die Arztpraxis?

Ja, denn die Sonderregelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte ist nach derzeitiger Einschätzung der Gefährdungslage nicht verlängert worden. Es gilt wieder die reguläre Versorgung, Patientinnen und Patienten müssen wegen einer möglichen Krankschreibung in die Arztpraxen kommen und sich dort persönlich untersuchen lassen.

Bekomme ich Krankengeld, wenn ich am Coronavirus erkrankt bin?

Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus wird der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin dir eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Wie bei anderen Erkrankungen gilt, wenn du arbeitsunfähig krank bist, zahlt dir dein Arbeitgeber bis zu sechs Wochen dein Gehalt weiter. Bist du danach weiterhin krankgeschrieben, bekommst du ab diesem Tag Krankengeld von deiner pronova BKK.

Was ist bei angeordneter Quarantäne zu beachten?

Weiterhin stecken sich Menschen mit dem Coronavirus an. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, ordnen die Behörden in vielen Fällen eine Quarantäne an. Die Quarantäne gilt in Deutschland auch für Menschen, bei denen lediglich ein Verdacht besteht. Wer in Quarantäne und berufstätig ist, kann nicht mehr arbeiten gehen. Das Infektionsschutzgesetz sorgt in Deutschland dafür, dass die Entgeltfortzahlung weiterhin gesichert ist.

  • Wenn du aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne deine Beschäftigung nicht ausüben kannst, erhältst du ebenfalls sechs Wochen dein Gehalt weiter. Wenn die Quarantäne danach weiter andauert, erhältst du eine Leistung, die dem Krankengeld der Höhe und Berechnung nach entspricht.
  • Für die Kosten der Lohnfortzahlung in dem Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne kann der Arbeitgeber eine Erstattung beantragen.
  • Auch Selbständige können gegen die zuständige Behörde ihren Verdienstausfall geltend machen. Selbstständige oder Unternehmen können auch eine der Soforthilfen beantragen. Die Corona-Soforthilfen müssen in dem Bundesland beantragt werden, in dem die betroffenen Unternehmen und Solo-Selbstständigen ihren Hauptsitz haben. Welche Institution dort zuständig ist, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Alle weiteren gesetzlichen Regelungen finden sich im Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG), zur Erstattung von Lohnfortzahlung z.B. im § 56.

Wir beantworten gern eure Fragen zu den Themen Verdienstausfall oder Erstattung der Lohnfortzahlung unter der Rufnummer 0441 925138-4949.

Wo gibt es aktuelle und verlässliche Informationen zu aktuellen Entwicklungen?

Wir empfehlen für aktuelle Informationen die Webseite des Robert Koch-Instituts. Die dort veröffentlichten Informationen haben grundsätzlich einen Überprüfungsprozess durchlaufen und sind entweder von der WHO oder von der Regierung des betroffenen Landes als korrekt klassifiziert worden. Auch Gerüchten oder unbestätigten Nachrichten, wie sie beispielsweise in sozialen Medien häufig vorkommen, wird seitens des Robert Koch-Instituts bei Bedarf gezielt nachgegangen, um sie zu überprüfen. Die Gesundheitsämter der Kommunen können ebenfalls aktuelle Informationen zur regionalen Lage geben.

Du hast Fragen zum Corona-Virus, die du mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen möchtest, ohne eine Praxis aufzusuchen?
Über unsere Videosprechsprechstunde der TeleClinic kannst du von Montag bis Freitag von 8:00 bis 20:00 Uhr mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen. Ganz gleich, ob es um Corona oder andere Gesundheitsthemen geht.
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