Arbeitszeugnis für deinen Berufsweg

Ein Arbeitszeugnis ist wichtig für deinen beruflichen Werdegang. Doch manchmal kommt es zu Problemen mit den alten Arbeitgebenden. Hier findest du wichtige Ratschläge und Tipps.

Auf einen Blick

  • Die Sprache muss immer wohlwollend sein
  • Achte auf verklausulierte Formulierungen
  • Du solltest dein Zeugnis möglichst sofort erhalten
  • Bei Nichterhalt & unfairem Zeugnis kannst du klagen

Arbeitszeugnis

Ein gutes Arbeitszeugnis ist das A und O für zukünftige Jobs. Deshalb solltest du darauf achten, dass das Zeugnis deines vorherigen Arbeitgebenden keine Fallstricke oder verklausulierte Anspielungen enthält. Das Zeugnis muss laut Gesetz wohlwollende Formulierungen enthalten und darf dir keine Steine in den Berufsweg legen.

Du solltest dein Zeugnis zeitnah erhalten

Grundsätzlich ist dein Unternehmen dazu verpflichtet, im Arbeitszeugnis die Wahrheit zu schreiben. Vom Zeitpunkt der Kündigung an kannst du das Zeugnis verlangen, spätestens 14 Tage nach Verlassen der Firma sollte es dir vorliegen. Ist das nicht der Fall, solltest du deine ehemaligen Arbeitgebenden schriftlich dazu auffordern, dir das Zeugnis unverzüglich zuzusenden. Kommen diese dem auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht nach, hast du die Möglichkeit vor dem Arbeitsgericht Klage einzureichen.

Noch kein Mitglied?

Dann jetzt schnell und einfach online zur pronova BKK wechseln und profitieren.

Jetzt online wechseln

Im Zweifel Rat suchen

Du kannst übrigens auch klagen, wenn dir der Inhalt des Zeugnisses nicht angemessen erscheint. Suche am besten allerdings erst das Gespräch mit deinen ehemaligen Arbeitgebenden. Lass dir bei Änderungswünschen oder dem Einfordern des Zeugnisses jedoch nicht zu lange Zeit, da der Anspruch bereits nach einem Jahr entfallen kann; außerdem benötigst du das Arbeitszeugnis für die Jobsuche.

“Er/Sie war stets bemüht…”

Die meisten Unternehmen stellen dir allerdings gerne ein Zeugnis aus. Wenn du unsicher bist, ob das Zeugnis dir tatsächlich gerecht wird, ziehe lieber eine Fachkraft aus dem Personalwesen zu Rate – die Formulierungen können manchmal etwas knifflig zu entziffern sein.

Vier Beispiele aus der Zeugnissprache:

  • „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ steht für ein „sehr gut“
  • „war stets bemüht“ heißt nichts anderes als „ungenügend“
  • im Rahmen seiner/ihrer Fähigkeiten eingesetzt“ bedeutet „erfolglos“
  • „wusste sich gut zu verkaufen“ umschreibt rechthaberische und wichtigtuerische Mitarbeitende

Mit unserer Service-App „meine pronova BKK“ erreichst du uns jederzeit online – einfach, schnell und sicher. Jetzt im Appstore oder bei Google Play herunterladen.

Du hast weiterführende Fragen? Dann kontaktiere jetzt unsere Expertinnen und Experten mit unserem Gesundheitstelefon, per Chat oder folge uns bei Social Media und bleib immer auf dem neuesten Stand zu Aktionen und News.

Mehr zum Thema