Mann steht mit offenem Hemd am Meer und streckt sich - pronova BKK

Atmung und Entspannung

Du kannst deine Atmung bewusst beeinflussen und damit zu deiner Entspannung beitragen.

Auf einen Blick

  • Viele Menschen atmen zu flach
  • Besseres Körpergefühl durch bessere Atmung
  • Viele Atemübungen sind leicht erlernbar

Gibt es eine Verbindung zwischen Atmung und Entspannung?

Dein Atem versorgt den Körper beim Einatmen mit Sauerstoff und transportiert beim Ausatmen unerwünschte Stoffe gleich mit ab. Wir können zwar etliche Tage ohne Nahrung und kurze Zeit ohne Wasser überleben, doch ohne Atmung geht gar nichts. Kein Wunder also, dass der Atem auch in der Naturphilosophie alter Hochkulturen eine große Rolle spielt: Im Indischen meint „Atman“ nicht nur den Atem, sondern auch das individuelle Selbst oder die Seele. Ähnlich bedeutet der chinesische Begriff „Qi“ neben dem Lebenshauch ebenso die Lebensenergie. Das griechische „Pneuma“ bezieht sich ebenfalls sowohl auf die Luft oder den Hauch wie auch auf den Geist. Es besteht eine spürbar enge Verbindung zwischen deinem Atem und deinem Seelenleben. Viele Menschen atmen zum Beispiel nur sehr flach in den oberen Brustbereich. Auf diese Weise schöpfen sie die Kräfte des Atems nur unzureichend aus. Dabei können wir den Atem – im Gegensatz zum Herzschlag oder Blutdruck – bewusst beeinflussen. Gerade in Situationen, in denen wir vor schwierigen Aufgaben stehen oder Stress empfinden, leistet eine bewusste und ruhige Atmung einen wesentlichen Beitrag zu besserer Konzentration und Entspannung.

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Was leistet die Atmung?

Während ein Säugling etwa 30-mal pro Minute atmet, liegt die Atemfrequenz eines Erwachsenen im Ruhezustand ungefähr bei 15-mal pro Minute. Sobald bestimmte Chemorezeptoren dem Atemzentrum einen hohen Kohlendioxidgehalt des Blutes melden, setzt der Atemreiz ein. Dein Körper braucht den neuen Sauerstoff aus der Atemluft, um die Zellen mit Nährstoffen und Energie zu versorgen und die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Bei der Atmung durch die Nase wird die Luft zunächst gereinigt, angefeuchtet und erwärmt, bevor sie durch die Luftröhre und die Bronchien in die Lungen gelangt. Durch die feine Membran der Lungenbläschen kommt der Sauerstoff aus der Atemluft in das Blut, das im Gegenzug überschüssiges Kohlendioxid mit der ausströmenden Atemluft ableitet. Ausatmung ist also ein wesentlicher Bestandteil der Selbstreinigung des Körpers.

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Wie hilft die Atmung bei der Entspannung?

Atemübungen sind fester Bestandteil überlieferter Meditationstechniken wie Yoga und moderner Entspannungsverfahren. Zunächst geht es darum, den Atem überhaupt nur wahrzunehmen und ihn dabei nicht bewusst zu beeinflussen. Schon das allein hat oft eine beruhigende Wirkung. Aus der flachen Brustatmung wird ganz nebenbei eine tiefere Bauchatmung. Das Atemvolumen erhöht sich. Die bessere Versorgung mit Sauerstoff wirkt sich positiv auf Konzentrationsvermögen und Stimmung aus. Der Herzschlag verlangsamt sich. Gleichzeitig entwickelt sich ein insgesamt besseres Körpergefühl. Einfache Atemübungen sind leicht erlernbar und fast überall durchführbar. Sie helfen im hektischen Berufsalltag, beim Multi-Tasking in Haushalt und Kindererziehung, bei Ungeduld im Stau auf der Autobahn und gegen ein flaues Gefühl im Zahnarztstuhl. Übrigens verschafft auch ein Seufzer spürbare Erleichterung.

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