Hand grieft Bauchfett - pronova BKK

Bauchfett und Übergewicht

Übergewicht ist eines der häufigsten Gesundheitsprobleme. Gerade überschüssiges Fett am Bauch kann zu gesundheitlichen Risiken führen.

Auf einen Blick

  • Bauchfett ist aktives Fett
  • Begünstigt viele Krankheiten
  • Hormone sind für die Fettverteilung verantwortlich
  • Deine Taille richtig ausmessen
  • Bauchfett effektiv loswerden

Gesundheitsgefahr Bauchfett

Jeder hat Stellen an seinem Körper, die er weniger mag – die sogenannten Problemzonen. Wenn das allerdings überhand nimmt, spricht man von Übergewicht bis hin zu Adipositas. Und das ist weit mehr als nur ein optisches Problem. Übergewicht belastet Rücken und Gelenke im Übermaß und ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen.

Während früher allein der BMI das Ausmaß des Übergewichts dokumentierte, rückt heute zusätzlich die Fettverteilung am Körper ins Zentrum, wenn es um die gesundheitlichen Gefahren von Übergewicht geht. Besonders das Bauchfett stellt ein gesundheitliches Risiko dar: Es setzt eine ganze Reihe von Botenstoffen frei, die entzündliche Prozesse, Bluthochdruck und Diabetes begünstigen. So steigt auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall mit zunehmendem Bauchumfang.

Männer sind Äpfel, Frauen eher Birnen

Im wesentlichen sind Hormone für die Fettverteilung am Körper verantwortlich. Daher verteilt es sich auch bei Frauen und Männern unterschiedlich: Während Männer eher dicke Bäuche bekommen, lagert sich das Fett bei Frauen meist an Hüften, Oberschenkeln und Po an. Wenn nach den Wechseljahren allerdings weniger Östrogen produziert wird, nehmen auch Frauen vermehrt am Bauch zu.

Bauchfett ist ab einer bestimmten Menge nicht mehr zu übersehen. Wenn du wissen willst, ob du dich schon in einem Risikobereich befindest, leg einfach mal das Maßband an. Miss dafür deine Taille zwischen Beckenkamm und Rippenbogen. Als gänzlich unproblematisch gilt bei Frauen ein Wert von unter 80 cm, bei Männern dürfen es 94 cm sein. Ab einem Taillenumfang von 88 Zentimetern bei Frauen und 102 Zentimetern bei Männern gilt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen als deutlich erhöht.

Bauchfett mit Folgen

Das Bauchfett, das die inneren Organe umgibt, ist außerordentlich stoffwechselaktiv. Es produziert jede Menge Botenstoffe, die unmittelbaren Einfluss auf unsere Blutgefäße, die Insulinproduktion und den Fettstoffwechsel haben. Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und eine Fettleber mit Fettstoffwechselstörungen betreffen häufiger den Apfel- als den Birnentyp. Auch Normalgewichtige sollten ihren Bauchumfang im Blick haben.

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Ran an den Speck

Falls du zum Apfeltyp gehörst, hast du Glück: Da das Bauchfett besonders stoffwechselaktiv ist, baut es sich nicht nur leicht auf, sondern schmilzt in der Regel bei einer Gewichtsabnahme auch als erstes wieder dahin. Am besten peilst du eine langfristige und dauerhafte Gewichtsabnahme an. Bedenke, dass jedes Kilo zählt, und setze dir realistische Ziele.

Um sein Gewicht dauerhaft zu reduzieren, gibt es verschiedenen Wege: Stelle deine Ernährung um, treibe Ausdauersport und erhöhe deinen Grundumsatz durch gezielten Muskelaufbau. Stelle Gemüse ins Zentrum deiner Mahlzeiten, denn so nimmst du viele Vitalstoffe aber wenige Kalorien zu dir. Meide fettige und süße Fertiggerichte und Snacks und trinke hauptsächlich Wasser oder ungesüßte Tees. Beim Kochen empfehlen wir dir, hochwertige Raps- und Olivenöle zu benutzen und diese sparsam einzusetzen. Auch Fisch ist gesünder als fettige Fleischmahlzeiten. Setze auf Vollkornprodukte und integriere viel zusätzliche Bewegung in deinen Alltag. Besonders Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking kurbeln den Stoffwechsel an. Ein zusätzlicher Muskelaufbau durch moderates Krafttraining sorgt dafür, dass du auch im Ruhezustand mehr Kalorien verbrennst.

Solltest du sehr stark übergewichtig sein, lass deinen Fitness-Zustand durch einen Arzt überprüfen, bevor du sportlich so richtig loslegst.

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