Bewegung für Kinder

Eltern sollten den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern unterstützen. Hier die Tipps:

Auf einen Blick

  • Ein gute Motorik fördert auch die geistige Beweglichkeit
  • Mannschaftsspiele stärken soziale Kompetenzen
  • Gemeinsam macht es noch mehr Spaß

Warum ist Bewegung für Kinder so wichtig?

Kinder haben einen immensen natürlichen Bewegungsdrang: Von klein auf wollen sie krabbelnd, kletternd und laufend die Welt entdecken. Diese natürliche Freude an Bewegung sollten Eltern unter allen Umständen unterstützen, denn so verhindern sie frühzeitig, dass ihre Kinder später übergewichtige Stubenhocker werden. Zudem: Kinderärztinnen und Kinderärzte stellen immer häufiger motorische Defizite bei Kindern fest – dazu muss es nicht kommen, wenn Kinder von klein auf ein sicheres Körpergefühl ausbilden können. Eine gute Motorik zieht außerdem oft eine gute geistige Beweglichkeit und eine gesteigerte Kreativität nach sich und führt ganz nebenbei zu besseren schulischen Leistungen. Schon ein Schwimmabzeichen fördert die Selbstsicherheit und Mannschaftsspiele stärken soziale Kompetenzen. Gegenseitige Rücksichtnahme, Fairness und Einhaltung der Spielregeln sind in vielen Lebenssituationen von großer Bedeutung.

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Welche Regeln sollte ich beachten?

  • Fordere dein Kind ruhig, aber überfordere es nicht. Es geht nicht um Höchstleistungen – im Vordergrund steht die Freude an der Bewegung. Ermutige dein Kind aber, gelegentlich an seine Grenzen zu gehen.
  • Berücksichtige die Wünsche deines Kindes. Gerade jüngere Kinder sollten möglichst viele Bewegungsmöglichkeiten und Sportarten ausprobieren.
  • Schütze dein Kind vor Selbstüberschätzung und Verletzungsrisiken. Bestehe also auf angemessener Schutzkleidung beim Skaten oder Reiten und lasse kleinere Kinder nicht unbeaufsichtigt auf Spielplätzen oder beim Klettern.
  • Bestehe auf Fairplay! Mitspieler nicht foulen; warten, bis man an der Reihe ist; Spielregeln einhalten.
  • Bedenke, dass bei der Bewegung der Spaß im Vordergrund steht und nicht der Leistungsgedanke. Sei Sie also nicht enttäuscht, wenn dein Kind zwar gern Fußball spielt, aber nicht bei einem Turnier mitmachen möchte.
  • Die meisten Kinder haben keine Angst vor schlechtem Wetter. Lass sie auch bei Regen draußen spielen und sorge für Gummistiefel und Regenkleidung. Achte darauf, dass deine Kinder nach dem Spiel die Kleidung wechseln und sich bei Bedarf mit einem heißen Tee oder Kakao aufwärmen.

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Wie motiviere ich mein Kind?

  • Kinder lieben gemeinsame Unternehmungen: Plane also Radtouren oder Geländespiele. Wie wäre es mal wieder mit einer Schnitzeljagd oder einer Schatzsuche im Wald? Kinder bauen auch gern Hütten oder spielen an kleinen Bächen. Lass dich von der Kreativität deiner Kinder anstecken.
  • Gehe möglichst oft mit deinen Kindern schwimmen: So werden sie zu sicheren Schwimmern. Nebenbei bieten sich Ballspiele im Wasser an. Kinder üben auch gern kleine Kunststücke im Wasser wie Handstand oder Purzelbaum. Gerade in diesem Bereich sind sie stolz auf ihre Fähigkeiten und ihren Eltern oft sogar überlegen.
  • Nimm dir Zeit für gemeinsame Waldspaziergänge: Macht dabei Pausen für einen kleinen Wettkampf im Zapfenweitwurf oder balanciert auf Baumstämmen. Geht kleinere Wegabschnitte rückwärts oder übe mit den Kindern Seitwärtshüpfen. Und lasse deinen Kindern Zeit, Kletterbäume zu testen. Gerade beim Klettern werden neben unterschiedlichen Muskelgruppen auch Koordination und Gleichgewicht geschult.
  • Lade befreundete Familien mit Kindern ein: Sucht euch eine Wiese oder einen Park für Ballspiele, Tauziehen, Sackhüpfen, Jonglierübungen, Frisbee oder Laufspiele.
  • Im Herbst und Winter bieten viele Sportvereine sogenanntes Sporteln an: Dabei werden ganze Bewegungslandschaften mit Matten und Spielgeräten aufgebaut. Gemeinsam rutschen, schaukeln, klettern, kriechen, hüpfen und toben ohne Leistungsdruck ist hier die Devise.

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