Binge-Watching – aufgepasst im Lockdown

Wer häufiger einen Serienmarathon vor dem Bildschirm macht, schadet seiner Gesundheit.

Auf einen Blick

  • Was sind die Folgen des Binge-Watchings?
  • Warum leidet der Schlaf unter dem Komaglotzen?
  • Was kannst du im Lockdown stattdessen tun?

Teile dir lieber die Folgen auf mehrere Tage auf und mache nach einem langen Tag im Homeoffice am Bildschirm was anderes als Fernsehen zu schauen. Sonst landest du schnell beim Binge-Watching, auch als „Komaglotzen“ bekannt.

Was sind die Folgen des Binge-Watchings?

Theoretisch konnte man bereits früher mit Videokassetten oder DVDs im Wohnzimmer einen Serienmarathon machen. Da das aber mit größerem Aufwand verbunden war, tat das kaum jemand. Heute gehört es schon fast zum guten Ton, am Wochenende via Streaming Bing-Watching zu betreiben. Wenn die Freunde mitziehen, kann man sich währenddessen in den sozialen Medien über seinen Lieblingsserienstar austauschen. Was diesen sozialen Aspekt angeht, hat das Bing-Viewing, wie es auch genannt wird, sogar etwas Gutes. Aber wie bei so vielem, kommt es auch hier auf die richtige Dosis an. Denn wer es übertreibt, kann sich beispielsweise Schlafprobleme einhandeln. Oft wird es beim Serienmarathon abends zu spät, schließlich schaltet kaum jemand nach einem Cliffhänger ab. Man möchte wissen, wie es weiter geht – und schon ist es nach Mitternacht, ehe der Fernseher ausschaltet wird. Da der nächste Morgen im Homeoffice früh zum normalen Arbeitsbeginn anfängt, sitzt dann manch einer übermüdet in der ersten Videokonferenz.

Warum leidet der Schlaf unter dem Komaglotzen?

Hinzu kommt, dass die Schlafqualität häufig leidet, wenn nach einem Tag im Homeoffice vor dem Laptop, der Abend ebenfalls vor dem Fernsehbildschirm verbracht wird. Diese kognitive Anstrengung kurz vor dem Schlafen gehen, hält den Körper nicht selten vom Schlafen ab. Wer parallel zum Binge-Watching noch am Smartphone daddelt, setzt sein Gehirn zusätzlich unter Stress. Der fehlende Schlaf wiederum kann zu Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und innerer Unruhe führen. Wenn das Binge-Viewing zu exzessiv betrieben wird, kann es sogar Angstzustände oder Depressionen begünstigen. Und was vielfach vergessen wird: Bei übermäßigem Serienkonsum mangelt es an körperlicher Bewegung. Auch um die Ernährung steht es nicht zum Besten, denn die wenigstens Leute setzen sich mit Gemüsesticks und Wasser vor den Bildschirm, um einen Serienmarathon zu machen. Zuckerhaltige Getränke und süße Lebensmittel gehören für viele zum Binge-Watching wie das Popcorn zum Kinofilm.

Was kannst du im Lockdown stattdessen tun?

Was kannst du tun, wenn du merkst, dass du im Lockdown zu intensiv Komaglotzen betreibst? Teile dir die Folgen, die du schauen möchtest, auf mehrere Tage auf. Gucke also lieber abends nur zwei, anstatt zehn. Außerdem solltest du versuchen, vor dem Schlafengehen noch einmal richtig abzuschalten – ohne Fernseher, Laptop oder Smartphone. Um die Schlafqualität zu verbessern, helfen zudem beruhigende Abendrituale, beispielsweise ganz klassisch das Lesen eines Buches. Auch beim Musikhören oder einem Hörbuch lässt es sich gut entspannen. Und nicht zuletzt ist der Lockdown ideal, um mit Meditations- oder Entspannungsübungen anzufangen. Probiere es doch einfach mal aus!

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