Coronavirus 2019-nCoV: Was muss ich jetzt darüber wissen?

Das neuartige Coronav-Vrus 2019-nCoV ist mit den Erregern von Krankheiten wie SARS oder MERS verwandt. Alle drei Erkrankungen wurden durch Corona-Viren verursacht. Wir klären auf, wie man die Krankheit erkennen kann, wer besonders gefährdet ist und wie man sich schützen kann.

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome, die eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus auslöst, reichen von einer klassischen Erkältungssymptomatik mit Husten und Schnupfen bis hin zu grippeähnlichen Symptomen mit Abgeschlagenheit und Fieber. Sie kann auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen und zu Lungenentzündungen führen. Eine Infektion mit Corona-Viren kann anhand der reinen Symptomatik leider nicht klar von einer Grippeerkrankung oder einer schweren Erkältung bzw. Lungenentzündung unterschieden werden. Nur die Laboruntersuchung bringt Sicherheit. Die Wahrscheinlichkeit, an einer echten Virusgrippe oder einem grippalen Infekt zu erkranken, liegt derzeit zumindest in Europa jedoch deutlich höher als das Risiko einer Corona-Virus-Infektion.

Wer ist besonders gefährdet?

Gefährdet sind vor allem Menschen, die unter einer geschwächten Immunabwehr leiden. Auch wer sich kürzlich in einem der Hauptinfektionsgebiete in China aufgehalten hat oder zu Menschen Kontakt hatte, die dort waren, könnte sich infiziert haben. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit kann bis zu 14 Tage betragen. Infizierte sind bereits in dieser Zeit ansteckend, also nicht erst nach Auftreten der Symptome. Das macht den Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus schwierig.

Welche Maßnahmen sollte ich vorsorglich treffen?

Gegen das neue Corona-Virus gibt es noch keine Impfung. Die vorsorglichen Maßnahmen, die jeder treffen kann und auch treffen sollte, sind dieselben wie bei einer Grippewelle: Man vermeidet größere Menschenansammlungen, sorgt möglichst für einen Mindestabstand zu anderen Menschen, verzichtet auf das Händeschütteln zur Begrüßung, wäscht sich regelmäßig die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife und vermeidet unnötige Berührungen von Mund und Nase. Die in Filmberichten aus China zu sehenden und auch bei uns im normalen Handel erhältlichen einfachen Mundschutzmasken bieten keinen Schutz vor dem Corona-Virus, sie können aber das Risiko der Übertragung reduzieren, wenn sie von infizierten Person selbst getragen werden. Reisen in die Infektionsgebiete sollte man unbedingt vermeiden. Welche Länder bzw. Regionen betroffen sind, erfährt man auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

Was sollten Betroffene tun, die fürchten, am neuartigen Corona-Virus erkrankt zu sein?

Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Personen, die Kontakt mit einer an 2019-nCoV erkrankten Person hatten, sollten sich an ihre Ärztin oder ihren Arzt wenden. Wichtig ist vorher anzurufen. Kündigen Sie Ihren Besuch an und schildern Sie, dass Sie in der betroffenen Region waren oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Corona-Virus zur Verfügung?

Eine spezifische, gegen das neuartige Corona-Virus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung. Sehr wirkungsvoll ist jedoch die unterstützende Behandlung der Infektion entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes, die sämtliche unterstützende Maßnahmen umfasst sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen.

Wo gibt es aktuelle und verlässliche Informationen zu aktuellen Entwicklungen?

Wir empfehlen für aktuelle Informationen die Webseite des Robert Koch-Instituts. Die dort veröffentlichten Informationen haben grundsätzlich einen Überprüfungsprozess durchlaufen und sind entweder von der WHO oder von der Regierung des betroffenen Landes als korrekt klassifiziert worden. Auch Gerüchten oder unbestätigten Nachrichten, wie sie beispielsweise in sozialen Medien häufig vorkommen, wird seitens des Robert Koch-Instituts bei Bedarf gezielt nachgegangen, um sie zu überprüfen.

Du hast Fragen zum Corona-Virus, die du besprechen möchtest? Über unseren Ärzte-Videochat kannst du sie montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen.

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