Den Frühling mit Spargel und Erdbeeren genießen

Optisch haben Spargel und Erdbeeren nichts gemeinsam. Doch sehr ähnlich ist, dass beide Sorten zu den ersten frisch geernteten Lebensmitteln im Frühling gehören – und nach den Wintermonaten sehnsüchtig erwartet werden.

Auf einen Blick

  • Wie gesund ist Spargel?
  • Wie lange sind Erdbeeren haltbar?
  • Wie lassen sich Walderdbeeren anbauen?
  • Rezept: Spargel-Erdbeersalat

Frisch auf den Tisch: Lieblingsgemüse Spargel

Ob in Wasser gegart, gedünstet oder in der Pfanne geschmort: Spargel ist immer ein edles und gesundes Gemüse mit feinem Geschmack. Je nach Witterung beginnt die Spargelsaison Mitte bis Ende April und endet traditionell am Johannistag, also am 24. Juni. Seinen Siegeszug auf die Teller trat das königliche Gemüse aber erst mit der aufkommenden Konservenindustrie gegen Ende des 19. Jahrhunderts an, da sich Spargel gut zum Einwecken eignet. In Hunger- und Notzeiten gingen die Erträge auf den Feldern übrigens stets deutlich zurück, weil Spargel aus 90 Prozent zu Wasser besteht. Deswegen musste er Nahrungsmitteln weichen, die stärker und nachhaltiger sättigten. Heute wird er übrigens genau deswegen geschätzt: Bei 85 Kilokalorien pro 500 Gramm ist er optimal für alle, die sich kalorienbewusst ernähren möchten.

Wie funktioniert der Spargelanbau eigentlich?

Das weiße Gold wird vor allem in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg angebaut. Die Kultivierung einer Spargelpflanze ist ein langwieriger Prozess: Im ersten und zweiten Jahr sollte die junge Pflanze ruhen, im dritten kann erstmals rund vier Wochen lang der Spargel gestochen werden, im vierten dann die ganze Saison hindurch. Ab dem sechsten Erntejahr beginnt der Ertrag eines Feldes zu sinken, so dass sich die Anlage nach acht bis zehn Erntejahren meistens nicht mehr rentiert. Neben dem Alter der Pflanzen wirkt sich die Witterung aus: Spargel wächst am besten bei feucht-warmem Wetter. Um immer früher ernten zu können, wird Spargel immer öfter auf beheizten Feldern angebaut. Das hat jedoch genauso eine schlechte Klimabilanz wie der Import aus fernen Ländern. Noch dazu landet er häufig in Plastik verpackt in Supermärkten. Wir empfehlen deshalb, ihn nur zur traditionellen Spargelerntezeit zu kaufen und am besten direkt vom Erzeuger, z. B. auf dem Markt. Ob der Spargel noch frisch ist, erkennst du an den glatten, leicht glänzenden Schnittstellen und am Quietschen, wenn man die Stangen leicht aneinander reibt.

Wie gesund ist Spargel?

Die ersten, die Spargel verwendeten, waren übrigens die Griechen und die Römer. Allerdings schätzen sie ihn zunächst als Heilpflanze. Der griechische Arzt Hippokrates betonte die angeblich stopfende Wirkung, vermutlich die der Wurzel. Auch in den Klostergärten im Mittelalter wusste man um die heilende Wirkung und setzte Spargel gegen Gelbsucht, Gicht, Herzklopfen und Husten ein. Tatsächlich ist Spargel eine richtige Vitaminbombe: Mit 500 Gramm Spargel kannst du deinen täglichen Bedarf an Vitamin C und Folsäure decken. Außerdem enthält das weiße Gemüse noch Vitamin E, B1, B2 sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen. Dadurch zählt Spargel zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten. Auch Bitterstoffe und Asparaginsäure, die am menschlichen Harnstoffzyklus beteiligt ist, kommen vor. Um ihn bekömmlicher zu machen, empfiehlt sich deshalb eine Portion Butter im Kochwasser oder die Butter dazu zu essen. In Maßen genießen sollten Gicht-Patienten Spargel, da er Purine enthält. Diese werden im Körper zu Harnsäure abgebaut und können einen Gichtschub auslösen.

pronova BKK-Bonus

Vorsorgen und deinen Bonus sichern! Wenn du dich fit und gesund hältst, wollen wir dich belohnen!

Zum Bonusprogramm

Saisonales Obst: Vielseitige Erdbeeren

Leckerer Erdbeerkuchen, Erdbeermarmelade oder nur frische Erdbeeren mit Sahne: Die rundlichen Früchte sind eine der beliebtesten Obstsorten. Hierzulande kannst du je nach Witterung ab Mitte Mai bis Ende Juli frische Erdbeeren kaufen. Alles was davor oder danach im Handel erhältlich ist, wurde in der Regel importiert. Das lässt sich bereits am Geschmack erkennen: Erdbeeren, die in Ruhe reifen können und saisonal geerntet werden, können ihr typisches Aroma intensiver ausbilden. Und das schmeckt man! Auch der Anteil an Vitaminen und Nährstoffen ist wesentlich höher als bei Früchten, die man im Winter im Regal findet. Und besonders die enthaltenden Vitamine sind ein Pluspunkt für das runde Obst: Erdbeeren sind deshalb so gesund, weil sie beispielsweise mehr Vitamin C als Orangen enthalten, bereits eine 200-Gramm-Portion deckt den Tagesbedarf. Hinzu kommen reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente, z. B. Eisen und Kalium sowie Ballaststoffe, die wichtig für eine gesunde Darmaktivität sind. Da Erdbeeren zu 90 Prozent aus Wasser bestehen und nur wenig Kalorien haben, sind sie ein Obst zum Sattessen – ohne Figurprobleme befürchten zu müssen.

Warum ist die Erdbeere eine Nuss?

Für den leckeren Geschmack spielt es keine Rolle, ob Erdbeeren zu den Früchten oder zu den Nüssen zählen. Für alle, die Funfacts lieben, aber schon: Botanisch gesehen, sind Erdbeeren Scheinfrüchte, da die eigentlichen Früchte die gelben Nüsschen sind, die sich auf dem saftigen, roten Blütenboden sammeln. Echte Beeren tragen ihre Samen im Inneren – bei der Erdbeere sitzen sie außen und sind von einer harten Schale umgeben, wie es für Nüsse typisch ist. Wenn Vögel und kleine Säugetiere von den Erdbeeren naschen, landen die Samen im Verdauungstrakt. Sie durchwandern diesen unbeschadet, werden ausgeschieden und keimen schließlich weit entfernt von der Mutterpflanze.

Wie lange sind Erdbeeren haltbar?

Erdbeeren sind wegen ihres hohen Wassergehalts druckempfindlich, leicht verderblich und verlieren schnell ihr Aroma. Am besten lagerst du die frisch gekauften Beeren locker ausgebreitet im Gemüsefach des Kühlschranks. Unbeschädigte Erdbeeren halten sich so zwei bis drei Tage. Um das Aroma nicht zu verwässern, werden Stiele und Blätter erst nach dem Waschen entfernt.

Wie lassen sich Walderdbeeren anbauen?

Wer die regionale Erntezeit natürlich und nachhaltig in Richtung Sommer verlängern möchte, der kann Walderdbeeren probieren. Die kleineren, saftigen und aromatischen Beeren sind die Vorfahren der kultivierten, großfruchtigen Erdbeere. Die Pflanzen der Walderdbeere tragen länger und sind im Beet ein dekorativer Bodendecker. Auf dem Balkon lassen sie sich im Blumentopf ziehen. Da Walderdbeeren schnell verderben, eigenen sie sich z. B. als Zusatz im Joghurt oder zusammen mit anderem Obst zum Kochen von Marmelade. Beispielsweise mit den nächsten Früchten, die nach den Erdbeeren im Sommer reifen: Himbeeren, Brombeeren und Blaubeeren.

Rezept: Spargel-Erdbeersalat

Zutaten:

  • 500 g Spargel
  • 300 g Hähnchenbrustfilet (oder vegane Alternative)
  • 200 g Erdbeeren
  • 30 g Butterschmalz
  • 1 EL Zitronensaft
  • 80 ml Sahne
  • 2 EL Sauerrahm
  • 1 TL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer und etwas Zucker
  • 2 EL Mandelblättchen

Zubereitung:

Spargel schälen, in Stücke schneiden und in leicht gesalzenem Wasser ca. 12 Minuten garen. Anschließend abtropfen lassen. Danach das Hähnchenbrustfilet abspülen, in Streifen schneiden und im Butterschmalz anbraten. Salzen, pfeffern, auf Küchenpapier abtropfen und abkühlen lassen. Währenddessen die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Mit dem Zitronensaft und etwas Zucker verrühren.

Für die Soße die Sahne leicht anschlagen, mit dem Sauerrahm und dem Tomatenmark mischen und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Soße mit dem Spargel und den Erdbeeren vermengen. Zum Schluss die Mandelblättchen in einer nicht gefetteten Pfanne anrösten und den Salat damit garnieren.

Ernährungs-Coach: Gesünder essen mit der pronova BKK
Stress im Alltag und permanente kulinarische Verführungen machen eine vollwertige Ernährung zur täglichen Herausforderung. Mit dem kostenfreien pronova BKK Ernährungscoach gelingt es dir trotzdem.

Zum Ernährungscoach

Mehr zum Thema