Hand hält Waffel mit Eis fest - pronova BKK

Eis bei Hitze – richtig oder falsch?

Im Sommer kühlen wir uns gerne mit eiskalten Getränken ab. Aber bringt das überhaupt wirklich was?

Auf einen Blick

  • Eiskaltes kühlt den Körper nicht ab
  • Perfekte Ernährung bei Hitze
  • Heißer Tee kühlt den Körper ab
  • Viel trinken
  • Kühlende Nahrungsmittel
  • Wichtig: Hygiene

Eis gegen heiß? - Von wegen!

Schwüle, heiße Sommertage machen träge und müde. Meist ohne richtiges Frühstück schleppen wir uns antriebslos zur Arbeit, abends werfen wir dann schnell ein paar Würstchen und Schnitzel auf den Grill und genehmigen uns ein eiskaltes Bier dazu. Nachts wälzen wir uns im Bett herum, denn der Magen zwickt und lässt uns nicht zur Ruhe kommen. An erholsamen Schlaf ist nicht zu denken.

Doch es geht auch anders: Für einen guten Start in den heißen Sommertag braucht unser Körper Energie – ein reichhaltiges Frühstück ist hier die Basis. Tagsüber beleben Obst, reichlich Gemüse und Joghurtspeisen. Auf dem Grill punkten im Sommer Fisch und Gemüse mit wichtigen Nährstoffen. Wenn du jetzt das Trinken nicht vergisst, wird der Sommer auch bei hohen Temperaturen ein gesundes Vergnügen.

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Was solltest du im Sommer am besten essen?

Eine gute Grundlage für den Tag schafft ein Frühstück mit Vollkornbrot. Den Käse einfach noch mit ein paar Tomaten- oder Gurkenscheiben und ein paar Salatblättern garnieren oder gleich einen frischen Kräuterquark als Belag wählen. Ein Müsli mit Vollkornflocken und frischem Obst, angemacht mit Milch oder Naturjoghurt, sättigt ebenfalls gut und liefert wichtige Nährstoffe. Mittags bieten sich Salate, kalte Gemüsesuppen, Joghurtspeisen und Obst an. Auch gegen eine leichte Fischmahlzeit ist nichts einzuwenden. Fleischesser müssen im Sommer nicht gänzlich verzichten, sollten aber fettarmes Fleisch bevorzugen und mit dem Fett beim Braten sparsam umgehen. Sahnesaucen gehören ebenfalls nicht in die leichte Sommerküche. Für kleine Zwischenmahlzeiten hält der Sommer reichlich frisches Obst bereit. Milchshakes mit Obst sind im Handumdrehen zubereitet, ebenso wie Smoothies aus Obst oder Gemüse. Mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, wie für eine gesunde Ernährung empfohlen, sollten im Sommer kein Problem sein. Generell solltest du keine zu großen Portionen auf einmal verzehren, damit du deinen Magen nicht zu sehr belastest. Und am besten am Arbeitsplatz immer eine Flasche Wasser auf dem Schreibtisch stehen haben.

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Mit Wärme gegen Hitze

Gehörst du auch zu denen, die bei heißem Wetter eine eiskalte Schorle oder sogar Eiskaffee trinken? Wieso auch nicht – ist doch super erfrischend und kühlt den Körper ab. Falsch gedacht! Nicht ohne Grund bevorzugen Menschen in tropischen Gegenden warmen Tee. Denn eiskalte Getränke muss der Körper erst erwärmen – und verbraucht dabei Energie. Das bringt uns zum Schwitzen. Bei empfindlichen Personen können eiskalte Getränke sogar zu Magenbeschwerden führen. Warme Getränke dagegen regen die Schweißproduktion deutlich weniger an. Außerdem sorgen warme Getränke dafür, dass sich die Blutgefäße in Magen und Darm erweitern. So kann die Flüssigkeit schneller vom Körper aufgenommen werden. Besonders empfehlenswert ist Pfefferminztee, der von Natur aus einen kühlenden Effekt hat.

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Trinken muss sein!

Leitungs- und Mineralwasser sind ideale Durstlöscher bei hohen Temperaturen. Mineralwasser versorgt den Körper nebenbei noch mit wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Natrium. Außerdem empfehlenswert sind Kräutertees und Früchtetees, am besten ungesüßt. Einfach morgens eine Kanne auf Vorrat kochen und kühl stellen, aber nicht eiskalt trinken. Süße Limonaden, Fruchtsäfte, Alkohol und große Mengen Kaffee sind als Durstlöscher nicht geeignet. Eine Apfelschorle dagegen im Verhältnis drei Teile Wasser und ein Teil Saft ist als isotonisches Getränk ideal.

Am besten über den Tag verteilt regelmäßig trinken – also bevor der große Durst spürbar wird, dann ist der Körper immer optimal mit Flüssigkeit versorgt. Wenn die Zunge erst trocken am Gaumen klebt, werden schon die ersten Symptome des Flüssigkeitsmangels spürbar: Wir fühlen uns müde und unkonzentriert. Die Fließfähigkeit unseres Blutes ist eingeschränkt, als Folge können Hirn- und Muskelzellen nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Wenn wir jetzt immer noch nicht trinken, drohen eine verminderte Herztätigkeit bis hin zum Kreislaufkollaps.

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Von Natur aus kühl

Viele Menschen greifen an heißen Sommertagen eher zu einem Salat mit Gurken und Tomaten als zu einem scharfen Chili con Carne. Und damit handeln sie instinktiv richtig: Es gibt nämlich in der Tat von Natur aus kühlende Nahrungsmittel. Während wir im kalten Winter Blattsalate, Gurken, Joghurtspeisen und Melonen links liegen lassen, sind es gerade diese Nahrungsmittel, die wir im Sommer gezielt auswählen: Wir spüren intuitiv ihren kühlenden Effekt.

Die Nahrungsmittel auf ihre thermische Qualität hin als kühlend oder wärmend einzustufen ist wesentliches Merkmal der Traditionellen Chinesischen Medizin: Kühlende Gemüse sind Tomaten, Gurken, Blattsalate, Rhabarber, Blumenkohl, Spargel, Champignons, Zucchini und Brokkoli. Obst wird generell eher als kühlend eingestuft. Bananen, Birnen, heimische Beerenfrüchte, Äpfel, Melonen und allen voran Südfrüchte wie Orangen, Grapefruit, Zitronen und Limetten erfrischen uns im heißen Sommer. Auch Kräuter wie Pfefferminze, Zitronenmelisse, Dill und Kresse bringen zusätzliche Kühlung ins Essen. Fischgerichte und Joghurt sind außerdem zu empfehlen. Ideale Getränke sind Wasser mit Zitronenschnitzen, warmer Tee von Pfefferminze oder Zitronenmelisse, Früchtetee oder Grüntee.

Doch auch ohne genauere TCM-Kenntnisse kann man bei großer Hitze kühlende Nahrungsmittel auswählen, wenn man nur sorgfältig auf sein Körpergefühl hört oder einfach saisonal einkauft. Alle genannten Obst- und Gemüsesorten versorgen uns nicht nur mit Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, sondern bringen gleichzeitig Flüssigkeit mit, die wir im Sommer so dringend brauchen.

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Auch Hygiene ist wichtig

Sommerzeit ist leider auch Salmonellenzeit. Infektionen mit Salmonellen sind keineswegs harmlos, sie verursachen Erbrechen, Durchfälle und Fieber und können besonders für Kinder und ältere Menschen sehr gefährlich sein. Bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit vermehren sich Bakterien geradezu explosionsartig, daher solltest du darauf achten, deine Einkäufe im Sommer möglichst zügig nach Hause zu bringen. Besondere Sorgfalt ist auch in der Küche angebracht. Hygiene ist bei der Zubereitung von Speisen, insbesondere von rohen tierischen Lebensmitteln, außerordentlich wichtig, damit sich eventuell vorhandene Keime nicht vom Putenschnitzel auf Tomaten für den Salat übertragen können. Also Arbeitsbretter, Messer und Hände immer gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen, Spültücher regelmäßig wechseln. Essensreste gehören in den Kühlschrank, ebenso wie im Voraus zubereitete Speisen. Im Sommer besser das Salatdressing mit Öl und Essig wählen und nicht die Mayonnaise mit rohen Eiern – Essig verhindert eine schnelle Vermehrung von Mikroorganismen.

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