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Ernährungstipps für gesunde Zähne

Nicht nur Zucker, sondern auch Säure führt zu Karies und greift den Zahnschmelz an. Erfahre, wie du deine Ernährung zugunsten deiner Zähne umstellst.

Auf einen Blick

  • Zucker und Säure schädigen die Zähne
  • Speichelfluss schützt die Zähne
  • Süßes nur in Maßen
  • Fruchtsäfte enthalten Zucker UND Säuren

Ernährung für gesunde Zähne: Zucker und Säure schädigen die Zähne

Dass zu viele Süßigkeiten den Zähnen schaden, weiß heutzutage eigentlich jeder. Weniger bekannt ist, dass auch Säuren, beispielsweise aus Zitrusfrüchten und -säften, die Zähne angreifen.

In Zahnbelägen lebende Kariesbakterien ernähren sich vom Zucker in der Nahrung. Sie wandeln ihn in Säuren um. Dadurch sinkt der pH-Wert im Mund. In der Folge lösen sich wichtige Mineralien aus dem Zahnschmelz, kleine Entkalkungen – Vorstufen von Karies – können entstehen. Beim Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln greifen die Säuren den Zahnschmelz direkt an. Die beste Schutzfunktion für unseren Zahnschmelz bietet ausreichender Speichelfluss. Unser mineralienhaltiger Speichel kann Säuren neutralisieren und den Zahnschmelz wieder stabilisieren. Daher sind Lebensmittel, die den Speichelfluss – unter anderem auch durch kräftiges Kauen – fördern, wichtiger Bestandteil einer zahngesunden Ernährung.

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Durch Kauen den Speichelfluss anregen

Rohkost aus Gemüse und wenig säurehaltigem Obst ist eine ideale Zwischenmahlzeit. Das kräftige Kauen regt die Speichelproduktion an und reinigt die Zahnoberflächen. Grüne Gemüsesorten liefern besonders viel Kalzium, das wir für einen stabilen Zahnschmelz brauchen. Zwiebeln, Sellerie und Weintrauben greifen sogar die Karies auslösenden Bakterien an.

Milchprodukte und Käse sind wichtige Kalziumlieferanten. Käse bietet noch zusätzliches Potenzial: Sein Fett legt sich wie ein dünner Schutzfilm um die Zähne, der vor Säuren schützt.

Wenn Süßes, dann aber richtig

Natürlich hat jeder zwischendurch Lust auf was Süßes und sollte sich das auch gönnen. Was die Zähne angeht, geht es auch weniger um die absolute Zuckermenge als um die Häufigkeit, mit der die Zähne den Zuckerangriffen ausgesetzt werden. Das Motto lautet daher aus Zahnsicht: „Lieber eine Tafel Schokolade aufeinmal als in vielen einzelnen Stückchen über den Tag verteilt". Längere Pausen geben dem Speichel die Möglichkeit, den Zahnschmelz wieder zu stärken. Eine Alternative sind ansonsten Süßigkeiten mit Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit oder Xylit. Sie schädigen den Zahnschmelz nicht, können aber in größeren Mengen für Blähungen und Durchfall sorgen. Wir empfehlen einen guten Mittelweg.

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Achtung Säfte: versteckte Zuckerbomben

Was Getränke angeht sind Wasser und ungesüßte Tees die zahnfreundlichste Wahl. Grüntee enthält sogenannte Katechine, die Karies-Bakterien in Schach halten. Limonaden und Cola sollten ähnlich zurückhaltend wie Süßigkeiten genossen werden. Auch Fruchtsäfte sind nicht so gesund, wie sie klingen: Neben den angesprochenen Säuren enthalten sie auch reichlich Zucker. Wussten Sie, dass in einem Liter Apfelsaft 36 Stück Würfelzucker enthalten sind?

Ganz wichtig: Nach dem Genuss von säurehaltigen Nahrungsmitteln sollte man auf keinen Fall direkt die Zähne putzen! Es dauert mindestens eine halbe Stunde, bis sich der durch die Säuren aufgeraute Zahnschmelz wieder regeneriert. Putzt man vorher, richtet man eher Schäden an.

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