mutter und zwei kinder unter einer decke

Familien-Alltag während der Coronakrise

In dieser Situation hilft es, dem Tag Struktur zu geben und seinen Kindern Sicherheit zu vermitteln. Dazu gehören auch das „In-den-Arm-nehmen“ und gemeinsame Aktivitäten.

Auf einen Blick

  • Nähe in der Familie ist jetzt besonders wichtig
  • Abstand halten von Risikogruppen
  • Fester Rhythmus gibt Tagen Struktur
  • Sprich mit deinem Kind über seine Gefühle

Zeig deinen Kindern, dass du für sie da bist

Das Sozialleben müsse für einige Monate aufhören, lautet die Empfehlung von Wissenschaftlern, um Infektionsketten zu unterbrechen und den Verlauf der Pandemie zu entschleunigen. Nun dürfen die Kinder ihre Freunde also nicht mehr treffen, es finden keine Geburtstagspartys statt und die Schulen und Kitas sind geschlossen. Aber wie sieht das zu Hause aus? Sollten Eltern auch ihren Kindern gegenüber auf Abstand gehen, um sie nicht mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu infizieren?

Das wäre in dieser Situation das denkbar Schlechteste, was man machen könnte. Denn die aktuelle Coronakrise hat uns alle in einen leeren Tag geworfen. Die Strukturen, die sonst vom Job, Kita und Schule, Sport- oder Musikkursen vorgegeben wurden, sind nun von einem zu anderen Tag weggebrochen. Außerdem haben viele Mütter und Väter Angst vor der Zukunft. Wie schnell verbreitet sich das Coronavirus? Welche Beschränkungenmüssen wir noch in Kauf nehmen? Vielleicht ist der Job in Gefahr, viele Menschen geraten derzeit sogar in Existenznot. Kinder spüren die Sorgen und Nöte ihrer Eltern. Vorausgesetzt du bist nicht nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, solltest du deine Kinder gerade jetzt in den Arm nehmen. Lass sie spüren, dass du für sie da bist. Das gibt ihnen Halt in diesen instabilen Zeiten.

Macht es euch zusammen auf dem Sofa gemütlich

Aber was ist, wenn man das Virus in sich trägt ohne es zu wissen und sein Kind ansteckt? Auch diese Angst sollte dich nicht davon abhalten, es dir zusammen mit deinen Kindern auf dem Sofa gemütlich zu machen und eine Geschichte vorzulesen. Denn Kinder sind am wenigsten gefährdet. Zwar stecken sie sich genauso leicht mit dem Coronavirus an wie Erwachsene, aber sie entwickeln normalerweise kaum Symptome und werden nur selten krank. Allerdings können Kinder trotzdem das Virus übertragen, beispielsweise an die Großeltern. Da diese aufgrund ihres Alters und möglicherweise wegen Vorerkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes zur Risikogruppe gehören, ist hier durchaus Abstand ratsam. Lieber sich eine Weile nur über Skype sehen und per Telefon plaudern, anstatt die Großeltern Sonntagnachmittag zu besuchen. Rede mit deinen Kindern darüber. Schon Kindergartenkids verstehen die Ausnahmesituation sehr gut und machen einen Besuchsverzicht auf Zeit bereitwillig mit.

Dem Tag einen festen Rhythmus geben

Je älter die Kinder sind, desto besser werden sie auch die Hygieneregeln in der Wohnung umsetzen. Denn wenn Familien nun auf engem Raum zusammenleben, sollte jeder die Husten- und Nies-Regeln befolgen und eine gründliche Handhygiene beachten. Also mindestens 20 bis 30 Sekunden lang die Hände gründlich mit Seife und Wasser reinigen. Zusätzlich empfiehlt es sich, alle Zimmer über den Tag hinweg mehrmals gründlich zu lüften. Der psychischen Gesundheit von Klein und Groß hilft es, dem Tag einen festen Rhythmus zu geben. Denn es schafft Sicherheit jeden Morgen zu wissen, nach welchem Muster der Tag abläuft. Manche Familien starten mit einer kleinen Sporteinheit, z. B. Yoga, danach wird gefrühstückt. Ältere Kinder machen vormittags ihre Homeschooling-Aufgaben, während die Eltern im Homeoffice sitzen. Nach getaner Arbeit können sich alle gemeinsam aufs Chillen freuen oder eine Sportrunde einlegen.

Alle Familienmitglieder sind in einer Ausnahmesituation

Trotzdem wird es Momente geben, wo die Emotionen bei dir oder deinem Kind hochkochen. Das ist nur menschlich. Wut, Trauer und Angst sind in diesen Extremzeiten berechtigt und sollten zugelassen werden, um sie zu verarbeiten. Teile deine Gefühle mit deiner Familie, wenn sie übermächtig werden – und ermuntere auch deine Kinder das zu tun. Zu viel Wut im Bauch wird man z. B. los, indem man auf ein Kissen haut. Manchmal hilft auch kaltes Duschen. Angst lässt sich beispielsweise durch Singen bewältigen oder indem man seine Sorgen aufschreibt. Wichtig ist zudem, dass sich jeder in der Familie immer mal wieder kleine Auszeiten nimmt und für sich alleine sein kann. Mit älteren Kindern kann man das alles schon sehr gut in einer Familienkonferenz besprechen, einen Tagesablauf festlegen und gemeinsam verschiedene Notfallvarianten entwickeln.

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