Frau macht Fazientraining - pronova BKK

Faszientraining

Unterstütze deine Faszien mit einfachen Übungen bei der Regeneration.

Auf einen Blick

  • Bewegungsmangel und Überforderung sind schädlich
  • Faszien enthalten viele Schmerzrezeptoren
  • Ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche reichen aus

Was sind Faszien?

Faszien sind feine Bindegewebsstrukturen, die deine Muskeln, Organe, Knochen, Sehnen und Bänder umhüllen, zusammenhalten und voneinander trennen. Sie sind straff oder locker und dabei immer elastisch und anpassungsfähig. Darüber hinaus sorgen sie für einen ungehinderten Fluss der Lymphe und ermöglichen so eine effektive Immunabwehr. Sie sind wirkungsvolle Stoßdämpfer, schützen vor ruckartigen Veränderungen der Spannung und ihre Elastizität steigert unsere Beweglichkeit. Sie helfen bei der Kraftübertragung und unterstützen eine gute Koordination. Sie schützen die Muskeln auch vor Überlastung.

Wozu ist das Faszientraining gut?

Durch Dauersitzen und generellen Bewegungsmangel, aber auch als Folge von einseitiger Beanspruchung oder Überforderung bei sportlichen Aktivitäten können die Faszien spröde werden oder verkleben. Schmerzen und Verspannungen lassen dann nicht mehr lange auf sich warten, denn die Faszien enthalten viele Schmerzrezeptoren. Auf Sport gänzlich zu verzichten, ist hier übrigens der falsche Weg. Du solltest deine Faszien vielmehr regelmäßig mit einfachen Übungen zu Hause lockern und trainieren. Für den Anfang reicht dafür ein Tennisball, doch die Investition in eine spezielle Faszienrolle ist empfehlenswert.

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Welches Training macht Sinn?

Dein Bewegungspensum bestimmt, ob deine Faszien geschmeidig und beweglich bleiben oder starr und spröde werden: Laufbewegungen üben Druck auf die Faszien aus und tragen so zu deren optimaler Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen bei. Aber ein Zuviel kann besonders bei Ungeübten schmerzhafte Verhärtungen zur Folge haben. Ein spezielles Faszientraining mit einem Tennisball oder einer Faszienrolle aus festem Schaumstoff massiert sanft, entspannt die Muskulatur und sorgt für ein Plus an Beweglichkeit. Diese Form der Regeneration solltest du auf den Abend verlegen, da die Übungen müde machen können. Für die Wade und Achillessehne probiere mal folgende Übung: Als Ausgangsposition setzt du dich auf den Boden und legst ein Bein gestreckt im Bereich der Achillessehne auf einen Tennisball oder eine Faszienrolle. Das andere Bein steht leicht angewinkelt auf dem Boden. Dann drückst du dich mit den Händen leicht nach oben und hebst den Po vom Boden ab. Roll nun langsam von der Ferse zur Mitte der Wade und wieder zurück. Einige Male wiederholen und die Seite wechseln. Den Unterschenkel nicht während der Rollbewegungen drehen!

Du wirst schnell merken, wie gut dir diese sanfte Massage tut und zum Glück gibt es zahlreiche Übungen für die Entspannung und Aktivierung des ganzen Systems. Ein bis zwei Übungseinheiten pro Woche solltest du aber nicht überschreiten, da die Faszien ein sehr empfindliches Gewebe sind.

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