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Fettleber und ihre Ursachen

Lange machte man Alkohol für eine vergrößerte Leber verantwortlich. Doch auch Zucker kann zu einer Verfettung des Stoffwechselorgans führen.

Auf einen Blick

  • Zucker kann zur Fettleber führen
  • Symptome bleiben oft unerkannt
  • Fettleber begünstigt Diabetes
  • Eine gesunde Lebensweise hilft

Fettleber durch Zucker?

Eine Fettleber wird gemeinhin mit übermäßigem Alkoholkonsum assoziiert. Doch auch ein zu hoher Zuckerkonsum führt oft zu einer krankhaften Vergrößerung des Stoffwechselorgans. Schätzungen besagen, dass sogar jeder Dritte eine vergrößerte Leber hat – oft unbemerkt. Denn die ersten Symptome wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Blähungen, Völlegefühl oder Druck im rechten Oberbauch werden oft als harmlos abgetan. Meist wird die Fettleber zufällig bei einem routinemäßigen Ultraschall oder einer Blutuntersuchung festgestellt. Jetzt gilt es zu handeln, denn eine verfettete Leber erhöht das Risiko für Leberentzündungen, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Eine veränderte Lebensweise mit einer Reduzierung des Zuckerkonsums und einem Plus an Bewegung trägt zu einer deutlichen Erholung der Leber bei.

Hoher Zuckerkonsum begünstigt Fettleber

Eine Fettleber ist eine Wohlstandserkrankung und die Folge des Überangebots an Nahrung und Kalorien. Früher machte man fast ausschließlich Alkoholkonsum oder eine zu große Fettzufuhr für die krankhafte Vergrößerung der Leber verantwortlich, doch heutzutage weiß man, dass auch ein hoher Zuckerkonsum, besonders in Form von Fruktose, die Verfettung der Leber begünstigt. Fruchtzucker, der zum Beispiel in zuckerhaltigen Getränken oder Fertigprodukten zu finden ist, kann von der Leber nicht komplett verarbeitet und abtransportiert werden. Vielmehr werden die kurzkettigen Kohlenhydrate in Fettsäuren umgewandelt und für Notzeiten in die Leber eingelagert. Bei einem ständigen Nachschub an Zucker verfettet die Leber dabei zusehends – ein erhöhtes Erkrankungsrisiko ist die Folge.

Fettleber vergrößert Diabetes-Risiko

Diabetes zählt nicht nur zu den möglichen Ursachen einer Fettleber, sondern kann auch durch diese ausgelöst werden. Die verfettete Leber produziert selbst mehr Zucker, der den Blutzuckerspiegel dauerhaft hoch hält. Die Körperzellen sind nicht mehr in der Lage, den Zucker aufzunehmen. Dadurch entsteht eine Insulinresistenz – die Vorstufe von Diabetes Typ 2. Außerdem gibt die Leber einen Botenstoff (Fetuin A) ab, der die Insulinresistenz zusätzlich erhöht und Entzündungen begünstigt, die das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Auch die Leber selbst kann erkranken: Eine Entzündung (Hepatitis) mündet in eine Leberzirrhose, die wiederum ein erhöhtes Leberkrebs-Risiko mit sich bringt. Fettstoffwechselstörungen gehen ebenfalls häufig mit einer Fettleber einher.

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Wie kann ich einer Fettleber vorbeugen?

Die gute Nachricht: Bei einer entsprechenden Änderung der Lebensweise kann sich eine Fettleber bis zu einem gewissen Grad wieder zurückbilden. Am besten ist es allerdings, wenn du eh gesund lebst und es dadurch gar nicht erst zu einer Fettleber kommt.

Was du tun musst: Reduziere deinen Zuckerkonsum und vermeide gesüßte Getränke. Übrigens liefern auch reine Fruchtsäfte und süßes Obst eine große Menge an Fruchtzucker, die deiner Leber schaden können. Lasse beim Einkauf Produkte mit einem hohen Anteil an Maissirup oder Fructose-Glucose-Sirup besser gleich im Regal liegen, meide Fastfood und Fertigprodukte. Trinke am Besten nur wenig Alkohol, er wird ähnlich wie Zucker verstoffwechselt und belastet die Leber übermäßig. Und bewege dich viel, drei Sporteinheiten pro Woche oder täglich ein zügiger Spaziergang helfen, Übergewicht vorzubeugen oder abzubauen.

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