Mann mit Bart hält ein Stück Fleisch in seiner Hand - pronova BKK

Flexitarisch – was heißt das?

Erfahre alles über das Ernährungskonzept der Flexitarier. Vielleicht eignet es sich ja auch für dich?

Auf einen Blick

  • Fleisch nur an wenigen Tagen der Woche
  • Flexitarische Ernährung ist einfach
  • Flexitarisch lebende Menschen achten auf Gesundheit
  • Hohe ethische Ansprüche

Flexitarische Ernährung: wie geht das und wie viel Fleisch ist erlaubt?

Bestimmt hast du auch schon mal den Begriff “flexitarisch” gehört. Menschen, die sich auf diese Weise ernähren, leben hauptsächlich vegetarisch. An wenigen Tagen der Woche essen sie allerdings Fleisch – doch dann bewusst qualitativ hochwertiges. Die Gründe dafür variieren, je nachdem, wen man fragt: Manche Flexitarierinnen und Flexitarier wollen gesünder leben, andere sind gegen die Massentierhaltung und wollen mit ihrem Fleischverzicht auch ein Zeichen für verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen dieser Erde setzen. Gut jeder Zehnte verzichtet Umfragen zufolge wenigstens zeitweise komplett auf Fleisch, Frauen deutlich häufiger als Männer – Tendenz steigend. Angeblich schätzt sogar etwa die Hälfte der Deutschen einen hohen Fleischkonsum als kritisch ein.

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Speiseplan auf flexitarisch

Vegetarische Speisen und Fleischkonsum schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander in einem flexiblen Rhythmus. Anfang der 1990er Jahre wurde der Begriff „Flexitarier" als eine Zusammensetzung von „flexible" und „vegetarian" in den USA geprägt. Seit der Zeit finden sich immer häufiger auch vegetarische und vegane Gerichte auf den Speisekarten herkömmlicher Restaurants, sodass eine flexitarische Ernährung kein großer Aufwand mehr ist.

Ein Konzept, viele Beweggründe

Flexitarisch lebende Menschen beschäftigen sich intensiv mit ihrer Ernährung und der Erzeugung von Lebensmitteln. Sie achten auf ihre Gesundheit und wissen, dass ein zu hoher Fleischkonsum das Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herz-/Kreislauferkrankungen deutlich erhöht. Außerdem haben sie hohe ethische Ansprüche in Sachen Tierwohl. Sie essen zwar gern Fleisch, setzen sich aber für eine artgerechte Tierhaltung ein und eine nachhaltige Erzeugung. Massentierhaltung, die das Grundwasser mit Gülle flutet, große Anbauflächen für Futtermittel verschlingt und enorme Wassermassen verbraucht, lehnen sie rigoros ab. Sie sehen sich nämlich gegenüber der Umwelt in der Pflicht.

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Fauler Kompromiss oder gesunde Lebensweise?

In den Augen von vegetarisch und vegan lebenden Menschen handeln Flexitarierinnen und Flexitarier nur halbherzig, wenn sie das Töten von Tieren für den menschlichen Verzehr nicht komplett ablehnen. Artgerechte Tierhaltung ist flexitarisch Lebenden allerdings ein echtes Anliegen. Der durchschnittliche Fleischkonsum in Deutschland ist mit etwa 60 kg pro Kopf und Jahr deutlich zu hoch, darin sind sich Ernährungsfachleute einig. Flexitarierinnen und Flexitarier reduzieren ihren Konsum durch einen Teilverzicht auf ein angemessenes Maß, ohne dabei eine Fehlversorgung mit Vitalstoffen zu riskieren. Durch die komplett fleischfreien Tage ist die Versorgung mit viel Gemüse und Obst schon fast garantiert. Wenn du den Einkauf beim regionalen Bauernhof oder Wochenmarkt jetzt noch mit dem Rad erledigst, kommt auch die Bewegung nicht zu kurz, die immer Teil einer gesunden Lebensweise sein sollte.

Stress im Alltag und permanente kulinarische Verführungen machen eine vollwertige Ernährung zur täglichen Herausforderung. Mit dem kostenfreien pronova BKK-Ernährungs-Coach gelingt es dir trotzdem.

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