Gesunde Haare, schöne Haare

Gesunde Haare sind schöne Haare. Die Haare sind jedoch vielfältigen Strapazen ausgesetzt, die man ihnen leider oft auch ansieht. Und nicht selten fehlen einfach die für gesunde Haare wichtigen Nährstoffe. Wir haben einige Tipps zur Haargesundheit für dich zusammengestellt.

Auf einen Blick

  • Was schadet deinen Haaren?
  • Wie geht Haarpflege von innen?
  • Alles für die natürliche Haarpflege

Schadet Sonne deinen Haaren?

Die UV-Strahlen dringen tief ins Haar ein und bleichen es aus. Außerdem reduziert länger anhaltende Sonneneinstrahlung den Feuchtigkeitsgehalt und wirkt so regelrecht austrocknend. Ein dauerhafter Schutz vor der Sonne ist besonders bei hellem oder aufgehelltem Haar angeraten, da es ein Sonnenbad meistens stärker beansprucht als naturbelassenes dunkles Haar – das enthält nämlich Melanin, das wie ein eingebauter Sonnenschutz wirkt. Schutzsprays und Pflegeöle für die Haare können am Strand oder Pool als direkter Sonnenschutz eingesetzt werden. Sie verbleiben im Haar und sollten nach dem Baden erneuert werden – auch wenn sie als „wasserfest“ ausgewiesen sind.

Außerdem ist das Zusammenbinden eine einfache Methode, um lange Haare im Sommer zu schützen. Denn locker hochgestecktes oder geflochtenes Haar bietet der Sonne weniger Angriffsfläche. Allerdings solltest du keine Spangen oder andere Haaraccessoires aus Metall verwenden. Sie können sprödes Haar brechen, im Sonnenschein heiß werden oder sogar oxidieren.

Tipp: Aufenthalte in der Sonne reduzieren oder eine Kopfbedeckung tragen. Nach dem Sonnenbad kannst du deine Haare mit einem After-Sun-Conditioner oder einer Spülung mit Extrakten aus Weizenkeimen pflegen.

Meer und Schwimmbad: Nicht immer gut für die Haare

Salz- und Chlorwasser bleichen das Haar und trocknen es aus. Darum empfiehlt es sich, nach dem Strand- oder Freibadbesuch die Haare gründlich mit Süßwasser auszuspülen. Steht eine Dusche vor Ort, kann man die Haare dort waschen. Ansonsten sollte man zu Hause direkt unter die Dusche.

Unser Pflegetipp: Nach dem Bad Haaröl mit Wirkstoffen aus z. B. Kokosnuss, Neemblättern, Sheabutter oder Mangoextrakten anwenden. Spannt zusätzlich die Kopfhaut, ist eine Spülung mit Kamillentee wohltuend und anschließend eine Haarkur mit Aloe vera. Beides lässt sich aus einer Handvoll Kamillenblüten und reinem Aloe vera Gel prima selbst machen.

Schadet eine zu häufige Wäsche den Haaren?

Die tägliche Haarwäsche ist für die meisten Menschen obligatorisch. In Verbindung mit Shampoos wird den Haaren oft viel Fett entzogen. Zugleich wird auch die Kopfhaut gereizt – es kommt zu stärkerer Fettproduktion. Die Haare wirken dann schnell wieder fettig, scheinen also der erneuten Wäsche bedürftig. Tatsächlich ist es aber so, dass sich die Fettproduktion durch die Häufigkeit der Haarwäsche beeinflussen lässt. Gehst du dazu über, die Haare nur alle zwei oder drei Tage zu waschen, reguliert sich die natürliche Fettproduktion schon bald – und die Haare sehen auch am zweiten oder dritten Tag noch gut aus. Alternativ zu Shampoos kann man für die Haarwäsche auch Lavaerde und Haarseife verwenden. Sie unterstützen das Haar bei der natürlichen Regeneration.

Ein Tipp noch zur Wassertemperatur: Heißes Wasser irritiert und dehydriert die Kopfhaut. Als direkte Folge nehmen die Haare Schaden. Tatsächlich ist lauwarmes Wasser wesentlich besser, um das Haar gesund zu halten. Wer mag, gönnt ihm ab und zu eine Spülung mit einem besonders mineralstoffarmen Mineralwasser. Es enthält anders als Leitungswasser nur wenig oder gar keinen Kalk und verleiht den Haaren einen gesunden Glanz.

Zu heiß, zu lang, zu nah – der Fön trocknet Haare und Kopfhaut aus

Die heiße Luft vom Fön wirkt zusätzlich austrocknend. Besser ist es, die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Wer nicht auf den Fön verzichten möchte, stellt ihn nicht auf volle Power – oder hält ihn rund 20 Zentimeter vom Kopf entfernt. Ähnlich vorsichtig sollte man bei Trockenhauben sein.

Und noch ein Tipp zur Trocknung: Nasses Haar besser nicht trocken rubbeln, sondern die Feuchtigkeit mit dem Handtuch nur ausdrücken.

Mütze: Gut gegen Kälte, oft schlecht für die Haare

Unter dicken Wollmützen mit einem Innenfutter aus Polyester geraten Haaransätze erst richtig ins Schwitzen. Und die Haare reagieren nicht selten mit elektrostatischer Aufladung sowie mit Spliss durch die Reibung am Stoff. Besser sind Mützen aus reinen Naturmaterialien, die atmungsaktiv sind und trotzdem warmhalten.

Besonders haarfreundlich sind sie mit einem Innenfutter aus Satin oder Seide. Wer eine solche Mütze nicht im Laden findet, kann sich so ein Innenfutter mit Nadel und Faden selbst einnähen.

Für lange Haare gilt darüber hinaus: Öfter mal einen Zopf tragen oder eine Hochsteckfrisur machen. Das schont die Spitzen, die sich an Tüchern, Schals und der dicken Winterkleidung kaputt reiben können.

Auf die richtige Bürste kommt es an

Haarbürsten sind die Beautyhelfer schlechthin. Bis man allerdings die für das eigene Haar und die Frisur geeignete Bürste gefunden hat, kann etwas dauern. Am besten probierst du einige Modelle durch.

Tipp: Naturborsten pflegen und entwirren das Haar gleichzeitig. Allerdings sind sie relativ weich und greifen beim Volumenfönen oft zu wenig. Mit einem Mix aus Natur und Synthetik vereint man das beste aus zwei Welten und bekommt eine Bürste, die sanft zum Haar ist, aber trotzdem Grip hat.

Wusstest du, dass Bürsten nicht nur dem Haar gut tut, sondern ebenso der Kopfhaut? Diese wird besser durchblutet und versorgen die Haarwurzeln mit mehr Nährstoffen, was das Haar kräftigt und stärkt.

Wie geht Haarpflege von innen?

Da Haare aus Proteinen aufgebaut sind, benötigen sie Eiweiß. Käse, Eier, Tofu, Hülsenfrüchte und Nüsse liefern viel von dem wichtigen Stoff. Auch mageres Fleisch und fetter Fisch geben den Haaren was sie brauchen. Ebenfalls wichtig sind Spurenelemente wie Kupfer, Eisen und Zink sowie die Vitamine B, A und C. Diese findest du vor allem in frischem Gemüse und Obst, aber zum Beispiel auch in Milchprodukten.

Zusätzlich ist es wichtig viel zu trinken, vorzugsweise Wasser. Für Abwechslung sorgen ungesüßter Tee und ab und zu eine Saftschorle. Kieselsäurehaltige Tees wie z. B. Schachtelhalmtee dienen ebenfalls der Kräftigung der Haare.

Alles für die natürliche Haarpflege

Haarpflegeprodukte enthalten oft unnötig viel Chemie. Dabei ist es ganz einfach, die Haare auf natürliche Weise gesund zu erhalten. Die Mittel lassen sich einzeln anwenden oder auch miteinander kombinieren. Probiere doch einfach aus, was deinen Haaren gut bekommt!

Ei

Spröden Haaren kann eine Haarkur mit Ei helfen. Du brauchst dafür: ein Eigelb, ein TL Honig und zwei EL Olivenöl.

Erwärme im Wasserbad das Olivenöl zunächst leicht (bis auf ca. 40 Grad). Gebe dann den Honig dazu, bis er sich verflüssigt hat. Zum Schluss rührst du den Eidotter in die abgekühlte Öl-Honig-Mischung. Diese Mixtur knetest du Strähne für Strähne in die Haare. Um die Wirkung zu verstärken, kannst du den Kopf mit Frischhaltefolie umwickeln. Danach machst du dir aus einem Handtuch einen Turban und lässt die Ei-Öl-Honig-Kur rund 30 Minuten einwirken. Später wäschst du das Ganze mit einem milden Shampoo aus.

Apfelessig

Apfelessig ist als Haarpflegemittel altbekannt. Er bringt Glanz und kann gegen Schuppen und trockene Kopfhaut helfen. Auch bei fettigen Haaren verschafft Apfelessig Abhilfe. Du kannst mit Apfelessig beispielsweise eine Kopfmassage machen. Dadurch wird die Kopfhaut angeregt und das Haarwachstum gefördert. Auch für eine Spülung kannst du Apfelessig verwenden: Mische etwas Apfelessig mit Wasser und gieße diese Spülung über die Haare. Der starke Geruch verschwindet, sobald die Haare trocken sind – somit ist kein Auswaschen nötig.

Brennnessel

Brennnessel ist ein altes Hausmittel gegen Haarausfall, Kopfhautjucken, Schuppenbildung oder auch stark fettendes Haar. Natürlich gibt es fertige Haarpflegeprodukte mit Brennnessel zu kaufen. Doch aus 500 ml Apfelessig, einer Handvoll Brennnesseln und 500 ml Wasser kannst du dir selbst ein Haarwasser herstellen. Zerkleinere zunächst die gepflückten Brennnesseln mit einem Küchen- oder Wiegemesser. Danach gibst du die Brennnesseln in einen Topf, fügst das Wasser hinzu und den Apfelessig. Alles gut verrühren und bei mittlerer Temperatur zum Kochen bringen. Sobald es im Topf zu sprudeln beginnt, wird die Temperatur heruntergedreht. Anschließend lässt du den Kräuter-Essig-Sud gute zehn Minuten ziehen. Das Haarwasser wird gründlich in die Kopfhaut einmassiert. Tipp: In einer dunklen Flasche im Kühlschrank kannst du das selbst gemachte Haarwasser einige Zeit aufbewahren.

Hanföl

Im Hanföl wirkt zweierlei: Die in ihm enthalten Fettsäuren stimulieren das Wachstum der Haare und wirken gegen trockene Kopfhaut. Außerdem stärkt Hanföl das Haar, weil es dieses mit Protein versorgt. Massiere einige Esslöffel des Öls in die Kopfhaut ein. Nach 20 Minuten kann das Öl ausgewaschen werden.

Heilerde oder Lavaerde

Heil- oder Lavaerde hilft vor allem bei fettigen Haaren, indem sie der Kopfhaut alles überschüssige Fett entzieht und die Talgdrüsen reinigt. Für eine Kur mit Heil- oder Lavaerde mischst du rund zwei Esslöffel Erde mit fünf Esslöffel lauwarmem Wasser, so dass eine Art Brei entsteht. Dieser wird wie Shampoo auf Kopfhaut und Haare aufgetragen. Kurz einwirken lassen und anschließend mit viel lauwarmem Wasser ausspülen.

Honig

Honig spendet Feuchtigkeit und hilft so gegen mattes, sprödes Haar – und bringt es wieder zum Glänzen. Für eine Honigspülung mischst du einen Esslöffel Honig mit 200 ml Wasser und eventuell einem Spritzer Essig. Anschließend gibst du die Mischung auf die gewaschenen, noch feuchten Haare und lässt sie mindestens fünf Minuten einwirken. Danach wird alles mit lauwarmem Wasser ausgespült.

Kokosöl

Kokosöl wird nachgesagt, dass es bei Haarausfall hilft, das Haarwachstum anregt und die Haare gesünder aussehen lässt. Zudem soll es die Regeneration von trockenen und spröden Haaren unterstützen. Für eine Anwendung erwärmst du einen Teelöffel Kokosöl in einem Wasserbad. Das angenehm warme Öl trägst du vor dem Haarewaschen in das noch trockene Haar auf. Massiere es außerdem in die Kopfhaut ein. Nach einigen Minuten Einwirkzeit kannst du die Haare wie gewohnt waschen.

Kamille

Kamille wird wegen seiner beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkung in der Naturmedizin geschätzt und seit Jahrhunderten angewendet. Eine Spülung mit Kamille kann Entzündungen reduzieren und dabei helfen, dass Rötungen der Kopfhaut schnell zurückgehen. Auch gegen Schuppen wirkt Kamille. Übergieße vier Teebeutel mit einem Liter heißem Wasser. Den kalten Sud massierst du auf der Kopfhaut ein. Anschließend 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Salbei

Auch eine Salbei-Tinktur wirkt beruhigend auf die Kopfhaut. Vor allem ist die Pflanze jedoch für ihre Anti-Schuppen-Wirkung bekannt. Wer mag, testet den Sud ebenfalls gegen leicht ergraute Haare oder bei Haarausfall. Brühe zwei Esslöffel Salbei mit 500 ml kochendem Wasser als Tee auf. Nach einer Ziehzeit von drei bis vier Stunden werden die Haare nach einer Wäsche mit Shampoo mit dem Tee gespült. Die Spülung kann regelmäßig wiederholt werden.

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