junge Menschen mit gelbem Shirt stehen im Kreis - pronova BKK

Gesunde Lebenswelten Projekte bei der pronova BKK

Erfahre alles zu den gesunden Lebenswelten Projekten der pronova BKK und wie auch du Gesundheitsförderprogramme ins Leben rufen kannst.

Auf einen Blick

  • Gesundheitsförderungsprojekte
  • Förderung von Schulen und Vereinen
  • Analyse, Maßnahmenplanung
  • Umsetzung, Evaluation

Gesunde Lebenswelten

Die pronova BKK engagiert sich stark in Gesundheitsförderungsprojekten in sogenannten gesunden Lebenswelten. Prävention setzt hier nicht bei der oder dem Einzelnen an, sondern bei Gruppen von Menschen, die regelmäßig aufeinander treffen. Dabei ist die pronova BKK beispielsweise aktiv in Schulen und Sportvereinen.

Was sind gesunde Lebenswelten?

Eine Lebenswelt ist ein Ort, an dem Menschen aufeinander treffen, miteinander leben, lernen, arbeiten und Sport treiben. In den Lebenswelten verbringen sie einen großen Teil ihrer Zeit in der Gemeinschaft. Ein Beispiel ist die Kindertagesstätte, in der Kinder von drei bis sechs Jahren mehrere Stunden am Tag gemeinsam spielen, essen, basteln und toben.

Weitere Lebenswelten sind Schulen, Sportvereine, Universitäten sowie Stadtteile oder Kommunen. Im Zuge der Digitalisierung haben sich in den letzten Jahren neue Lebenswelten gebildet, sog. Online-Communities. Und die herkömmlichen Lebenswelten werden immer digitalisierter. Handys, Tablets und PCs sind beispielsweise aus Schulen und Hochschulen, aber auch schon aus manchen KiTas nicht mehr wegzudenken.

Da die alltäglichen Lebens- und Lernbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die gesundheitliche Entwicklung von Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen nehmen, macht es besonders Sinn, Gesundheitsförderungsprojekte in den Lebenswelten anzusetzen.

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Was du selbst tun kannst!

Der Gesundheitsförderungsprozess beschreibt, wie Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in den gesunden Lebenswelten Schritt für Schritt wirksam und nachhaltig umgesetzt werden können. Ziel ist die Entwicklung und Überprüfung von Maßnahmen, die sowohl gesundheitsrelevante Verhältnisse als auch Verhaltensweisen der Einzelnen verbessern. Dabei werden die Menschen in der jeweiligen Lebenswelt mit einbezogen.

Für ein Projekt in der Lebenswelt Kindertagesstätte würde das bedeuten, dass neben den KiTa-Kindern auch deren Eltern sowie die Erzieherinnen und Erzieher mit einbezogen werden.

Der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands ist unsere Grundlage für Projekte in nicht betrieblichen Lebenswelten. Er unterteilt den Gesundheitsförderungsprozess in sechs Phasen: Vorbereitung, Nutzung und Aufbau von Strukturen, Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation. Für eine nachhaltige Etablierung von Gesundheitsförderung in der jeweiligen Lebenswelt wiederholt sich der Prozess im Sinne eines Lernzyklus: Die Evaluationsergebnisse werden genutzt, um erfolgreiche Maßnahmen weiterzuführen oder neue Maßnahmen umzusetzen.

Falls du in deiner Lebenswelt selbst den Gesundheitsförderungsprozess in Gang bringen möchtest, hast du viele Möglichkeiten, die ersten Schritte selbst zu machen. Diese wollen wir dir an ausgesuchten Beispielen erklären.

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So verläuft der Prozess

1. Vorbereitungsphase

Bist du eine KiTa-Leitung oder aktiv im Elternbeirat einer Kindertagesstätte? Und du hast das Gefühl, dass das Thema Gesundheit in deiner KiTa noch nicht präsent genug vertreten ist? Dann solltest du dir im ersten Schritt die Frage stellen, ob es schon ein gemeinsames Verständnis von Gesundheit und Gesundheitsförderung für diese Lebenswelt gibt. Verschaffe dir einen Überblick, in dem du mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommst, ob ein Bedarf für Gesundheitsförderung besteht.

Auch für alle anderen Lebenswelten wie Schulen, Hochschulen, Kommunen oder Sportvereine ist diese Frage elementar wichtig. Am Ende der Vorbereitungsphase steht die Grundsatzentscheidung, überhaupt in einen Gesundheitsförderungsprozess einzutreten oder nicht.

2. Nutzung und Aufbau von Strukturen

Wenn du dich entschieden hast, in den Gesundheitsförderungsprozess einzusteigen, verschaffe dir einen Überblick über die bereits bestehenden Strukturen. Suche dir Mitstreiter, um ein Gremium zu bilden, welches den Gesamtprozess steuert und koordiniert.

In einer Kindertagesstätte könnte sich ein Steuerungsgremium beispielsweise aus der KiTa-Leitung, einem Mitarbeitenden, einem Vertreter des Trägers und einem Elternvertreter zusammensetzen. Wenn es Verantwortliche für die Arbeitssicherheit gibt, sollten sie auch mit einbezogen werden. Das Steuerungsgremium kann durch externe Kräfte wie Vertreter der Krankenkassen oder der Unfallversicherung ergänzt werden.

Auch solltest du schauen, ob sich bereits andere KiTas in ihrem näheren Umkreis mit dem Thema Gesundheitsförderung beschäftigen. Von einer externen Vernetzung kannst du an verschiedenen Stellen profitieren.

Neben der Bildung eines Steuerungsgremiums oder eines Koordinierungsteam macht es Sinn, nach Mitstreitern zu suchen und sie für das Thema zu motivieren. Vielleicht ist einer Erzieherin der KiTa sportlich sehr aktiv, hat einen Trainerschein für den Sportverein und kann mit ihrem Fachwissen unterstützen. Oder vielleicht gibt es eine Lehrkraft im Kollegium, die sich im Bereich Entspannungstechniken weitergebildet hat und einen Workshop für das gesamte Kollegium anbieten kann. Nutzen Sie die Potenziale, die bereits vorhanden sind und schaffen damit Win-Win-Situationen.

3. Analyse

Diese Phase hat das Ziel, durch eine Ergebung den Handlungsbedarf zu ermitteln. Verschaffe dir einen Überblick über die gesundheitliche Situation innerhalb der jeweiligen Lebenswelt und benenne dabei Risiken und Potenziale.

Dafür können bereits vorhandene Daten wie Gesundheitsberichte oder Unfallstatistiken genutzt werden. Du kannst aber auch eine Befragung durchführen. In einer Schule könnten Schülern, Eltern und Lehrkräfte zur gesundheitlichen Situation befragt werden. An einer Hochschule könntest du einen Workshop bzw. Gesundheitszirkel mit einigen studentischen Vertretern, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern durchführen, der von einer externen Kraft moderiert wird.

Auch eine Begehung der Räumlichkeiten kann ein Analyse-Tool sein.

Folgende Fragen können in die Analyse einfließen:

  • Sind besondere gesundheitliche Beanspruchungen aufgrund der baulichen Gestaltung und räumlichen Ausstattung an der Kita/Schule/Hochschule festzustellen?
  • Gibt es Kinder, bei denen gesundheitliche Probleme oder Belastungen besonders häufig auftreten?
  • Sind die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen „deiner“ Kinder ähnlich oder anders als der Durchschnitt?
  • Wie hoch ist der Krankenstand bei den Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern im Vergleich zu anderen, vergleichbaren Kitas/Schulen/Hochschulen?
  • Welche gesundheitsfördernden Angebote gibt es bereits? Was fehlt noch?
  • Was bieten andere Kitas/Schulen/Hochschulen an? Welche Aktivitäten und/oder Programme zur Gesundheitsförderung werden dort umgesetzt?
  • Welche Ressourcen (z. B. personell, finanziell, räumlich) stehen zur Verfügung, um ein Gesundheitsförderungsprojekt anzugehen?

Ziel der Analyse-Phase ist es, am Ende eine Entscheidung zu treffen, welche Themen der Gesundheitsförderung du für besonders wichtig erachtest, um dafür Projekte zu entwickeln. Je näher die Projekte an dem tatsächlichen Bedarf ausgerichtet sind, umso höher sind die Erfolgschancen.

4. Maßnahmenplanung

Nach der Erhebung des Bedarfs erstellt ihr im Steuerungsteam einen Projektplan und entwickelt die ersten konkreten Maßnahmen. Wenn die Analyse beispielsweise ergeben hat, dass die KiTa-Kinder kein ausreichendes Verständnis von einem gesunden Frühstück haben, könnt ihr ein Brotdosen-Projekt über mehrere Wochen entwickeln. Eine externe Kraft aus dem Bereich Ernährung kann euch bei der Umsetzung helfen. In unserer Präventionsdatenbank kannst du nach zertifizierten Fachkräften suchen.

Achte bei der Planung darauf, dass die Maßnahmen sowohl verhaltens- als auch verhältnispräventiv ausgerichtet sind.

Stelle einen Finanzierungsplan auf. Nicht alle Projekte lassen sich mit eigenen Boardmitteln stemmen. Es kann sein, dass Kosten für Unterrichtsmaterial, Honorare für Fachkräfte oder Umbauarbeiten anfallen.

Wichtig ist zudem die zeitliche Planung. Bringe hierfür zunächst die Ziele, Meilensteine und geplanten Maßnahmen in eine sinnvolle Struktur. Dazu kann ein Übersichtstableau dienen, das auch den zeitlichen Verlauf widerspiegelt. Nun fixierst du auf der Zeitschiene Meilensteine, an denen du bestimmte Dinge umgesetzt haben willst. Unser Rat: Starte immer erst mit einem Projekt. Wenn du gleichzeitig mehrere Projekte startest, kann die Gefahr bestehen, den Überblick zu verlieren.

5. Umsetzung

Nach den vielen Schritten der Vorbereitung, Analyse und Planung kann nun endlich die Umsetzung beginnen. Der Startschuss fällt! Egal ob du dich für Umsetzung von Yoga-Stunden für KiTa-Kinder entschieden hast oder für einen Lehrer-Workshop zum Thema Essstörungen – beachte, dass Transparenz Vertrauen fördert. Kommuniziere während der Umsetzung offen und transparent. Halte alle Beteiligten regelmäßig und unaufgefordert auf dem Laufenden. Das stärkt das Vertrauen und den Zusammenhalt untereinander und ist wichtig für eine nachhaltige Wirkung.

Wichtig ist auch eine Dokumentation. Notiere dir, wie viele Teilnehmende zu den Terminen gekommen sind und welche Inhalte wann vermittelt wurden.

6. Evaluation

Das Ende des Gesundheitsförderungsprozesses ist gleichzeitig der Beginn des nächsten Prozessdurchlaufs. Ziehe gemeinsam mit deinen Mitstreitenden des Steuerungsteams Bilanz und prüft, ob ihr eure Ziele erreicht habt. Schaut euch gemeinsam eure Dokumentationen an und überlege, wie du die Maßnahme(n) nun verstetigen kannst, bzw. was du bei einem zweiten Durchgang besser machen kannst. Der Gesundheitsförderungsprozess ist gleichzeitig auch ein stetiger Lernprozess.

Beim Evaluieren kannst du wie bei der Analyse ähnliche Methoden wie Befragungen und Expertengespräche anwenden. Folgende Fragen können dir dabei helfen:

  • Haben wir genügend Mitstreiterinnen und Mitstreiter?
  • Sind diese ausreichend qualifiziert oder benötigen sie eine Fortbildung?
  • Sind sie (noch) motiviert?
  • Ist die räumliche Ausstattung für unser Vorhaben passend?
  • Kommen wir mit den finanziellen Mitteln aus?
  • Kann der Zeitplan eingehalten werden?
  • Halten sich die Mitgliederinnen und Mitglieder des Projektteams an ihre Zusagen?
  • Wie läuft die Kommunikation innerhalb des Projektteams bzw. nach außen?
  • Entsprechen die Maßnahmen den Bedürfnissen der Zielgruppe?
  • Haben sich die Bedürfnisse der Zielgruppe geändert?
  • Wie werden die Maßnahmen von der bzw. den Zielgruppe(n) angenommen?
  • Erreicht das Vorhaben die Zielgruppe(n)?

Halte die Ergebnisse fest und bespreche diese mit dem gebildeten Steuerkreis, um die nächsten Maßnahmen zu planen.

Kontakt

Wenn du Unterstützung bei der Umsetzung von individuellen Gesundheitsförderungsprojekten in deiner Lebenswelt brauchst, sprich uns einfach an. Ob und in welcher Höhe wir als pronova BKK dein Lebenswelten-Projekt unterstützen können, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Die Trägerinstitutionen der Lebenswelt sollten sich in jedem Fall angemessen an der Umsetzung beteiligen. Im persönlichen Austausch können wir uns gerne mit dir abstimmen.

Kontaktiere jetzt die Abteilung Gesundheitsförderung:

E-Mail: lebenswelten@pronovabkk.de
Tel.: 0621 53391 4927

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