Menü Menü schließen

Detox

Alles Zucker oder was? 

Eins ist gewiss: Zucker ist, im Übermaß konsumiert, eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Gesundheit. Doch was ist Zucker chemisch und biochemisch gesehen? Hier ein wenig Hintergrundwissen, das Ihnen hilft, Licht ins Dunkel der Inhaltsstoffe zu bringen.

Zucker ist ein effizienter Energielieferant für unseren Körper: Über den Darm gelangt er sofort ins Blut, das ihn weitertransportiert zu den Zellen und so deren Leistungsfähigkeit sicherstellt. Der Oberbegriff Kohlenhydrate fasst die verschiedensten Zuckerarten zusammen. Unterschieden werden Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker, zu denen auch Stärke gehört. Die verschiedenen Zuckerarten haben unterschiedliche Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel:

  • Einfachzucker treiben den Blutzuckergehalt rasch in die Höhe. Nach dem Einschleusen des Zuckers in die Zellen fällt dieser ebenso schnell wieder ab und lässt erneute Hungergefühle entstehen.
  • Zweifach- oder Mehrfachzucker dagegen lassen den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen, sie müssen nämlich zunächst vom Körper in kleinere Teile zerlegt werden. Dadurch sorgen sie allerdings auch für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und sollten in einer gesunden Ernährung bevorzugt werden.

Einfachzucker

Diese auch Monosaccharide genannten Zucker sind durch ihre extreme Süße besonders verführerisch. Allen voran der Traubenzucker (Glukose), der die benötigte Energie am schnellsten bereitstellt. Weitere Einfachzucker sind Schleimzucker (Galaktose) und Fruchtzucker (Fruktose). Beide lassen den Blutzuckergehalt nicht ganz so rasant ansteigen wie Traubenzucker. Bei Fruchtzucker gilt das allerdings nur für die natürlich vorkommende Variante aus Obst und Gemüse. Ein dauerhaft hoher Konsum von Einfachzuckern, wie sie in allen Arten von Süßigkeiten und süßen Getränken vorkommen, bringt den Zuckerstoffwechsel aus dem Gleichgewicht, das Diabetesrisiko wächst.

Zweifachzucker

Bei diesen auch Disaccharide genannten Zuckerformen sind jeweils zwei Zuckermoleküle miteinander verbunden. Bekanntester Vertreter ist der einfache Haushaltszucker, der aus je einem Teil Glukose und Fruktose besteht. Milchzucker (Laktose) enthält Glukose und Galaktose. Malzzucker (Maltose) besteht aus zwei Glukoseteilchen. Zweifachzucker schmecken etwas weniger süß als Einfachzucker, Maltose hat einen leichten Karamellgeschmack.

Mehr- und Vielfachzucker

Sie heißen auch Oligo- und Polysaccharide. Ihr Kennzeichen ist die Zusammensetzung aus vielen Einfachzuckerteilchen. Mehr- und Vielfachfachzucker entfalten ihren süßen Geschmack erst beim gründlichen Kauen. Mehrfachzucker finden sich beispielsweise in Hülsenfrüchten. Zu den Vielfachzuckern zählen auch Stärke und Ballaststoffe. Stärke kann verzweigt sein wie in Weißmehl oder unverzweigt vorliegen wie in Vollkorngetreide. Auch Knollengemüse und Kartoffeln enthalten Stärke. Die unverzweigte Stärke von Vollkornprodukten sollte bevorzugt werden, da sie den Blutzuckergehalt weniger schnell ansteigen lässt. Ballaststoffe wie Pektine oder Zellulose finden sich in Vollkorngetreide sowie in Gemüse und Obst. Sie sorgen für eine gesunde Darmtätigkeit und helfen, Blutzucker- und Blutfettwerte zu regulieren.