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Detox

Die Zuckerfalle beim Einkauf

Wenn Sie sich auf eine zuckerarme Ernährung umstellen, sollten Sie für den ersten Vorratseinkauf etwas Zeit einplanen. Zutatenlisten und Nährwerttabellen müssen beachtet werden, um nicht in diverse Zuckerfallen zu tappen. Haushaltszucker hat schließlich jede Menge süße Verwandte, die sich auch in herzhaften Lebensmitteln verstecken.

Frische Lebensmittel und einfache Grundnahrungsmittel sollten immer den größten Anteil am Einkauf haben –so sind Sie auf der sicheren Seite. Am besten plant man die Mahlzeiten für mehrere Tage im Voraus. Passend dazu dann eine Einkaufsliste erstellen und sich im Supermarkt keine Ausnahmen erlauben. Die Regale mit Süßigkeiten und herzhaften Snacks mit dem Einkaufswagen am besten weiträumig umfahren. Ganz wichtig auch: Nicht hungrig einkaufen!

Zucker, Zucker und nochmals ZuckerZucker in Lebensmitteln sorgt nicht nur für einen süßen Geschmack. Gleichzeitig hat er auch eine konservierende und geschmacksverstärkende Wirkung. Neben Haushaltszucker setzt die Lebensmittelindustrie dafür zahlreiche andere süßende Zusätze ein. Tatsächlich gibt es rund 70 Bezeichnungen für solche Zutaten, die den Gesamtzuckergehalt eines Produkts in die Höhe treiben.

  • Vorsicht ist geboten bei Substanzen, die auf -ose enden wie Dextrose, Glukose oder Maltose
  • Auch alle Arten von Sirup gilt es zu meiden, dazu zählen Fruktose-Glukose-Sirup oder Karamellsirup
  • Unerwünscht sind außerdem Dextrine wie Weizendextrin und Malze wie Malzextrakt oder Gerstenmalz
  • Milcherzeugnisse wie Molkenpulver, Magermilchpulver oder Milchzucker leisten ebenfalls einen Beitrag zum Gesamtzuckergehalt eines Produkts
  • Auch Traubensüße, Fruchtzucker und Dicksäfte wie Agavendicksaft oder Apfeldicksaft treiben die Zuckerbilanz in die Höhe

Viele industriell hergestellten Lebensmittel enthalten gleich mehrere dieser Zusätze, die sich zu einem hohen Gesamtgehalt an Zucker aufsummieren. Aufschluss darüber geben die Zutatenliste und die Nährwerttabelle.

Wichtig: Kurze Zutatenliste und realistische Portionsgrößen

Grundsätzlich gilt hier: Je kürzer die Zutatenliste, desto weniger unerwünschte Inhaltsstoffe enthält das Produkt. Alle Zutaten sind in absteigender Reihenfolge ihres Mengenanteils am Gesamtprodukt aufgeführt. Ganz vorn stehen also die Bestandteile mit dem höchsten prozentualen Anteil, weiter hinten diejenigen, von denen nur geringere Mengen enthalten sind. Werden drei verschiedene Zuckerarten verwendet, tauchen diese in der Zutatenliste erst weiter hinten auf: Der hohe Zuckergehalt ist so nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen.

Schöngeredet wird der Zuckeranteil auch durch unrealistische Portionsgrößenangaben: Gerade bei Fertigmüslis oder Crunchys sind die Portionsgrößen eher klein gehalten, so erscheint auch der Zuckergehalt gemessen am erlaubten Tagesbedarf gering. Doch die meisten Menschen essen vermutlich mehr als die angegebenen 40 Gramm Müsli, um wirklich gesättigt vom Frühstückstisch aufzustehen und verzehren dann eben doch mehr Zucker als gedacht.

Nährwerttabelle verstehen

Der Blick auf die Nährwerttabelle bringt es an den Tag: Hier wird der Anteil an Kohlenhydraten in Gramm je 100 Gramm angegeben, der Anteil an Zucker ist dabei separat aufgeführt. Das kann entweder zugesetzter Zucker sein oder solcher, der von Natur aus im Lebensmittel enthalten ist. Auch Grundnahrungsmittel wie Milch oder Naturjoghurt sind nicht zuckerfrei. Sie gehören dennoch in den Einkaufswagen, denn es handelt sich ausschließlich um von Natur aus enthaltenen Milchzucker.

Am besten frisch

Viele Fertiglebensmittel erweisen sich bei genauerem Hinsehen als wahre Zuckerbomben. Daher gehören überwiegend frische Lebensmittel mit den Einkaufswagen. Wer wenig Zeit hat, kocht gleich für mehrere Tage, friert Reste ein oder verwendet sie am nächsten Tag für einen leckeren Salat. Bei guter Planung reichen zwei Einkäufe pro Woche, so ist man auch nicht ständig den süßen Versuchungen im Supermarkt ausgesetzt.