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Detox

Küchencheck Zucker: Weniger ist mehr 

Heute ist der perfekte Tag, mit dem Zuckersparen anzufangen: Alles gehört auf den Prüfstand, also alle Vorräte, die sich in der Küche und in eventuell über die ganze Wohnung verteilten Naschecken angesammelt haben. Alle enttarnten Zuckerbomben müssen weg. Auch stark verarbeitete Lebensmittel mit Zuckerzusätzen sowie süße Getränke sollten künftig die Ausnahme sein. Keine Sorge: Damit läuten Sie keine Zeit des freudlosen Verzichts ein. Ganz im Gegenteil: Ohne Zucker bzw. mit weniger Zucker kommt der feine Geschmack vieler Nahrungsmittel erst richtig gut zur Geltung. Überraschend gut!

Süßigkeiten

Schokolade, Kekse, Muffins, Eis, Weingummi oder Lakritz – einige Zuckerbomben sind sofort entlarvt. Hier ist vor allem für den Beginn Ihrer zuckerreduzierten Ernährung eine kompromisslose Trennung anzuraten, denn aller Anfang ist bekanntlich schwer und die Versuchung groß. Bitte die ganze Wohnung und auch das Auto auf kleine, geheime Vorratslager hin durchsuchen.

Lebensmittel mit Zuckerzusatz

Neben den offensichtlich süßen Sachen zählen auch viele vermeintlich gesunde Fertigmüslis und Energieriegel für zwischendurch zu den Zuckerträgern. Fruchtjoghurts beispielsweise enthalten oft jede Menge Zuckerzusätze, ein Blick auf das Etikett ist hier unerlässlich. Und sogar herzhafte Lebensmittel wie Ketchup oder Salatsaucen kommen kaum noch ohne Zucker aus. Für eine bessere Tarnung werden oft verschiedene Zuckerarten eingesetzt. So rutschen sie in der Zutatenliste zwar weiter nach hinten, liefern in der Summe jedoch jede Menge leere Energie.

Fertigprodukte

Zucker ist in der Industrie ein gern genutzter billiger Geschmacksverstärker, der in vielen Lebensmitteln zum Einsatz kommt: Chips, Salzstangen, Gemüsekonserven, Tiefkühlgerichte, Heringssalat und Grillsaucen – sie alle enthalten zumeist Zucker. Doch es gibt auch gut sättigende Fertiglebensmittel, die ohne zugesetzten Zucker auskommen – Suppen und Eintöpfe aus dem Bioladen oder Reformhaus etwa. Auch Supermärkte haben oft eine Ecke mit solchen Lebensmitteln.

Süße Getränke

Fruchtsäfte gelten oft als ausgesprochen gesund, zumal wenn sie direkt aus frischen Früchten gepresst sind. Doch ein Glas Apfelsaft enthält, weil hier der zuckerhaltige Saft von vielen Früchten konzentriert zusammenkommt, tatsächlich genauso viel Zucker wie ein Glas Cola. Der einzelne frische Apfel hingegen bleibt gesund. Neben Fruchtsäften, Softdrinks und Eistees sind auch Fertigpulver für Kakao-, Tee- oder Kaffeegetränke wie Cappuccino in einer zuckerfreien Küche tabu.

Vorsicht künstliche Süße

Lebensmittel mit Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen sind keine Alternative. Sie helfen nicht, den Geschmack an weniger süß zu gewöhnen. Zudem können sie in größeren Mengen abführend wirken. Auch stehen sie im Verdacht, Übergewicht zu begünstigen, weil sie durch den süßen Geschmack dem Gehirn zwar neue Energie in Aussicht stellen, diese aber nicht im versprochenem Maße liefern. Heißhungerattacken können die Folge sein.

Zucker sparen für mehr Genuss

Der neue Platz im Schrank darf nun gefüllt werden. Grundnahrungsmittel sollten nachrücken, also beispielsweise Haferflocken statt Fertigmüsli – wer seine Mahlzeiten selbst zubereitet, behält den Überblick über seinen Zuckerkonsum. Nach und nach wird sich der Geschmack von ganz allein auf weniger süß umstellen. Tee und Kaffee schmecken jetzt auch ohne Zucker, der schlichte Naturjoghurt mit frischem Obst bietet mehr Genuss als der gesüßte Fruchtjoghurt der Vergangenheit. Studentenfutter liefert Energie mit weniger Zucker für zwischendurch und sättigt gut. Trockenfrüchte, in Maßen genossen, und frisches Obst sorgen für eine milde Süße. Und wenn es dann doch mal ein paar Kekse sein sollen, einfach Trockenfrüchte einbacken oder nur ganz minimal Honig oder Dicksäfte verwenden. Sogar ein schlichtes Vollkornbrot entfaltet, wenn man es gründlich kaut, eine erstaunliche Süße.