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Detox

Selbsttest: Bin ich etwa zuckersüchtig?

Sind Sie noch im Genuss- oder schon im Suchtstadium? Diese Frage ist mitunter gar nicht so eindeutig zu beantworten, denn eine Zuckersucht entwickelt sich meist schleichend. Eine ehrliche Bestandsaufnahme ist Voraussetzung für die richtige Einschätzung des eigenen Zuckerkonsums. Denn nicht nur die offensichtlichen Zuckerbomben zählen hier, sondern auch die vielen versteckten Zuckermengen, die im Laufe des Tages mitgegessen oder mitgetrunken werden.

Ob man zuviel Zucker zu sich nimmt, lässt sich am besten mithilfe eines detaillierten Ernährungsprotokolls klären. Hierbei sollten auch die Zutatenangaben der verschiedenen Lebensmittel gründlich gelesen und auf versteckte Zucker hin untersucht werden. Ein Beobachtungszeitraum von ein bis zwei Wochen könnte auf mögliche Warnsignale hinweisen. Voraussetzung für das Gelingen ist Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

Wer lieber eine Bildersammlung anlegt als schriftliche Notizen, macht jede Menge Foodies mit dem Smartphone, und zwar immer vor jedem Essen. Man kann natürlich auch eine Sprachmemo auf dem Smartphone nutzen. In jedem Fall müssen jedes Stück Schokolade und jede Cola akribisch dokumentiert werden. Folgende Punkte sollten im Esstagebuch berücksichtigt werden:

Hauptmahlzeiten

Was habe ich gegessen? Wie groß waren die Portionen? Gab es einen süßen Nachtisch? Welche Salatsauce, welches Ketchup wurde verwendet? Wurde frisch gekocht oder gab es Fertigprodukte?

Zwischenmahlzeiten

Hatte ich Hunger oder einfach nur Lust auf Essen zwischen den Mahlzeiten? Gab es gezuckerte Müsliriegel oder frisches Obst, Naturjoghurt oder Quark? Wie viele Mahlzeiten mache ich über den Tag verteilt?

Heimliche Mahlzeiten

Habe ich kleine Verstecke für Süßes, an denen ich mich mit einem schlechten Gewissen bediene, wenn keiner es sieht?

Getränke

Bevorzuge ich Wasser oder trinke ich lieber Säfte, Limos oder zuckersüßen Kaffee? Wie sieht es mit meinem Konsum von Bier, Wein und anderen alkoholischen Getränken aus? Alkohol wirkt in gewisser Weise wie Zucker.

Späte Abendmahlzeiten

Brauche ich immer noch einen kleinen Snack vor dem Einschlafen? Wie oft trinke ich Alkohol? Habe ich dafür immer die passenden Vorräte wie Chips oder Kekse im Haus?

Süßattacken

Wie oft habe ich Fressattacken und wie gehe ich damit um? Gebe ich nach oder überbrücke ich mit einem Glas Wasser? Stille ich meine Süßattacke mit Schokolade oder zügele ich mich und esse einen Apfel?

Stimmungen

Hatte ich Stress vor dem Essen? Habe ich aus Langeweile gegessen oder aus reiner Gewohnheit vor dem Fernseher? Wie habe ich geschlafen? Hatte ich Magenbeschwerden nach dem Essen, vielleicht weil es das Falsche oder einfach zu viel war?

Sättigungsgefühl

Hatte ich vor der Mahlzeit großen Hunger oder habe ich gegessen, weil etwas angeboten wurde? Wie lange hielt das Sättigungsgefühl vor? Wie lange dauerten die Pausen zwischen den Mahlzeiten? Sättigen süße Mahlzeiten anhaltender als ein großer Salat oder ist es umgekehrt?

Fazit: Warnsignale ernst nehmen

Wer ständig Vorräte an Süßigkeiten im Haus hat und in Panik gerät, wenn diese bis auf eine Tafel Schokolade geschrumpft sind, ist genauso gefährdet wie derjenige, der immer wieder heimlich isst. Auch ein ständiger Hunger auf Weißbrot, Nudeln oder süßes Obst kann ein erstes Warnsignal sein. Wenn Süßes hauptsächlich als Tröster bei Stress oder Langeweile herhalten muss, sollte man aufpassen. Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Unkonzentriertheit können ein Hinweis darauf sein, dass man sich in einer Abhängigkeit von Zucker befindet. Handeln Sie und reduzieren Sie Ihren Zuckerkonsum!