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Detox

Zuckerfrei unter Freunden und Kollegen

Bewunderung, Unverständnis oder gar Misstrauen: Eine Ernährungsumstellung in Sachen Zucker kann bei Familie, Freunden und Kollegen die unterschiedlichsten Reaktionen auslösen. Doch Diskussionen über Süßes und Verzicht müssen nicht notwendig in Streit ausarten.

Ein gewisses Maß an Verständnis auf beiden Seiten ist Voraussetzung. Dann können alle von gemeinsamen Mahlzeiten profitieren: Wer bislang überwiegend auf Fast Food und Mikrowelle gesetzt hat, ist wahrscheinlich überrascht, wie gut die ohne oder mit nur wenig Zucker selbst zubereiteten Köstlichkeiten schmecken. Kinder sind meist ohnehin interessiert, denn sie lieben es, in der Küche zu helfen und beim Gemüseschnippeln zu kosten. Und wer ganz am Anfang des zuckerfreien Weges steht, schätzt den Austausch mit anderen über neue Ernährungsmethoden. Außerdem braucht die zuckerfreie Ernährungsweise Unterstützer, die das Vorhaben nicht gleich mit extrem gesüßten Desserts zu boykottieren versuchen.

Unterstützer statt guter Ratschläge gesucht

Es wird sie sicher geben: Die Besserwisser, die sicher sind, dass ohne Zucker gar nichts geht, genauso wie die Fiesen, die gleich von Beginn an das Vorhaben einer zuckerreduzierten Ernährung zum Scheitern verurteilt wissen wollen infolge eines mangelnden Durchhaltevermögens. Am besten einfach die Ohren auf Durchzug stellen. Und sich an diejenigen halten, die dem neuen Vorhaben aufgeschlossen gegenüber stehen und es unterstützen wollen. Sie werden bei gemeinsamen Mahlzeiten schnell feststellen, dass Zuckerverweigerer keine freudlosen Asketen sind, sondern durchaus Lust auf Genuss haben. Bei Einladungen zum Essen sind sie jedoch bereit, auf zuckersüße Desserts zu verzichten. Und die Sahne zum frischen Obst bleibt ebenfalls ungesüßt. Die Unterstützer sind auch nicht böse, wenn ein Gericht wegen des enthaltenen Zuckers erst gar nicht probiert wird. Echte Freunde eben!

Bitte nicht missionieren

Ist der Entschluss für eine Ernährungsumstellung erst einmal gefasst, macht sich schnell Euphorie breit. Das ist gut, denn es werden genügend Situationen kommen, in denen Enthusiasmus und Stärke nötig sind, um den vielfältigen Versuchungen zu widerstehen. Sie können auch gern über Ihre positiven Erfahrungen berichten, doch versuchen Sie bitte nicht, Freunde und Kollegen zu bekehren. Denn so wie man selbst in seinem zuckerfreien Vorhaben ernst genommen werden möchte, so sollte man auch anderen zugestehen, eben nicht auf alles Süße zu verzichten. Zucker sollte gerade jetzt nicht das alleinige Thema in allen Lebenslagen sein. Freunde und Kollegen wären dann zurecht genervt. Nichts spricht jedoch dagegen, andere zum gemeinsamen Kochen und Essen einzuladen. Vielleicht überzeugt das mehr als alle Worte.

Zuckerfrei unterwegs

Die neue Ernährungsweise konsequent durchzuhalten, ist nicht immer einfach. Familie und Freunde werden zwar noch leicht als Unterstützer gewonnen, doch anders liegen die Dinge in Kantinen und Restaurants. Die Beschäftigung mit dem Thema Zucker wird jedoch schon bald zu einem großen Wissensfundus führen. Damit lassen sich viele Klippen leicht umschiffen: Bei der Arbeit auf Mitgebrachtes setzen, etwa Lunch im Glas. Und immer einen Apfel statt einen Schokoriegel in der Tasche haben. Andernfalls in der Kantine freundlich nach Zutatenlisten fragen, ohne allzu besserwisserisch als Erbsenzähler zu erscheinen. Der Griff zum Obstteller ersetzt das gesüßte Dessert. Im Restaurant zum Salat das Essig-Öl-Dressing statt der cremigen und vermutlich gesüßten Joghurtsauce bestellen. Und statt des zuckrigen Desserts einfach mal einen kleinen Käseteller genießen.