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Entspannung

Finger-Yoga

Entspannung an Ort und Stelle

Der Begriff Mudra bedeutet im Indischen eigentlich Siegel, Stempel oder Zeichen, meint aber auch eine Geste oder eine Fingerstellung. Im klassisch indischen Tanz hat jede Handhaltung eine ganz spezielle Bedeutung: Sie symbolisiert ein Gefühl, eine Handlung oder auch eine Gottheit, deren Kräfte in eben dieser Fingerstellung zum Ausdruck kommen. Im Hatha-Yoga sind Fingermudras Teil anderer Yogahaltungen, also Techniken für mehr Konzentration, Wachheit und Klarheit.

Fingeryoga in Form von Mudras kann aber auch unabhängig von bestimmten Sitzhaltungen im Yoga geübt und praktiziert werden. Die Mudras aktivieren körpereigene Energien und lassen diese frei fließen. So werden sie zu wahren Kraftquellen, lösen Blockaden, sorgen für Entspannung und steigern das Wohlbefinden.

Das funktioniert allerdings nicht von jetzt auf gleich. Zunächst wird es ungewohnt sein, das Mudra längere Zeit zu halten, vielleicht entgleiten Ihnen während der Übung die noch etwas ungelenken Finger. Aber wer regelmäßig Fingeryoga praktiziert, wird schon sehr bald die wohltuenden Wirkungen der kleinen Gesten spüren. Aus der großen Fülle von Mudras haben wir drei zusammengestellt. Wählen Sie zunächst nur ein Mudra aus und nehmen Sie sich am besten täglich zehn bis 15 Minuten Zeit zum Üben. Bald wird Ihnen diese kleine Meditation zur Gewohnheit werden. Und in Stresssituationen, etwa im Stau, vor einer schwierigen Prüfung oder im Zahnarztstuhl, wird Ihnen genau dieses Mudra zu mehr Entspannung, Konzentration und Gelassenheit verhelfen.

Jnana-Mudra

Jnana bedeutet spirituelles Wissen oder Erkenntnis. Dieses Mudra ist die bekannteste Handhaltung im Yoga. Die Berührung von Daumen und Zeigefinger regt Kreislauf, Nervensystem und Gehirn an. Die Energie fließt durch den Körper, verlässt ihn aber nicht. Für mehr Klarheit, Konzentration und inneren Frieden, hilft bei Schlaflosigkeit und depressiven Verstimmungen.

  • die Spitze von Daumen und Zeigefinger berühren sich
  • die anderen Finger bleiben gestreckt

Apana-Mudra

Apana meint die Energie, die nach unten geht und die Ausscheidung regelt. Dieses Mudra hilft bei Nieren- und Darmproblemen und beeinflusst Harnwegserkrankungen positiv. Es stimuliert Leber und Galle. Der Menstruationsfluss wird in Gang gebracht. Fördert die Geduld und die innere Harmonie.

  • die Spitzen von Daumen, Mittelfinger und Ringfinger berühren sich leicht
  • Zeigefinger und kleiner Finger bleiben gestreckt

Prana-Mudra

Prana steht für den physischen Atem, aber noch viel mehr für die Lebenskraft. Dieses Mudra bringt einen Zuwachs an Vitalität und Lebenskraft, verbessert die Sehschärfe und reguliert den Blutdruck. Es schenkt neuen Mut und schafft innere Klarheit.

  • Ringfinger und kleiner Finger berühren sich, die Daumenkuppe berührt Ringfinger und kleinen Finger
  • Zeige- und Mittelfinger bleiben gestreckt