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Familie

Lästig, doch meist harmlos: Bindehautentzündung bei Kindern

Tränende, gerötete Augen, die Lidränder geschwollen – das sieht niemand gern. Schon gar nicht im Gesicht seines Kindes. Zumal der Tränenfluss und die Rötung mit unangenehmem Juckreiz und mit Brennen einhergehen. Die Ursache für all das ist in den meisten Fällen eine Bindehautentzündung. Doch wie kommt es dazu und was kann man dagegen tun?

Ursachen der Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung (der medizinische Name ist Konjunktivitis) kann vielfältige Ursachen haben. Viren, Bakterien und Pilze kommen als Auslöser ebenso infrage wie Allergien, Fremdkörper im Auge, Unverträglichkeit von Kontaktlinsen, Staub, Zigarettenrauch, Wind, UV-Strahlen, Chemikalien wie das Chlor im Schwimmbad und selbst der Konservierungsstoff in Augentropfen. Eine Bindhautentzündung kann ferner im Gefolge von Windpocken, Masern oder Röteln auftreten.

Besonders schwere Formen der Bindehautentzündung bezeichnet man auch als Augengrippe (Keratoconjunctivitis epidemica). Diese wird durch Adenoviren verursacht und geht mit einer fiebrigen Allgemeinerkrankung einher.
Die Frage nach der Ursache der Bindehautentzündung ist nicht immer einfach zu beantworten. Meist ist eine zuverlässige Klärung nur möglich, wenn man die Begleitumstände kennt. Leidet das Kind etwa gleichzeitig unter Niesanfällen, deutet einiges auf eine Allergie wie Heuschnupfen hin. Bei Fieber liegt der Verdacht auf eine virale Erkrankung nahe. Ob jedoch Viren oder Bakterien als Verursacher infrage kommen, kann letztlich oft nur durch einen Abstrich entschieden werden.

Was können Eltern tun?

Eine Bindehautentzündung verschwindet in den allermeisten Fällen auch unbehandelt nach einigen Tagen wieder. Das Brennen und der ständige Juckreiz jedoch veranlassen gerade kleinere Kinder, sich ständig die Augen zu reiben. Genau dadurch aber werden die Symptome noch verschlimmert. Von daher ist es sinnvoll, bei Verdacht auf eine Bindehautentzündung das Kind dem Hausarzt oder Kinderarzt vorzustellen. Dies empfiehlt sich auch deshalb, um ganz sicherzugehen, dass es sich nicht um eine andere Augenerkrankung handelt. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.

Treten die Beschwerden in Verbindung mit einer Allergie auf, wird man versuchen, die allergieauslösende Substanz zu ermitteln. Vermeidet man diese, werden auch die Beschwerden abklingen. Ist hingegen eine bakterielle Erkrankung die Ursache, kann man sie antibiotisch behandeln. Bei einer Viruserkrankung wiederum sind Antibiotika wirkungslos, hier kommen kalte Kompressen und künstliche Tränenflüssigkeit zum Einsatz, um die Beschwerden zu lindern. Oft reicht es auch bei anderen Ursachen, juckreizlindernde Maßnahmen zu ergreifen. Von Spülungen mit Kamillentee ist indes abzuraten, weil die feinen Schwebstoffe in der Teezubereitung das Auge zusätzlich reizen können.

Auch wenn Lichtempfindlichkeit nicht immer die Ursache der Bindehautentzündung sein muss, kann helles Licht die Augen jetzt zusätzlich belasten. Daher ist bei Aufenthalt im Freien eine Sonnenbrille zu empfehlen. Wohn- und Kinderzimmer sollten Sie ein wenig abdunkeln und künstliche Lichtquellen wie Smartphone und andere Bildschirme ausschalten. Die so womöglich entstehende Langeweile lässt sich auch prima mit Hörbüchern bekämpfen.

Vermeiden Sie es bitte außerdem , in den Wohnräumen zu rauchen – Zigarettenrauch belastet nicht nur die Atemwege, sondern auch die Augen stark.