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Gut zu wissen

Achtung, Wechselwirkung von Medikamenten! 

Wechselwirkung

Wenn Medikamente auf Medikamente reagieren, kann das tödlich enden. Hätten Sie das gedacht? Die Wahrscheinlichkeit, an Wechsel- oder Nebenwirkungen von Medikamenten zu sterben, ist deutlich höher als die, im Straßenverkehr sein Leben zu verlieren. Sichern Sie sich gegen dieses Risiko ab – durch Transparenz.

Die Zahl der Todesfälle durch Wechselwirkungen von Medikamenten liegt, je nach Studie, zwischen 25.000 und 50.000 Personen pro Jahr. Je mehr Präparate gleichzeitig eingenommen werden, desto größer ist das Risiko für gesundheitsschädliche oder sogar tödliche Folgen dieser Polymedikation. Zu den fatalen Wechselwirkungen zählen gegenseitige Verstärkungen von Wirkstoffen genauso wie das Abschwächen oder Blockieren von Arzneisubstanzen.

Gefährliche Wechselwirkungen können durch Transparenz vermieden werden

Fehlende Transparenz ist oft Grund für Wechselwirkungen: Verschiedene Ärzte verschreiben unterschiedliche Präparate, ganz ohne Wissen der behandelnden Ärzte werden frei verkäufliche Arzneimittel, Arzneitees oder Nahrungsergänzungsmittel konsumiert. Und weil die Produkte in verschiedenen Apotheken oder übers Internet bezogen werden, hat auch niemand den genauen Überblick. Jeder einzelne ist gefragt, wenn es um die sichere Einnahme von Medikamenten und damit um die eigene Gesundheit geht.

Der Alleswisser: Hausarzt

Beim Hausarzt laufen im Idealfall alle Fäden zusammen: Er ist der Arzt des Vertrauens bei allen Erkrankungen, überweist im Bedarfsfall an entsprechende Fachärzte und bekommt dann Rückmeldung über die dort verordneten Medikamente. Der Hausarzt muss wirklich alles wissen. Wer regelmäßig Arzneitees trinkt oder Nahrungsergänzungsmittel auf eigene Faust einnimmt, sollte dieses immer komplett offenlegen, denn auch hier kann es zu Wechselwirkungen mit verordneten Präparaten kommen. Auch vermeintlich harmlose pflanzliche Wirkstoffe wie etwa aus dem Johanniskraut können gefährliche Wechselwirkungen mit Medikamenten eingehen. Ein offenes Gespräch mit dem Arzt ist immens wichtig.

Der Wohlinformierte: Facharzt

Der Facharzt muss immer über vorliegende Grunderkrankungen und Dauermedikationen informiert werden. Das ist auch wichtig, wenn es sich wie bei Terminen bei Zahnärzten, Augenärzten oder Gynäkologen um routinemäßige Kontrollen oder Vorsorgeuntersuchungen und nicht um eine akute Erkrankung handelt. Wer über einen Allergiepass verfügt, sollte diesen immer vorlegen, da empfindliche Personen auch auf Substanzen in Arzneimitteln allergisch reagieren können. Wird beim Facharzt ein Präparat verordnet, bitte den Hausarzt beim nächsten Besuch darüber informieren. Die Rückmeldung an den Hausarzt erfolgt nicht unbedingt immer zuverlässig auf automatischem Wege.

Der Berater: Apotheker

Wer ausschließlich in seiner Stammapotheke seine Medikamente oder Arzneitees besorgt, kann sich dort mit einer Kundenkarte registrieren lassen. So hat der Apotheker einen Überblick über alle Präparate Er weiß, welche dauerhaft eingenommen werden müssen und kann auf dieser Grundlage frei verkäufliche Arzneimittel optimal beraten. Doch auch Online-Apotheken bieten eine professionelle Beratung in Sachen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten an. Einfach die Seite aufrufen, die Medikamente eingeben und die Rückmeldung beachten.

Der Verantwortungsbewusste: Patient

Etwa ein Viertel der deutschen Patienten nimmt dauerhaft drei Medikamente oder mehr ein. Bei den über 70-Jährigen steigt der Anteil auf fast 50 Prozent. Auch werden in höherem Alter oftmals sechs oder mehr Präparate täglich eingenommen. Dadurch vervielfachen sich die möglichen Wechselwirkungen. Als eine Art transparente Patientenakte war eigentlich die elektronische Gesundheitskarte gedacht. Jedoch gibt es hier immer noch erhebliche Probleme bei der technischen Umsetzung. Außerdem wehren sich Datenschützer gegen das Prinzip des durchsichtigen Patienten. So muss jeder einzelne für die nötige Transparenz sorgen und

  • alle behandelnden Ärzte möglichst umfassend informieren
  • möglichst bei einer einzigen Apotheke mit Kundenkarte einkaufen
  • keine Medikamente auf eigenen Faust nehmen, wenn es keine Indikation dafür gibt
  • frei verkäufliche Arzneimittel nur nach ausführlicher Beratung und nach Packungsanweisung einnehmen
  • auch vermeintlich harmlose Nahrungsergänzungsmittel immer auf die Einnahme von Medikamenten abstimmen

Wir beantworten gerne Ihre Fragen zur Wechselwirkung von Medikamenten

Telefonisch:

0621 53391-4911

Rufen Sie uns an. Tag und Nacht. Aus dem Ausland: +49 621 53391-4911

Per Ärzte-Videochat:

Der Ärzte-Videochat steht Ihnen von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr zur Verfügung.

Beide Services ist für Sie als Kundin oder Kunde der pronova BKK kostenlos – Sie zahlen lediglich Ihre evtl. anfallenden Telekommunikationskosten. Bitte halten Sie Ihre Versichertenkarte bereit.