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Gut zu wissen

Darmgesundheit: Für ein gutes Bauchgefühl

Darmgesundheit: Für ein gutes Bauchgefühl

Der Darm ist mit einer Gesamtlänge von acht Metern nicht nur das längste Organ des Menschen, sondern auch das flächenmäßig größte: Durch die vielen feinen Darmzotten kommt der menschliche Darm auf eine Gesamtoberfläche von bis zu 500 Quadratmetern. Der Darm ist die Schaltzentrale der Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Nährstoffen.

Die durch Kauen und Zersetzung der Speisen im Magen aufnahmefähig gemachten Substanzen werden über den Darm dem Körper zugänglich gemacht. Er ist also keineswegs nur die Müllabfuhr des Körpers, sondern – vor allem im Bereich des Dünndarms – dessen eigentliche Versorgungseinrichtung.

Grund genug, dieser Körperregion mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Eine gesunde Lebensweise erhöht Ihre Chancen beträchtlich, dass Ihr Darm gesund bleibt und seine Aufgabe im Körper bis ins hohe Alter optimal erfüllen kann. Eine darmgesunde Lebensweise setzt sich nach heutigem Kenntnisstand aus mehreren Elementen zusammen, die vor allem
im Zusammenspiel wirken. Es empfiehlt sich daher, allen Punkten Aufmerksamkeit zu schenken.

Mehr Bewegung

Sport fördert die Selbstheilungskräfte: Wer sich regelmäßig bewegt, macht alle Körperzellen widerstandsfähiger gegen Entzündungen – auch die Darmzellen. Zudem verhindert Sport Übergewicht oder trägt dazu bei, Übergewicht abzubauen. Auch das ist aktive Vorsorge! Tipp: Wenn Sie noch keinen Sport treiben, beginnen Sie mit einfachen, auch für Einsteiger geeigneten Sportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren. Steigern Sie Ihre Leistungsfähigkeit
kontinuierlich! Betreiben Sie zusätzliches Muskelaufbautraining (Gymnastik, Krafttraining an Geräten etc.).

Abbau von Übergewicht

Übergewicht kann verschiedene negative Folgen haben wie Bluthochdruck und ein erhöhtes Diabetesrisiko. Darüber hinaus bilden Fettzellen im Bauchbereich Botenstoffe, die Entzündungen hervorrufen können und auch das Risiko für Darmkrebs erhöhen. Bauen Sie gegebenenfalls Übergewicht ab durch Bewegung und eine geänderte Ernährungsweise.

Alkohol- und Nikotinverzicht

Ein Teil des über die Lunge aufgenommenen Nikotins gelangt in die Lunge und von dort über die Blutbahnen in den Darm. Nikotin greift das Erbgut der Darmzellen an, es kann leichter zu bösartigen Zellentartungen kommen. Alkohol und seine Abbauprodukte verursachen Entzündungen im Darm und schädigen ebenfalls das Erbgut der Darmzellen.

Verzicht auf rotes Fleisch

Es gibt Hinweise darauf, dass der regelmäßige und starke Verzehr von sogenanntem roten Fleisch (gemeint ist das Fleisch von Schwein, Rind und Lamm sowie daraus gefertigte Produkte wie Wurst oder Schinken) Schadstoffe im Körper entstehen lässt, die eine Entstehung bestimmter Krebsarten begünstigen. Geflügelfleisch hat diesbezüglich zwar einen besseren Ruf, ist aber häufig extrem durch Antibiotika belastet. Tipp: Reduzieren Sie einfach generell Ihren Fleischverzehr – auch Natur und Umwelt werden es Ihnen danken.

Gesunde, ausgewogene Ernährung

Ihre Ernährung sollte ballast- und vitalstoffreich sein. Frisches Gemüse gehört ebenso wie Obst und Vollkornprodukte täglich auf Ihren Speiseplan. Milchprodukte, Fisch und Fleisch bitte maßvoll genießen. Meiden Sie stark zucker- und fetthaltige Lebensmittel (vor allem in der Kombination). Achten Sie auf gesunde Fette und Öle. Reduzieren Sie, falls Sie übergewichtig sind, die Mengen.

Vorsichtiger Umgang mit Antibiotika

Der Einsatz von Antibiotika zerstört die Darmflora – für die Darmgesundheit wichtige Bakterien sterben ab, das Gleichgewicht im Darm gerät durcheinander. Nach jeder ärztlich verordneten Einnahme eines Antibiotikums sollten Sie deshalb die Darmflora wieder aufpäppeln, z. B. durch Brottrunk, nichtpasteurisiertes Sauerkraut und Naturjoghurt.

Entspannung
Stress und Kummer schlagen sich bei vielen Menschen unmittelbar auf das Verdauungssystem nieder. Ein gutes Stressmanagement, wie Sie es in Entspannungskursen lernen können, trägt dazu bei, dass auch Ihr Darm stressfreier leben kann.