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Gut zu wissen

Die optimale Vorbereitung auf eine Operation

OP - Die optimale Vorbereitung

Die Ankündigung einer Operation löst bei den meisten Betroffenen ein mulmiges Gefühl aus: Muss das wirklich sein? Wie ist das mit der Narkose? Werde ich nach dem Eingriff Schmerzen haben? Dazu kommt das beunruhigende Gefühl des Ausgeliefertseins. Operative Eingriffe sind zwar Routine für Mediziner und Pflegekräfte, für die Betroffenen jedoch eine Ausnahmesituation. Ängste und Unsicherheiten sind daher völlig normal. Sprechen Sie mit den Ärzten offen über Ihre Sorgen.


Und werden Sie selbst aktiv: Eine gute körperliche Konstitution unterstützt die Genesung ebenso wie ein entspanntes Seelenleben und eine Portion Gelassenheit gegenüber dem Unvermeidbaren. Manchmal ist eine Operation eben der einzig mögliche Weg zur Gesundheit.

Aufklärung gegen die Angst

Nutzen Sie die Gespräche mit dem Chirurgen, dem Anästhesisten und auch Ihrem Hausarzt: Stellen Sie Fragen und sprechen Sie Ihre Ängste offen an. Ihr Hausarzt wird alle Informationen zu Vorerkrankungen, Allergien und medikamentösen Therapien weiterleiten. Wenn Sie darüber hinaus regelmäßig frei verkäufliche Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel nehmen: Listen Sie diese auf! Einige Wirkstoffe könnten die Narkosemittel beeinträchtigen oder schlimmstenfalls auch zu Komplikationen während der Operation führen.

Körperliche Fitness für die Operation

Die Zeit vor einer geplanten Operation sollten Sie nicht ungenutzt lassen! Es ist nie zu spät, mit mehr Bewegung im Alltag und regelmäßigem Sport zu beginnen: Stärken Sie Ihr Herz-/Kreislaufsystem und Ihr Atemwegsystem. Ihre Muskulatur wird durch Beanspruchung gekräftigt. So werden Sie nach dem Eingriff schneller wieder fit. Bei Bedarf finden Sie nebenbei gleich noch den Einstieg in eine dauerhafte Gewichtsabnahme. Die Bewegung sorgt außerdem für Ablenkung. Rauchen gegen die Angst ist übrigens der komplett falsche Weg. Nikotin belastet das Herz, indem es Puls und Blutdruck in die Höhe treibt. Der Verzicht auf die Zigarette erhöht zusätzlich den Sauerstoffgehalt des Blutes. Das sorgt für eine verbesserte Wundheilung. Dieser Effekt setzt bereits nach zwei rauchfreien Tagen ein; nach etwa zwei Monaten verbessert sich die Lungenfunktion dann deutlich.

Unser Tipp: Holen Sie sich eine medizinische Zweitmeinung

Ihre Orthopädin oder Ihr Orthopäde hat Ihnen eine Operation empfohlen, Sie sind aber nicht sicher, ob dies wirklich der richtige Weg ist? Dann holen Sie sich eine medizinische Zweitmeinung.

Entspannung und Gelassenheit für die Genesung

Die mit einer bevorstehenden Operation verbundenen Ängste bedeuten Stress für den Körper. Untersuchungen im Bereich der Psychoneuroimmunologie, die die Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nervensystem und Immunsystem erforschen, haben gezeigt, dass Stress den Körper zunächst in angespannte Erregung versetzt. Ist die Gefahr vorüber, sorgt das Hormon Cortisol für anschließende Beruhigung. Bei dauerhafter Belastung, wie sie durch ständige Angst entsteht, bringt jedoch ein Zuviel des Hormons Cortisol im Blut die Immunabwehr aus dem Gleichgewicht: Die Virenabwehr wird geschwächt, die Anfälligkeit für Allergien, Hauterkrankugen und Autoimmunerkrankungen dagegen ist erhöht. Das Ergebnis: Wir werden schneller krank, Heilungsprozesse können sich verzögern. Entspannung und eine positive Grundeinstellung reduzieren Ängste und den damit verbundenen Stress. Lassen Sie sich also nicht von Ihren Ängsten lähmen, sondern werden Sie aktiv:

  • Lernen Sie, am besten in einem Kurs unter professioneller Anleitung, Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi, Progressive Muskelentspannung oder Atemtechniken und Meditation. Und üben Sie regelmäßig.
  • Das Hören von Musik hilft beim Entspannen.
  • Pflegen Sie Freundschaften! Gute Gespräche bringen Zuversicht und Hoffnung. Außerdem verhindern Unternehmungen mit Freunden das Kreisen um die eigenen Ängste.
  • Rufen Sie sich besonders schöne Erlebnisse in Erinnerung. Das sorgt für positive Gefühle.
  • Stellen Sie sich vor, welche schönen Dinge Sie nach der überstandenen Operation und der endgültigen Genesung erleben werden.

Unser Tipp: So hilft die pronova BKK

Sollten Sie sich sorgen, wer während Ihres Krankenhausaufenthaltes auf die Kinder aufpasst: Die Haushaltshilfe der pronova BKK bietet vielleicht die Lösung. Sie wird dann gewährt, wenn eine Betreuung von Kindern aufgrund der Erkrankung oder einer Reha-Maßnahme eines Elternteils nicht möglich ist. Wichtig für die Gewährung dieser Leistung ist, dass keine andere im Haushalt lebende Person die Betreuung übernehmen kann.