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Gut zu wissen

Hormonspirale: Eine Alternative für mich?

Lust ohne Frust bei der Verhütung wünschen sich junge und ältere Frauen gleichermaßen: Verhütungsmittel sollen einfach in der Anwendung, sicher und gut verträglich sein. In Sachen Sicherheit ganz weit vorn ist die Hormonspirale. Sie bietet sich als Alternative an, wenn etwa die Pille nicht vertragen wird. Nachfolgend einige Fakten, die Ihnen bei der Entscheidung helfen.

Nach einer gründlichen gynäkologischen Untersuchung wird die Hormonspirale vom Frauenarzt durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Anschließend wird die richtige Lage per Ultraschall kontrolliert. Wichtig sind die regelmäßigen, etwa halbjährlichen Kontrollen in der gynäkologischen Praxis. Die Spirale verbleibt drei bis maximal fünf Jahre in der Gebärmutter, bevor sie ausgetauscht werden muss.

Die kleine T-förmige Hormonspirale enthält ein Wirkstoffdepot, das kontinuierlich das Gestagen Levonorgestrel in kleinen Mengen abgibt. Zum einen verdickt sich dadurch der Schleim am Gebärmutterhals, was den Spermien, deren Beweglichkeit zusätzlich herabgesetzt wird, das Eindringen fast unmöglich macht. Zum anderen wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut so beeinflusst, dass sich eine eventuell befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Die Hormonspirale gilt deshalb als sehr sicher und auch als arm an Nebenwirkungen. Dennoch sollten gerade junge Frauen mit späterem Kinderwunsch andere Verhütungsmittel in Betracht ziehen, denn in seltenen Fällen können auftretende Infektionen eine Unfruchtbarkeit nach sich ziehen.

Wenn Sie sich für die Hormonspirale interessieren, lassen Sie sich bitte in Ihrer gynäkologischen Praxis ausführlich und unter Einbeziehung Ihrer Lebensumstände beraten. Sie können jederzeit auch eine zweite ärztliche Meinung einholen. Bitte bewerten Sie die Vor- und Nachteile mit Blick auf Ihre Lebenssituation, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!

Vorteile

  • Für Frauen mit einer Östrogenunverträglichkeit geeignet
  • schwächere Regelblutung oder Ausbleiben der Blutung wird als vorteilhaft empfunden
  • spontaner Sex ist jederzeit möglich
  • man muss nicht ständig an Verhütung denken
  • Verwendung wegen der lokal begrenzten Wirkung auch während der Stillzeit unbedenklich
  • Schwangerschaft innerhalb kurzer Zeit nach Absetzen möglich
  • in der Regel nicht spürbar, auch nicht beim Sex
  • keine Wirkungseinschränkung bei Durchfall oder Erbrechen

Nachteile

  • schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten
  • Verrutschen oder Ausstoßen der Spirale ist möglich
  • sehr selten kommt es zu Bauchhöhlenschwangerschaften oder Infektionen mit anschließender Unfruchtbarkeit
  • Zwischenblutungen, Unterleibsschmerzen, Brustspannen, Eierstockzysten sowie Kopfschmerzen, Akne, Nervosität und Stimmungsschwankungen können auftreten, ebenso sexuelle Unlust
  • das Brustkrebsrisiko ist wie bei der Anwendung anderer hormonell wirkender Präparate geringfügig erhöht