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Gut zu wissen

Kleine Blessuren schnell geheilt  

Sportverletzungen passieren schneller, als man denkt. Besonders wenn man mal auf Schlittschuhen steht oder mit dem Rodelschlitten talwärts flitzt. Wir geben Tipps, wie Sie – auch über winterliche Aktivitäten hinaus – schnell wieder fit werden, wenn Ihre Bewegungsaktivitäten zu kleinen Blessuren führen.

Die meisten Verletzungen, die sich Freizeitsportler zuziehen, laufen glimpflich mit einer Prellung, Zerrung oder Verrenkung ab. Damit Sie schnell wieder fit werden, sollten Sie auch schnell reagieren. Die Erstversorgung bei leichten Sportverletzungen richtet sich nach der PECH-Regel, die sich in Pause, Eis, Compression (Druck) und Hochlagern aufschlüsseln lässt. Eine Pause sollten Sie sich sofort gönnen – und zwar so lange, bis der verletzte Körperteil im Ruhezustand schmerzfrei ist. Wem es früher wieder in den Muskeln kribbelt, der kann sich vorübergehend einer Sportart zuwenden, bei der die verletzte Körperregion nicht belastet wird. Statt Joggen also schwimmen gehen oder Rad fahren.

Wirksames Hausmittel: Quark

Mindestens genauso wichtig wie das Ruhigstellen ist das Kühlen. Dadurch verengen sich die Blutgefäße, weniger Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus und die Schwellung bleibt gering. Außerdem hemmt das Kühlen die Entzündungsreaktion, sodass Blutergüsse örtlich begrenzt und die Schmerzen erträglich bleiben. Gekühlt wird immer rund zehn Minuten am Stück, danach folgt eine Pause. Ideal sind beispielsweise Hot/Cold-Packs, die in ein Tuch gewickelt werden. Sie können auch Wasser mit Eiswürfeln auf ungefähr null Grad runterkühlen. Dann tränken Sie damit ein acht bis zehn Zentimeter breites Tuch, das auf die Verletzung gelegt wird.

Ein altes und gut funktionierendes Hausmittel ist zudem Quark. Nehmen Sie kühlen Quark, streichen Sie ihn etwa einen halben Zentimeter dick auf ein Tuch und wickeln Sie dieses als Umschlag rund um die Verletzung. Wenn der Quark getrocknet ist und seine kühlende Wirkung verloren hat, erneuern Sie den Wickel. Auch kühlende Salben mit z. B. Menthol tun gut. Aber achten Sie darauf, in den ersten zwei Tagen nach dem Unfall nur Sportsalben zu verwenden, die die Durchblutung nicht ankurbeln. Sonst tritt noch mehr Flüssigkeit und Blut aus – und die Prellung wächst sich zu einer stattlichen Beule aus.

Verletzte Arme und Beine hoch lagern

Da bei jeder Verletzung kleine Blutgefäße zerreißen, was schließlich zum Bluterguss führt, kann Druck von außen die Schwellung verringern und den Schmerz lindern. Für den Hausgebrauch ideal sind elastische Binden, die mit leichter Spannung anlegt werden. Passen Sie aber auf, dass Sie Arme oder Beine nicht abschnüren.

Eine weitere gute Maßnahme, um die Folgen z. B. eines Sturzes erträglich zu halten, ist das Hochlagern von verletzten Armen oder Beinen. Lagern Sie dazu die betroffenen Körperteile eben, aber über Herzhöhe. Falls nach zwei Tagen keine Besserung eintritt, die Schmerzen sehr stark sind oder der Bluterguss extrem groß ist, sollten Sie unbedingt eine Arztpraxis aufsuchen. Manchmal kann bei einer schweren Prellung, vor allem im Gelenk, ein Punktion (Absaugen der Flüssigkeit) oder eine operatives Entfernen des Blutergusses notwendig sein.