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Gut zu wissen

Meine Haut und ich

Ohne Haut kein Leben: Gegen Krankheitserreger und schädliche UV-Strahlung bildet unsere Hauteinen effektiven Schutzwall. Sie reguliert unseren Feuchtigkeits- und Temperaturhaushalt, sorgt für die Produktion von Vitamin D und ist überdies ein wichtiges Sinnesorgan. Doch unsere Haut ist nicht immer die gleiche. Sie erneuert sich regelmäßig. Dabei verändert sie sich im Laufe unseres Lebens. Der Wechsel der Jahreszeiten mit Hitze und Kälte, trockener und feuchter Luft beansprucht unsere Haut immer wieder anders. Und auch das ist wichtig: Die Haut älterer Menschen ist anders als jugendliche Haut, Frauenhaut unterscheidet sich von Männerhaut. Was können wir für unsere Haut tun, damit sie gesund bleibt?

Haut im Winter

Abrupte Wechsel von Kälte und Wärme, sehr trockene Heizungsluft, wenig Sonne und wenig Kontakt zu frischer Luft: Winter ist eine echte Herausforderung für unsere Haut. Bei Kälte ist die Haut schlechter durchblutet, bildet weniger schützende Fette, die sich zudem noch schlechter verteilen. Heizungsluft trocknet unsere Haut stark aus, die schnell trocken, schuppig und rissig wird. Es kommt leichter zu einem Spannungsgefühl, roten Stellen, kleineren Entzündungen und dem typischen Winterjucken. Bei deutlichen Minusgraden fährt die Haut ihre Talgproduktion komplett runter. Ein zusätzlicher Hautschutz ist jetzt besonders wichtig, um Erfrierungen vorzubeugen. Hände und Gesicht sind übrigens besonders empfindlich.

Alternde Haut

Über die Jahre verändert sich unsere Haut: Die Zellregeneration lässt mit zunehmendem Alter nach ebenso wie die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden. Doch auch unser Lebensstil beeinflusst unser Hautbild – Rauchen, Alkohol und einhoher Konsum von Zucker lassen unsere Haut schneller altern und früher faltig werden. Exzessives Sonnenbaden ohne ausreichenden Sonnenschutz schadet der Haut genauso wie das Schmoren auf Sonnenbänken im Solarium. Schlafmangel und Dauerstress hinterlassen ebenfalls sichtbare Spuren auf der Haut. Alternde Haut braucht im Winter besonderen Schutz.

Jugendliche Haut

Kinderhaut ist meist zart, rosig und unproblematisch. Die Pubertät beschert vielen Jugendlichen Hautunreinheiten, Mitesser, Pickel oder sogar starke Akne. Das ist jedoch kein Grund, sich zu Hause zu verstecken. Eine gute Hygiene, eine schonende Reinigung und die Anwendung spezieller Pflegeprodukte so wieder Verzicht auf allzu viel Süßes, Salziges oder Fettiges kann Abhilfe schaffen. Bei schweren Verläufen sollte immer ein Hautarzt zurate gezogen werden. Eventuell ist eine medikamentöse Therapie erforderlich. Und auch wenn in diesem Alter Pickel als das größte Problem erscheinen: Wichtig ist auch schon für junge Erwachsene das Hautkrebsscreening. Die pronova BKK übernimmt über die gesetzliche Früherkennung hinaus alle zwei Jahre die Kosten auch für alle Versicherten unter 35 Jahren. Hautkrebs ist übrigens auch im Winter ein Thema, das ernst genommen werden sollte – ob Fernreise in den Süden oder Ausflug auf den Gletscher: starke UV-Strahlung ist nicht an den Sommer gebunden.

Männerhaut und Frauenhaut

Weibliche Haut ist zarter, männliche fester, robuster, großporiger. Hormone machen den Unterschied: Während die männlichen Geschlechtshormone die Talgproduktion ankurbeln, wird diese durch weibliche Geschlechtshormone eher gehemmt. So erscheint Männerhaut oft etwas glänzender, Frauenhaut dagegen neigt eher zu Trockenheit. Leider produziert Männerhaut dabei häufiger Hautfett im Übermaß und sorgt so für eine höhere Anfälligkeit für Akne. Frauenhaut wird früher faltig, da hier die Bindegewebsfasern parallel verlaufen und die Zellen dadurch weniger Halt bekommen. Männerhaut ist robuster, dabei weniger empfindlich gegen extrem trockene Luft oder Sonneneinstrahlung.Im Winter hat Männerhaut wegen der stärkeren Fettproduktion einen klaren Vorteil.