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Gut zu wissen

Passivrauchen ist ähnlich schädlich wie Rauchen

Passivrauchen

Viele Studien belegen, wie schädlich das Rauchen ist und welche Langzeitfolgen es hat. Sogar Familienmitglieder, Freunde und Bekannte von Rauchern und Raucherinnen können dadurch gesundheitlich geschädigt werden. Warum? Weil das Passivrauchen ähnlich gefährlich ist wie das Rauchen.

Was bedeutet Passivrauchen ?

Passivrauchen bezeichnet das Einatmen von Zigarettenrauch, obwohl man selber nicht raucht. Es ist schädlich für die Gesundheit. Der sogenannte Nebenstromrauch, der mit dem Rauch der Zigarette entweicht oder beim Rauchen ausgeatmet wird, enthält viele schädliche Stoffe wie zum Beispiel Kohlenmonoxid. Diesen schädlichen Rauch atmen die Personen, die sich mit den Rauchenden zum Beispiel in einem Raum aufhalten, mit ein. So können die kleinen Partikel des Nebenstromrauchs sehr leicht in den Körper, in die kleinen Lungenbläschen und bis ins Blut vordringen.

Pro Stunde atmen Passivraucher in einem verqualmten Raum so viele Giftstoffe ein, als würden sie selbst eine Zigarette rauchen. Dadurch steigt das Erkrankungsrisiko erheblich.

Kinder leiden am meisten durch Passivrauchen

Die schlimmsten Folgen des Passivrauchens erleiden (ungeborene) Kinder. Knapp ein Drittel aller schwangeren Frauen in Deutschland raucht regelmäßig. Dadurch wird die Entwicklung des Babys schon im Mutterleib beeinträchtigt. Der Fötus wird schlechter mit Sauer- und Nährstoffen versorgt, da sich durch das Rauchen die Blutgefäße der Schwangeren verengen. Fehlgeburten und niedriges Geburtsgewicht treten deutlich häufiger auf.

Kinder, die Passivrauch täglich ausgesetzt sind, tragen ein höheres Risiko, später selbst zu Rauchern zu werden. Außerdem reagieren sie besonders empfindlich auf die Giftstoffe im Tabakrauch. Denn der Körper eines Kindes befindet sich noch in der Entwicklung und dadurch können ihre Organe, wie zum Beispiel die Lunge, schneller geschädigt werden. Da Kinder eine höhere Atemfrequenz haben und ihr Körper noch nicht genügend ausgereift ist, können die Substanzen nicht schnell genug wieder abgebaut werden. Deswegen nehmen sie beim Passivrauchen die Schadstoffe des Tabakqualms in deutlich höherer Konzentration als Erwachsene auf.

Passivrauchende Säuglinge und Kinder sind anfälliger für Erkrankungen und leiden häufiger an Asthma und anderen Atemwegserkrankungen als die Kinder von Nichtraucherinnen.

Nichtraucherschutzgesetz

Um dem ungewollten Passivrauchen von Nichtrauchern entgegenzuwirken, ist in Deutschland zum 1. September 2007 das Nichtraucherschutzgesetz erlassen worden. In allen öffentlichen Einrichtungen ist das Rauchen untersagt und die Konsumierenden müssen dafür draußen einen gekennzeichneten Bereich aufsuchen. Das Gesetz brachte auch eine neue Altersgrenze für den Erwerb von Zigaretten mit sich. Sie stieg von 16 auf 18 Jahre an. Außerdem haben Arbeitnehmer einen grundsätzlichen Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz.

In jedem Bundesland gelten unterschiedliche Ausnahmen und Verschärfungen des Gesetzes.

Daher ist es ratsam, sich als Nichtraucher von qualmigen Raucherräumen fernzuhalten und die Raucher im eigenen Umfeld zum Aufhören zu motivieren.