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Gut zu wissen

Sammelleidenschaft... Und was sammelst Du?

sammelleidenschaft

Was kann man nicht alles sammeln: Briefmarken, Bücher, antike Gegenstände, Münzen, Steine, Bierdeckel, Kronkorken, Schmetterlinge, Sportlerbildchen und nicht zuletzt auch Erfahrungen – Sammeln ist eine zutiefst menschliche Leidenschaft. Und nicht nur das: Sammeln kann außerordentlich positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben.

Kinder, Kinder – wohin nur mit all dem Zeug?

Wer Kinder hat oder sich an seine eigene Kindheit erinnert, weiß: Kinder entwickeln oft Sammelleidenschaften für die absonderlichsten Dinge – vom Meer geschliffene Glasscherben, Vogelfedern, Steine, Ü-Ei-Figuren, Abziehbildchen von Sportlern, Comicfiguren oder Tieren, seltsam geformte Wurzeln, Käfer, Spielzeugautos. In den Augen von Erwachsenen ist das oft wertloses Zeug, doch was wertvoll ist, bestimmen allein die Kinder. Deshalb sollten Eltern sich nicht nur eines Werturteils enthalten, sondern Raum und vor allem auch Gelegenheit für die Sammelleidenschaft ihrer Kinder
schaffen und die Sammlung zur Not gegen Übergriffe anderer Kinder schützen.

Sammeln ist für Kinder etwas sehr Wichtiges: Sammeln schafft einen ersten Zugang zu systematischem Denken, es erfordert langfristiges Planen, fördert Geduld, das Achten auf Details, das Erkennen von Vielfalt und beim Tauschen das Einschätzen von Wert und Besonderheit. Kurzum: Sammeln öffnet die Augen, lehrt Sehen und Verstehen. Sammeln schafft nicht zuletzt auch soziale Kontakte zu anderen Sammlern. Sammeln Kinder Dinge aus der Natur – Muscheln, Schneckenhäuser, Steine –, werden überdies der Bewegungsdrang und das Erkennen natürlicher Zusammenhänge gefördert. Kurzum: Eltern sollten ihre Kinder unbedingt dazu anstiften, etwas zu sammeln!

Auch gesund: Wenn Erwachsene sammeln

Pilze sammeln

Vieles von dem, was über Kinder gesagt wurde, gilt auch für Erwachsene – wer bis ins hohe Alter sammelt, bleibt geistig rege und ist meist viel unterwegs, um die Sammlung zu erweitern und um andere Sammler zu treffen. Im Erwachsenenalter sind zwei Aspekte besonders hervorzuheben: Sammeln fördert Sozialkontakte (Sammler sind entgegen ihrem Ruf meist keine Eigenbrötler!) und zugleich Entspannung: Sammler – egal was sie sammeln – finden in der Sammlung Ausgleich zum Berufsalltag. Auch hier ist es gut, wenn die Sammelleidenschaft Dingen gilt, die man draußen in der Natur findet, für die Erweiterung der Sammlung also z. B. lange Spaziergänge nötig sind. Sammeln steckt tief in uns drin, unsere Vorfahren waren schließlich Jäger und Sammler. Auch der heutige echte Sammler ist eigentlich immer beides: Jäger und Sammler, denn natürlich spielt der Jagdinstinkt auch beim professionellen Sammeln eine große Rolle. Aus diesem Grund sollten nicht nur Eltern die Sammelleidenschaft ihrer Kinder fördern, sondern auch selbst eine entwickeln oder wiederentdecken.

Erfahrungen sammeln macht klug

Erfahrungen sammeln

Nicht immer müssen es Dinge sein, die wir sammeln. Der Erfahrungsschatz, den jeder Mensch im Laufe der Jahre sammelt, dürfte sogar weitaus wertvoller sein als die bedeutendste Briefmarkensammlung, helfen gesammelte Erfahrungen uns doch ganz konkret beim Überleben. Aus Erfahrung wird man klug, heißt es so schön. Und solche Erfahrungen sammeln wir von Kindesbeinen an: Es beginnt bei Verhaltensweisen im Straßenverkehr („Es ist sicherer, nur bei Grün über die Straße zu gehen“) und beim Sozialverhalten („Helfe ich anderen, helfen die anderen mir“) und betrifft auch Erfahrungswerte über gesundheitsfördernde oder krankmachende Verhaltensweisen („Wenn ich dreimal die Woche Sport treibe, geht es mir einfach viel besser“). Den angesammelten Erfahrungsschatz geben wir an unsere Kinder weiter, was diese jedoch natürlich nicht davor bewahrt, eigene Erfahrungen machen zu müssen. Auf diese Weise ist wirklich jeder Mensch ein Sammler. Und wie jede Sammlung wird auch die Erfahrungssammlung laufend ergänzt, ausgewertet, überprüft und gegebenenfalls korrigiert und bereinigt; den Kontakt zu anderen Erfahrungssammlern nennt man „Erfahrungsaustausch“.

Kann Sammeln krankhaft sein?


Wie bei fast allen menschlichen Tätigkeiten gibt es auch Fälle, in denen Sammeln krankhaft wird – man denke nur an die sprichwörtliche Sammelwut: der Sammler lebt nur noch für seine Sammlung, vernachlässigt Freunde und Familie, gibt viel Geld für die Sammlung aus. Das kommt in der Extremform zum Glück nur selten vor. Das sogenannte „Messietum“ oder Vermüllungssyndrom hingegen, das zur Vermüllung der ganzen Wohnung führt, hat mit echtem Sammeln nichts zu tun, weil hier wahllos alles eingesammelt wird und das den Sammler auszeichnende
Differenzierungs-vermögen gerade nicht anzutreffen ist.

Punkte sammeln - Mit dem pronova BKK-Bonusprogramm

Eine gesunde Sammelleidenschaft weckt auch unser Bonusprogramm. Indem Sie Bonuspunkte sammeln, tun Sie nicht nur Ihrer Gesundheit etwas Gutes, sondern sichern sich auch wertvolle Geld- und Sachprämien.

Dass aus einer im Kindesalter begonnenen Sammlung ein einzigartiges Museum werden kann, das sogar in der internationalen Forschung eine Rolle spielt, zeigt das „Haus der Natur“ in Cismar, das Dr. Vollrath Wiese gemeinsam mit seiner Familie und einigen engagierten Mitarbeitern und Unterstützern ehrenamtlich betreibt. Begonnen hatte alles 1974, als Wiese 12 Jahre alt war und begann, sich auf Schnecken und Weichtiere zu spezialisieren (heute neben vielen anderen Exponaten Kern der Sammlung).

Tipp: Wenn Sie an der Lübecker Bucht Urlaub machen, schauen Sie doch mal rein – es gibt Anregungen in Hülle und Fülle und lohnt sich für die ganze Familie (www.hausdernatur.de). Und hier ein weiterer Entdeckertipp, ebenfalls für den nächsten Urlaub an der Ostsee: An den Stränden der Ostsee gibt es eine unglaubliche Vielfalt von Steinen zu entdecken, von denen ein Großteil aus dem südlichen Skandinavien stammt und durch die Gletscher der Eiszeit nach Norddeutschland transportiert wurde. Hier kann man das genaue Hinsehen, das Unterscheiden und den Spaß am Sammeln entdecken – und das ohne großen Aufwand und völlig kostenlos. Zur Einführung in dieses spannende Thema empfehlen wir: Frank Rudolph: „Strandsteine: Sammeln und Bestimmen“ (ca. 12 EUR) Frank Rudolph: „Noch mehr Strandsteine: Sammeln und Bestimmen an
Nord- und Ostsee“ (ca. 16,80 EUR).

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