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Gut zu wissen

Tipps gegen das Vergessen von Arzneimitteln

Damit die Einnahme nicht zur Ausnahme wird

„Hoppla, da war doch noch was?" – Das passiert leider immer wieder: Man kann sich einfach nicht mehr erinnern, ob man das verordnete Präparat schon eingenommen hat oder noch nicht. Dabei ist die regelmäßige Einnahme der verordneten Medikamente die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie. Oder im Fall der Anti-Baby-Pille für einen sicheren Schutz vor der Empfängnis.

Die Gründe für das Vergessen können vielfältig sein: Man ist schlicht schusselig, hatte einen hektischen Tag, lässt das Arzneimittel bei einem Kurzurlaub einfach zu Hause liegen oder lehnt es vielleicht innerlich ab, weil man die möglichen Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel gelesen hat. In letzterem Fall sollte man das Thema unbedingt beim nächsten Besuch in der Arztpraxis ansprechen, vielleicht lassen sich die Bedenken ausräumen oder es gibt ein alternatives Präparat. Aber auch das kann nur bei regelmäßiger Anwendung wirklich helfen.

Wenn das Medikament allerdings trotz aller Sorgfalt doch einmal vergessen wird, sollte man nicht einfach beim nächsten Termin die doppelte Dosis auf eigene Faust nehmen. Am besten klärt man im Arztgespräch schon im Vorfeld ab, was in diesem Fall zu tun ist. Beim Vergessen der Anti-Baby-Pille unbedingt an zusätzliche Verhütung mit einem Kondom denken.

Diese Strategien können die regelmäßige Einnahme von Medikamenten stressfrei gestalten:

  • Wer regelmäßig mehrere Präparate einnimmt, nutzt am besten eine Medikamentenbox für die Vorsortierung für einen oder mehrere Tage.
  • Tabletten, die vor dem Frühstück einzunehmen sind, schon am Vorabend ans Bett legen oder immer beim Einschalten der Kaffeemaschine nehmen.
  • Notizzettel in der Küche am Kühlschrank oder an einer Stelle, die man oft im Blick hat, sind eine gute Erinnerungshilfe.
  • Je übersichtlicher der Tag strukturiert ist, desto besser gelingt die regelmäßige Einnahme von Arzneimitteln.
  • Die Einnahme mit Routinetätigkeiten verbinden, etwa das Medikament nehmen, bevor man zur Arbeit fährt, oder unmittelbar, wenn man am Abend nach Hause kommt.
  • Medikamente, die täglich innerhalb eines kleinen Zeitrahmens eingenommen werden müssen wie etwa die Anti-Baby-Pille, immer mit einem Ritual fest verknüpfen wie Zähne putzen oder Haare kämmen.
  • Smartphone-Nutzer können die Weckfunktion als Erinnerung aktivieren oder eine Medikamenten-App nutzen und sich durch einen Klingelton an die Einnahme des Präparats erinnern lassen.
  • Auch Familienangehörige sollten über die regelmäßige Einnahme von Arzneimitteln Bescheid wissen. Sie tragen zwar nicht die alleinige Verantwortung für die Anwendung des Medikaments, können aber durch Erinnern und Nachfragen einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Therapie leisten.