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Gut zu wissen

Welche Rezepte gibt es und was ist zu beachten?

Wussten Sie, dass bei Rezepten die Farbe entscheidet, um welche Rezeptart es sich handelt und wie lange es gültig ist? Hier erfahren Sie alles zu den verschiedenen Rezepttypen und wie lange sie gültig sind.

Was bedeutet das grüne Rezept (grundsätzlich keine Kassenleistung)?

Das „Grüne Rezept" ist eine Besonderheit: Dabei handelt es sich lediglich um eine Empfehlung des Arztes für rezeptfreie Medikamente. Sie müssen grundsätzlich aus eigener Tasche bezahlt werden. Das Grüne Rezept ist unbegrenzt gültig und kann beliebig viele Medikamente enthalten. Es dient in erster Linie als Merkhilfe für den Patienten. Das Grüne Rezept, das Ärzte für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ausstellen können, wurde 2015 überarbeitet. Es enthält jetzt den Hinweis, dass einzelne Krankenkassen die Kosten für bestimmte nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel als Satzungsleistung übernehmen.

Das rote Rezept - der Klassiker (Kassenleistung)

Das rote Kassenrezept (mit roter Farbe auf weißem Papier) ist das gebräuchlichste. "Kassenrezept" heißt es deshalb, weil die verordneten Medikamente von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Dieses Rezept gilt vier Wochen ab dem Ausstellungsdatum.

Das blaue Privatrezept (grundsätzlich keine Kassenleistung)

Das blaue Privatrezept bekommen zunächst Privatversicherte. Sie können es bis drei Monate nach Ausstellung einlösen. Ein blaues Rezept bekommen auch gesetzlich Versicherte, wenn das verschriebene Präparat nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehört und sie es daher in vollem Umfang selbst bezahlen müssen.

Welche Rezepte gibt es noch?

Der Vollständigkeit halber sollten hier auch das gelbe Rezept (Betäubungsmittel/BTM) und das ebenfalls gelbe T-Rezept (Thalidomid, Pamalidomid, Lenalidomid) erwähnt werden. BTM-Rezepte sind 7 Tage gültig, T-Rezepte 6 Tage.