Halloween? Hallo Kürbis!

Bald ist es wieder so weit: Ausgehöhlte Halloween-Kürbisse mit Kerzenlicht und gruseligen oder lustigen Fratzen halten böse Geister fern. Essen kann man dieses skurrile Gemüse auch.

Auf einen Blick

  • Was ist und kann der Kürbis?
  • Welche Vielfalt gibt es?
  • Gesunde Besonderheiten: Kürbiskernöl, Kürbiskerne, Steirischer Ölkürbis
  • Vielfalt einfach zubereiten

Die ursprünglich aus dem Süden Mexikos stammenden Früchte sind gesund, lecker und äußerst vielseitig. Schmackhaftes Fruchtfleisch ist die Basis für wärmende Suppen, knackige Kerne und das daraus gepresste hochwertige Öl verfeinern herbstliche Salate und Desserts. Am beliebtesten ist der leuchtend orangefarbene Hokkaido-Kürbis, doch auch andere Sorten versprechen vielfältige Geschmackserlebnisse.

Steckbrief Kürbis

  • Kürbisse sind – botanisch gesehen – Beeren
  • 90 Prozent Wasser, etwa 25 kcal je 100 g Fruchtfleisch, wenig Kohlenhydrate
  • Reich an Carotinoiden, diese sekundären Pflanzenstoffe sind eine Vorstufe von Vitamin A und schützen als Antioxidans vor vielen Erkrankungen
  • Etwa 300 mg Kalium pro 100 g, Kalium ist u. a. wichtig für unseren Flüssigkeitshaushalt
  • Viele Ballaststoffe für ein gesundes Mikrobiom

Große Sortenvielfalt

  1. Hokkaido: leuchtend orange; Anklänge an Maronen; mit Schale verwendbar
  2. Butternut: hellorange; mild, leicht süßliches Butteraroma; dünne, aber harte Schale
  3. Bischofsmütze: markantes Aussehen mit wulstigem Ring; nussiger Geschmack
  4. Spaghettikürbis: gelblich-beige und länglich; fadenartiges Fruchtfleisch; wie Pasta mit Sauce servieren
  5. Muskatkürbis: charakteristisch gerippt; frisch säuerlich, dezente Muskatnote
  6. Gorgonzolakürbis: gelb-grün gesprenkelt; milder Geschmack mit einem Hauch von Süßkartoffel
  7. Roter/Gelber Zentner: mild im Geschmack; aufgrund der Größe prima als Halloweenkürbis geeignet
  8. Pattison: kleine runde Form; weiß, grün, gelb oder zweifarbig; junge Exemplare auch roh für den Salat geeignet

Nussig-würzig: Kürbiskernöl

Das Öl mit dem würzigen Geschmack punktet mit viel Vitamin E und einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Damit diese wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte es dunkel gelagert und nicht erhitzt werden. Meist wird das Öl aus den gerösteten Kernen gewonnen. Dann ist es dunkelgrün bis tiefbraun in der Farbe und besticht mit kernigen Röstaromen. Das Öl aus nicht gerösteten Kernen ist eher von grasgrüner Farbe, weicher in der Konsistenz und mild-würzig im Geschmack.

Knackig-gesund: Kürbiskerne

Kürbiskerne sind ein gesunder Snack sowie eine leckere Brotzutat, toppen Salate und Müsli und können zu einem leckeren Pesto verarbeitet werden. Die Schalen der Kürbiskerne sind allerdings hart, holzig und strohig. Sie können vor oder nach dem Rösten entfernt werden. Zunächst die Kerne vom Fruchtfleisch befreien, dann in der Pfanne oder im Ofen vorsichtig rösten, dabei mehrmals wenden, bis die Schalen aufplatzen, abkühlen lassen. Beim Knabbern die Kerne aus den Schalen lösen.

Der Besondere: Steirischer Ölkürbis

Beim Steirischen Ölkürbis sind die weichen Kerne – anders als bei anderen Speisekürbissen – nur von einem dünnen Silberhäutchen umgeben und lassen sich besonders effizient pressen. Die empfindliche Pflanze mit den zunächst dunkelgrünen, später gelb-orangefarbenen Früchten liebt Wärme und Feuchtigkeit.

Vielfalt einfach zubereiten

  • Kürbissuppe, gewürzt mit Ingwer, abgeschmeckt mit Orangensaft
  • Fruchtige Kürbis-Chutneys mit Chili, Ingwer, Knoblauch, Weißweinessig und Zucker
  • Eintöpfe und Currygerichte
  • Kürbisschnitze im Ofen backen
  • Kürbismarmelade mit Apfel, Zitrone, Ingwer und Vanille
  • Kürbiskuchen mit Haselnüssen, Mandeln, Zimt, Nelken und Muskat
  • Süß-sauer eingelegt als Begleitung zu Fleischgerichten oder Fondue
  • Kürbisrisotto mit Knoblauch, Weißwein, Schalotten und Parmesan
  • Kürbisnockerl mit Salbeibutter

Achtung:

Kürbisse können in seltenen Fällen gesundheitsschädliche Bitterstoffe enthalten. Solche Exemplare genauso wie bunte Zierkürbisse bitte nicht essen!

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